Archiv für Polizei/Militär/Geheimdienst

Geheimdienste und Journalisten

Journalisten im Fokus von Staatsschützern

Mit künstlicher Intelligenz Verbrecher fassen

Zugegeben, dass ist kein neues Thema, aber hier ein schöner Artikel dazu.

New Scientist, 26 November 2018: Exclusive: UK police wants AI to stop violent crime before it happens.

Verbrechensvorhersage (generell wohl die Vorhersage aller gesellschaftlichen Entwicklungen, die von Interesse für entweder den Staat in puncto Sicherheit oder die Unternehmen in puncto Umsatz sind) sind die neuen Videokameras, zumindest was die Aufmerksamkeit in den Medien und die Beherrschung des Diskurses in den unterschiedlichen Kontexten angeht. Gewöhnen wir uns draun und diskutieren mit, u.a. bei der Ringvorlesung zu Polizei.

Datenpunkte im Informationszeitalter

Der österreichische Rundfunk (Ö1) hat in seinem Radiokolleg die wundervolle Sendereihe “Datenpunkte im Informationszeitalter” produziert, die derzeit noch in der Mediathek angehört werden kann (man kann sie auch runterladen, muss sich dazu aber registriert)

Die Sendung vom 20.11. beschäftigt sich u.a. mit der Rasterfahndung. Die Autorinnen sind Julia Gindl und Sarah Kriesche (u.a. Surveillance Studies-Preisträgerin), die die gesamte Kolleg-Reihe konzipiert haben.

Neues Buch: Bodies as Evidence

Bodies as Evidence. Security, Knowledge, and Power.

Herausgegeben habe ich den Sammelband zusammen mit Mark Maguire (Monooth, Irland) und Ursula Rao (Leipzig).

Erschienen ist er bei Duke University Press 2018.

Die Einleitung kann online gelesen werden.

Analyse: Eskalation bei G20-Gipfel 2018

Eskalation beim G20-Gipfel in Hamburg:
Forschungsbericht, interaktive Webseite und öffentliche Podien

Die Eskalation der Gewalt im Rahmen der Proteste gegen den G20-Gipfel ist auch mehr als ein Jahr später noch präsent. Forscher*innen u.a. vom Institut für Protest- und Bewegungsforschung (ipb), dem HIS und der TU Berlin (ZTG, Forschungsbereich “Soziale Bewegungen, Technik, Konflikte”) haben in einem großen Kooperationsprojekt untersucht, warum sich die Proteste so entwickelten und welche Rolle dabei die Polizei und die Medien spielten. Sie analysieren insbesondere die situative Verkettung von Interaktionen und Deutungen, die eine Eskalationsspirale begründeten.

Öffentliche Veranstaltungen am 18. (Berlin) sowie 21. Oktober (Hamburg).

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Neue Literatur: Predictive Policing

Für European Journal for Security Research haben Jens Hälterlein und Lars Ostermeier ein Special Issue zum Thema Predictive Policing zusammengestellt.

European Journal for Security Research, Volume 3, Issue 2, October 2018: Predictive Security Technologies

Als Autoren mit dabei: Simon Egbert, Dominik Gerstner, Lena Ulbrichtm, Robert Pelzer sowie Katharina A. Zweig, Georg Wenzelburger & Tobias D. Krafft.

Online frei verfügbar ist die Einleitung, alle weitere wohl über entsprechende Unizugänge oder gegen Geld.

Einen Bericht von einer Konferenz in Basel (Sept. 2018) zum selben Thema findet ihr auf dem Blog Rechtswirklichkeit. Das Blog des Berliner Arbeitskreises Rechtswirklichkeit.

Verfassungsschutz, Kontrolle, Geschichte

Zum Fall Maaßen habe ich einen Kommentar verfasst, der ein grundsätzliches Problem von Geheimdiensten thematisiert, und den Verfassungsschutz im Besonderen in den Blick nimmt:

Warum der Verfassungsschutz in liberale Hände gehört, Kommentar im Politischen Feuilleton von Deutschlandfunk Kultur vom 1.10.2018.

Eine Reaktion darauf erreichte mich per Email, die mir unter anderem vorward, dass ich mit meinen “Behauptungen” der Demokratie Schaden zufügen würde. Dass genau eine solche Sichtweise Fokus meiner Kritik war, schien entgangen worden zu sein.

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Mapping G20 – der Bericht

Das Prostestinstitut hat den Bericht zum Projekt Mapping G20 mit dem Titel Eskalation vorgestellt. Ganz egal wie man zu den Tagen im Juni 2017 steht, ein Blick lohnt sich auf jeden Fall.

Öffentliche Veranstaltung “Protest und Reaktion. Die Gewalteskalation um den G20-Gipfel 2017 aus sozialwissenschaftlicher Perspektive” | Vorstellung des Projektberichtes “Eskalation: Dynamiken der Gewalt im Kontext der G20-Proteste in Hamburg 2017” Ort: Hamburger […]

Ein Wortprotokoll von der Sitzung am 4.7.2018, auf der ich selbst als Gutachter geladen war, findet sich auf den Seiten der Hamburger Bürgerschaft – nur um einen Eindruck zu bekommen, was und wie da so aufgearbeitet wurde. Alle anderen Protokolle kann man dort auch suchen und finden.

Beruf Bulle – ein Film

Der Film ist absolut sehenswert. Der Alltag der Polizei aus Sicht von PolizistInnen. In den Interviews und Statements klingt das oft nach Rechtfertigungen und als kritischer Wissenschaftler, der den Film als Text nehmen möchte, ist es schwer mal einfach zuzuhören.

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Mapping #NoG20″

Der Bericht des Projekts “Mapping #NoG20” ist im Druck. Am 6.9. wird er vorgestellt.

Ab 19h gibt es eine Paneldiskussion zum Thema “Protest und Reaktion. Die Gewalteskalation um den G20-Gipfel 2017 aus sozialwissenschaftlicher Perspektive” am Hamburger Institut für Sozialforschung.

Geheimdienste und die Forschung

Ein Artikel in der FAS (leider nicht online gefunden, 1.7.2018) hat mich darauf aufmerksam gemacht und ich wollte es hier nicht unerwähnt lassen. Die CIA betreibt ein eigenes Forschungsjournal – Studies in Intelligence.

The mission of Studies in Intelligence is to stimulate within the Intelligence Community the constructive discussion of important issues of the day, to expand knowledge of lessons learned from past experiences, to increase understanding of the history of the profession, and to provide readers with considered reviews of public literature concerning intelligence.

Nun denn, ungewöhnlich, vielleicht sogar ein wenig schräg, aber ein Blick lohnt sich bestimmt. Ob dieses Journal auch Vorbild für die American Literary Historical Society aus Three Days of the Condor war ist unklar, es läge aber nahe.

Ringvorlesung: Polizei

Dieses ist eine Vorankündigung für eine Ringvorlesung, die ich für das Wintersemester 2018-19 an der Uni Hamburg organisiert habe.

Polizei: Wissenschaftliche Perspektiven auf eine Institution.

An 7 Terminen jeweils montags, 18 – 20 Uhr, Raum 221, Westflügel, Edmund-Siemers-Allee 1.