Kategorie: Kultur/Kunst

Die Zukunft von gestern, heute

Die Hörspiel-Reihe „Das war Morgen“ in der ARD Audiothek ist hörenswert, weil sie anhand von verganenen Zukunftsvorstellungen einen Blick auf gestern und morgen wirft – verwirrend? Einfach Reinhören.

Das war Morgen“ präsentiert Science-Fiction-Hörspiele aus den 1960er bis 1990er Jahren der SDR-Reihen ‚Science-Fiction als Radiospiel‘ und ‚Phantastik aus Studio 13‘.

Daten und Doppelgänger

Dieses filmische Experiment ist sehenswert, ein Film über digitale Doppelgänger und die Begegnung mit sich selbst.

Made to Measure ist ein Experiment: Kann man eine Person allein anhand ihrer Online-Spuren nachbilden? Von jemandem, den man nicht kennt, einen Doppelgänger/ eine Doppelgängerin erschaffen? Das Leben einer Person bis ins Detail nachbauen, nachspielen und verfilmen, ihre Persönlichkeit kopieren?

Responisble IA und PreCrime

Die Gruppe Responsible AI@ARIC lädt ein zu Filmvorführung und Diskussion zum Film PreCrime.

7. Dezember 2022, 19:00 Uhr im Alabama Kino auf Kampnagel (Jarrestr. 20) in Hamburg

Das Artificial Intelligence Center (ARIC) beschäftigt sich seit seiner Gründung unter dem Rubrum „responsible AI“ mit dem verantwortungsvollen Einsatz von Künstlicher Intelligenz und Datentechniken.
Mit der Filmvorführung will das ARIC einen Diskussions-Impuls dafür geben, wo und wie daten- und KI-gestützte Maßnahmen in der Polizeiarbeit eingesetzt werden. 

AI findet Instafotos

Nichts bleibt unentdeckt. Das Projekt „the Follower“ nutzt offene Kameras und KI zum Erkennen von Gesichtern und Situationen um auf Instagram gespostete Bilder zu finden und den Hergang ihrer Aufnahme zu zeigen. Der Künstler dahinter ist Dries Depoorter, recht erfolgreich mit seiner digitalen Kunst. Und auch wenn man The Follower als Kritik verstehen kann, so arbeitet er auch für Unternehmen wie Amazon und andere ähnliche.

© Dries Depoorter, https://gifyu.com/image/Swotp, https://driesdepoorter.be/thefollower/

Rassismus im Großstadtrevier

Die ARD-Vorabendserie „Großstadtrevier“ ist ein Dauerbrenner im Fernsehen und nochmehr Teil einer Hamburger Stadtkultur, über deren Weltläufigkeit man durchaus streiten kann. Oft ist und war die Serie sehr gediegen, hatte aber mit ein paar der Protagonisten echte Originale schaffen können – nicht zuletzt durch den verstorbenen Jan Fedder, eine Art Hamburger Volksschauspieler und Original.

Vor allem aber hat die Serie wohl immer wieder auch ermöglicht über Polizei nachzudenken. Das passierte nicht immer und nicht allzuoft, vor allem transportierte die Serie ein sehr zugewandtes Bild der Polizei. Aber auch hier wandeln sich die Zeiten und in einer Folge der aktuellen Staffel nehmen sich die Macher dem Thema Rassimus in der Polizei an. Und das, so kann ich sagen, sehr gut. Richtige Fragen, gute Darstellung, guter Plot.

Wahrheit oder Pflicht (Folge 467), 13.12.20210

Wär doch auch schön wenn die Fiktion der Realität die Richtung vorgibt, wenigstens bei diesem Thema in diesem Fall…

Film: All Light, Everywhere!

Und in der Reihe zu Polizei-verbundenen Themen noch dieser Filmtipp eines wie mir scheint ungewöhnlichen, wohl aber außergewöhnlich guten Film über Polizei, Überwachung, Sehen, Sichtbarkeit usw. Der Trailer macht Lust auf mehr

Und mehr ist da auf jeden Fall. Beworben wird der Film mit folgenden Worten:

ALL LIGHT, EVERYWHERE is an exploration of the shared histories of cameras, weapons, policing and justice. As surveillance technologies become a fixture in everyday life, the film interrogates the complexity of an objective point of view, probing the biases inherent in both human perception and the lens.

Alles ist 1, außer der 0

Ein Film zum Chaos Computer Club startet am 29.7. in den deutschen Kinos (was in diesen Tagen ein eher unsicheres Vergnügen bedeutet, vor allem für die Kinobetreiber).

Die Webseite des Films hat alle Informationen, der Werbung für den Film ist das hier zu entnehmen:

ALLES IST EINS. AUSSER DER 0. erzählt mit der Geschichte des CCC eine Geschichte digitaler Subversion: vom exklusiven Club zu einer Instanz, die heute bei allen Fragen der Netzpolitik zu Rate gezogen wird. Der Dokumentarfilm von Klaus Maeck und Tanja Schwerdorf setzt der bekanntesten deutschen Hackervereinigung ein stilsicheres, kraftvolles und würdiges Denkmal. Selten hat man ein so eindringliches Portrait über Zeitgeist-Pioniere gesehen, deren Weitblick für die Gegenwart so beeindruckend wie bereichernd ist.