Texte zu Polizei und Videoüberwachung

Der geschätzte Kollege Peter Ullrich vom Berliner Institut für
Protest- und Bewegungsforschung hat zwei neue Texte online gestellt, die es zu lesen lohnt.

  1. Ullrich, Peter. 2018. Researching Police in/under Protest. Police Research as a Journey of Discovery with Obstacles. Berlin: Institut für Protest- und Bewegungsforschung.
  2. Ullrich, Peter. 2018. Videoüberwachung von Demonstrationen und die Definitionsmacht der Polizei. Zwischen Objektivitätsfiktion und selektiver Sanktionierung. Berlin: Technische Universität

Vorlesungsreihe zu Anonymität

Die Vorlesungsreihe “Querblicke” der HafenCity University beschäftigt sich in diesem Sommer mit Anonymität.

Die Anonymity Research Group ist Partner und mit 4 Beiträgen vertreten, weiterhin Jan Schmidt vom Bredow Institut und Ingrid Schneider von der Uni Hamburg.

 

Surveillance Studies Konferenz

Die Anmeldung für die SSN-Konferenz 2018 in Aarhus ist jetzt geöffnet.

Surveillance Beyond Borders and Boundaries

Der Frühbucherrabatt endet am 15. April!

Zuckerberg, Bentham und Surveillance Capitalism

Control under surveillance capitalism: from Bentham’s panopticon to Zuckerberg’s ‘Like’

Songs und Filme zu Überwachung

Die spanische Kollegin Gloria González Fuster hat auf ihrem gleichnamigen Blog wunderbare Listen zu Songs und Filmen zu den Themen Privacy und Überwachung erstellt. © gloria gonzález fuster

Für alle Popkultur-Freaks unter euch, ist das ein lohnenswerter Besuch!

Call for Abstracts: Surveillance Cultures

Für die Ausgabe im kommenden Winter – Issue 6, Winter 2018.

Einsendeschluss für Vorschläge und Abstracts: 30.3.2018.

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Rezension: The End of Policing

Rezension: zusammen mit Criminologia-LogoKopie

Alex S. Vitale: The End of Policing. Verso, London / New York, 2017.

von Nils Zurawski, Hamburg

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Vorträge online

Die Vorträge der Ringvorlesung “Daten, Algorithmen, Kontrolle der Zukunft” sind online.

Dazu gibt es Extra-Infos zu einzelnen Vorträgen, Filme, Links und Literatur.

James Bulger und die Videoüberwachung

Es ist sicherlich kein schönes Jubiläum, aber nach 25 Jahren durchaus ein Anlass daran zu erinnern. Der Fall des Kleinkindes James Bulger, der von zwei 10-Jährigen aus einer Shopping Mal entführt und auf Bahngleisen getötet wurde hat nicht unwesentlich zur Ausweitung der Videoüberwachung in Großbritannien geführt. Ob es geholfen hat, steht auf einem anderen Blatt.

Radio Bremen erinnert daran (bereits am 12.2.2018) in seiner Reihe “As time goes by”. Direktlink: 12.2.1993: Kinder begehen grausames Gewaltverbrechen.

Die Hintergründe kann man auch im Guardian aus dem gleichen Anlass lesen. Die mittlerweile Erwachsenen Täter sind inzwischen frei, die Überwachung explodiert, und es bleibt weiterhin fraglich, ob solche zugegebenermaßen sehr seltenen Verbrechen dadurch verhindert werden können. Anlass für den ohnehin vorhandenen Wunsch, den öffentlichen Raum zu überwachen, werden sie auch in Zukunft bleiben, wie andere auch. Gelöst hat die Videoüberwachung diese Art gesellschaftlicher Verwerfungen nicht und wird es auch in Zukunft eher nicht tun.

Ausstellung: [CONTROL] NO CONTROL

Hinweis auf die kommende Ausstellung [CONTROL] NO CONTROL der Hamburger Kunsthalle, vom 8.6.-26.8.2018:

Die Ausstellung [CONTROL] NO CONTROL der Hamburger Kunsthalle ist Teil der Triennale der Photograhie 2018, die unter dem übergeordneten Motto Breaking Point – Searching for Change nach Bildern sucht, die Bruchstellen thematisieren. Das Fotofestival versammelt Arbeiten, die gegebene Zustände sichtbar machen und damit Veränderungen ermöglichen können. Die Ausstellung  [CONTROL] NO CONTROL präsentiert rund 80 Werke aktueller künstlerischer Positionen aus der Sammlung der Hamburger Kunsthalle, aus Privatbesitz und anderen Museen. Im Nebeneinander und in der Konfrontation spiegeln und erfragen die ausgewählten Arbeiten die vielfältigen Wirkungsweisen von Macht durch Kontrolle. Sie zeigen künstlerische Strategien, die der Überwachung Widerstand leisten oder den Kontrollverlust als ein positives Moment einsetzen.

Predictive Policing, Immigration und Silicon Valley

Über Predictive Policing, die vorausschauende Polizeiarbeit wird derzeit viel geredet. Geht das, geht das nicht? Was heißt Vorhersagen, was passiert da und wie sicher sind diese Algorithmen. U.a. hat Simon Egbert dazu einen sehr schönen Vortrag in der Ringvorlesung Daten, Algorithmen, Kontrolle der Zukunft gehalten (am 8.1.2018).

Die Software hinter vielen Programmen dieser Art digitaler, post-moderner und zukünftiger Polizeiarbeit sollte dabei nicht nur im Hinblick auf die Algorithmen betrachtet werden, sondern auch hinsichtlich sonstiger Nutzung und der mit ihnen verbundenen ökonomischen und politischen Macht.

Mehrere Geschichten haben im letzten Jahr die Zusammenhänge zwischen Palantir, der Firma von Peter Thiel, welche die Daten für viele der Anwendungen bereit stellt, dem Migrationsprogramm Donald Trumps und der Polizei thematisiert. Hier einen Blick drauf zu werfen lohnt sich sehr.

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Ergänzung: Doping und Überwachung

ECHR judgment fails to consider alternatives to ‘whereabouts’

Siehe auch meinen Kommentar zum Urteil.