Kategorie: Kultur/Kunst

Ausstellung: Suspect Objects

Ich möchte euch auf diese Ausstellung aufmerksam mache. Urpsrünglich geplant als zu begehende Ausstellung wurde sie wie so viele in diesem Jahr in das Land Online verlegt. Es lohnt sich aber auf jeden Fall. Faisal Hussain heißt der Künstler.

https://suspectobjects.com
Suspect Objects / Suspect Subjects. Visualising Suspicion

Und dazu gibt es auch eine Diskussionrunde mit dem Künstler online. Moderiert von dem lieben Kollegen Keith Spiller.

Überwachung und Kontrolle im Computerspiel

Die Online-Zeitschrift PAIDIA. Zeitschrift für Computerspielforschung, hg. an der LMU München, hat (schon im Juli 2020) eine Sonderausgabe veröffentlicht: Überwachung und Kontrolle im Computerspiel. Die Beiträge untersuchen Computerspielplattformen als panoptische Systeme, das Computerspiel als Kontrolldispositiv, die Simulation datenbasierter Überwachung in zeitgenössischen Games, u.a. mehr.

Aus der Einleitung:

Ein Sammelband zu Überwachung und Kontrolle im Computerspiel ermöglicht eine doppelte Perspektivierung des Untersuchungsfeldes: Computerspiele können einerseits – im weiteren Sinn motivgeschichtlich betrachtet – an die Darstellung und Verhandlung von Überwachung und Kontrolle in anderen medialen Formen wie bspw. dem Film, der Serie oder natürlich insbesondere auch dem Roman anschließen. Andererseits kann das Thema unter besonderer Berücksichtigung des spezifischen Handlungsdispositivs des Computerspiels und seiner medialen Verfasstheit untersucht werden.

Überwachungskapitalismus als Film

das Projekt New Organs beschreibt seine Arbeit selbst so:

The New Organs is a project to gather, archive and investigate the theories and realities of corporate surveillance. Over the past year we’ve collected stories about weird online ads — ads that seem to know too much, as well as your theories of why you might be seeing them. Using these stories as a starting point, we’ve investigated the details of how internet companies monitor, exploit and manipulate us in an attempt to understand how surveillance capitalism operates.

Ungewollt im Fernsehen

Der Filmemacher Martin Baer, Ko-Regisseur von Der illegale Film, einer Doku über die Kulturgeschichte des Fotografierens, war ungewollt im Fernsehen, wie SPIEGEL + berichtet (Paywall, oder ohne im Tagesspiegel). Für Recherchen zum Film hatte er als Testperson am so genannten „Feldversuch“ des Bundesinnenministeriums zur Gesichtserkennung am Berliner Südkreuz teilgenommen. Dann entschied Horst Seehofer, die umstrittene Passage aus dem Gesetzesentwurf streichen zu lassen, der es der Bundespolizei erlaubt hätte, Software zur Gesichtserkennung einzusetzen. In ihrem Bericht dazu (24.01.2020) zeigte die Tagesschau unter anderem das unverpixelte Porträt von Baer – obgleich den Testpersonen zugesichert worden war, dass ihre Bilder niemals an die Öffentlichkeit gelangen würden. Auf jeden normlan Zuschauer, so wird Baer zitiert, müsse es aussehen, als wäre er ein zur Fahndung ausgeschriebener Krimineller. Es wird vermutet, dass das Foto, das Baer und weitere Personen zeigt, während eines Pressetermins entstanden ist. In den Filmaufnahmen der Tagesschau vor Ort am Südkreuz sind alle Gesichter übrigens verpixelt worden.

Zum Todestag George Orwells

Heute am 21.1.2020 ist der 70ste Todestag von George Orwell. Mit dem Roman 1984 und dem „Big Brother“ wurde er zum Stichwortgeber für die Warnungen vor Überwachung und mit den darüber evozierten Bildern und Ideen auch für die Forschung maßgeblich.

Was bedeuten diese Bilder heute, was liegt gegenwärtig an? Ein paar Fragen.

Können Maschinen tanzen?

Die Frage ob Androiden von elektrischen Schafen träumen, treibt uns spätestens seit Bladerunner um (manche auch früher), aber ob sie tanzen können, davon müsst ihr euch selbst überzeugen bei der Digital Science Night am 23.1.2020, Beginn um 19 Uhr.

https://csti.haw-hamburg.de/digital-science-night-slam-interactive/