Archiv für Nils Zurawski

Neues Buch: Bodies as Evidence

Bodies as Evidence. Security, Knowledge, and Power.

Herausgegeben habe ich den Sammelband zusammen mit Mark Maguire (Monooth, Irland) und Ursula Rao (Leipzig).

Erschienen ist er bei Duke University Press 2018.

Die Einleitung kann online gelesen werden.

Buchpreis: History of Consumer Surveillance

Das Surveillance Studies Network (SSN) hat seinen diesjährigen Buchpreis an folgendes interessante Werk vergeben:

Creditworthy: A History of Consumer Surveillance and Financial Identity in America by Josh Lauer, Columbia University Press

 

Rezension: Staat und Sicherheitsgesellschaft

Rezension: zusammen mit Criminologia-LogoKopie

Jens Puschke und Tobias Singelnstein: Der Staat und die Sicherheitsgesellschaft. Springer VS, 2018.

von Kilian Dorner, Berlin

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Neues Buch: Der Alltag der (Un-)Sicherheit

Der Sammelband “Der Alltag der (Un-)Sicherheit” ist im Panama-Verlag erschienen.

DER ALLTAG DER (UN-)SICHERHEIT

Darin von mir: “Imaginäre Geographien, Sicherheitsreflexe und Freiheitsversprechen”, über Freiheit, Überwachung, die Hamburger Gefahrengebiete, europäische Grenzen und eine europäische Sicherheitspolitik, die auf Abwehr des Fremden setzt.

Überwachungskapitalismus

Im Freitag gibt es ein Spezial zum Buch der Woche, welches Shoshana Zuboffs “Überwachungskapitalismus” ist!

Die Menschheit steht am Scheideweg, sagt die Harvard-Ökonomin Shoshana Zuboff. Bekommt die Politik die wachsende Macht der High-Tech-Giganten in den Griff? Oder überlassen wir uns der verborgenen Logik des Überwachungskapitalismus? Wie reagieren wir auf die neuen Methoden der Verhaltensauswertung und -manipulation, die unsere Autonomie bedrohen?

Die Thesen sind lohnenswert und ich hatte ihren gleichnamigen Artikel bereits mehrfach hier verlinkt. Ob es nun noch 600+ Seiten braucht, um das Argument unter die Leute zu bringen, werden wir in Kürze hier in einer Rezension erörtern.

Neue Literatur: Predictive Policing

Für European Journal for Security Research haben Jens Hälterlein und Lars Ostermeier ein Special Issue zum Thema Predictive Policing zusammengestellt.

European Journal for Security Research, Volume 3, Issue 2, October 2018: Predictive Security Technologies

Als Autoren mit dabei: Simon Egbert, Dominik Gerstner, Lena Ulbrichtm, Robert Pelzer sowie Katharina A. Zweig, Georg Wenzelburger & Tobias D. Krafft.

Online frei verfügbar ist die Einleitung, alle weitere wohl über entsprechende Unizugänge oder gegen Geld.

Einen Bericht von einer Konferenz in Basel (Sept. 2018) zum selben Thema findet ihr auf dem Blog Rechtswirklichkeit. Das Blog des Berliner Arbeitskreises Rechtswirklichkeit.

KFN-Studie zu Videoüberwachung

Das KFN in Hannover hat eine Studie zur Wirksamkeit von Videoüberwachung veröffentlicht, genauer: Ergebnisse der Evaluation der polizeilichen Videobeobachtung in Nordrhein-Westfalen gema?ß § 15a PolG NRW.

Darin werden eine Menge von Studien zitiert, auch meine Ergebnisse von 2007 und andere. Die Ergebnisse sind kaum überwältigend, sondern bestätigen wie so oft, dass die Kameras im Ergebnis wenig bringen.

Der Freiheitsfoo hat ein paar Ergebnisse herausgearbeitet und kommentiert. Das ist sehr hilfreich, danke dafür.

Ich würde auch dieses Mal wieder behaupten, dass Kamerasüberwachung im öffentlichen Raum zur Kriminalitätsreduzierung ein politisches Mittel sind, auf das Hoffnungen eher projiziert werden, als Kriminelle abgeschreckt, wenn denn eine solche Gleichung so einfach möglich ist.

Angst und Gesellschaft

In der Reihe “Die 100 großen Fragen des Lebens” im Hamburger Abendblatt bin ich Teil eines Interviews mit dem Titel: Wann wird die Angst zu einem Problem? 

Erschienen am 6. Oktober 2018 im Abendblatt. Die Fragen stellte Lars Haider, Chefredakteur des Hamburger Abendblattes.

(Überwachung ist das nur am Rande und um drei Ecken, aber ich habe die Kamera als Symbol mit zum Fototermin gebracht, dass muss für dieses Mal reichen.)

[A = Anonym]: Konferenz und Ausstellung

[A = Anonym]: Konferenz und Ausstellung

24.-27. Oktober auf Kampnagel.

Verfassungsschutz, Kontrolle, Geschichte

Zum Fall Maaßen habe ich einen Kommentar verfasst, der ein grundsätzliches Problem von Geheimdiensten thematisiert, und den Verfassungsschutz im Besonderen in den Blick nimmt:

Warum der Verfassungsschutz in liberale Hände gehört, Kommentar im Politischen Feuilleton von Deutschlandfunk Kultur vom 1.10.2018.

Eine Reaktion darauf erreichte mich per Email, die mir unter anderem vorward, dass ich mit meinen “Behauptungen” der Demokratie Schaden zufügen würde. Dass genau eine solche Sichtweise Fokus meiner Kritik war, schien entgangen worden zu sein.

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Überwachung durch deine Kinder

So könnte es gehen und so mancher hofft schon drauf. Die AFD in Hamburg hat zumindest schon mal die Idee geäußert “linke” Lehrer zu melden…

Internet-Ökonomie: Es geht nicht um Privacy

Ein Artikel aus der New York Times zur Diskussion zu Privatsphäre (privacy) und warum eine Konzentration darauf nicht der richtige Punkt ist. Ähnliches gilt in Deutschland für die Datenschutz-Debatte, da nicht zuletzt die DGSVO weniger unsere Daten schützt, als dass damit erklärt wird, wie Daten benutzt werden.

What is at stake here isn’t privacy, the right not to be observed. It’s how companies can use our data to invisibly shunt us in directions that may benefit them more than us.

Just Don’t Call It Privacy, New York Times, 22.9.2018