Category: Rezension

Zur Biographie von Edward Snowden

Für das sozialwissenschaftliche Nachrichtenportal Soziopolis habe ich unter dem Titel Public Service eine Rezension von Edward Snowdens Biographie geschrieben. Beginnen tut sie mit einem Zitat, welches ich für zentral, nicht nur für das Buch, sondern für die Betrachtung von Staat, vor allem im Zusammenhang mit Geheimdiensten, halte.

Wenn man nicht in einem solchen Milieu groß geworden ist, muss man sich Fort Meade und seine Umgebung, ja vielleicht sogar den ganzen Beltway, als eine riesige Firmenstadt vorstellen. Seine Monokultur hat viele Gemeinsamkeiten mit Orten wie dem Silicon Valley, nur ist das Produkt des Beltway nicht Technologie, sondern die Regierung selbst.“ (S. 53)

Warum Künstliche Intelligenz?

Wie kam es von der Idee eines “complex information processing” zum Begriff der Künstlichen Intelligenz? Und was hat das mit ihrer Kontrolle zu tun?

Eine Rezension des Buches Human Compatible: Artificial Intelligence and the Problem of Control von Stuart Russell Viking (2019) in Nature gibt dazu ein paar Einblicke.

David Leslie: Raging robots, hapless humans: the AI dystopia (2.Okt. 2019, Nature)

Richard Sennett “Die offene Stadt”

Für Soziopolis habe ich eine Rezension von Richards Sennets Buch “Die offene Stadt” geschrieben.

Im Buch gibt es auch Anschlussmöglichkeiten für die Themen Kontrolle und moderne Stadt, wie ich in der Rezension auch festhalte:

Um Sennetts These einmal konkret nachzuvollziehen, möchte ich hier auf das meines Erachtens gelungenste Kapitel eingehen – Kapitel 6: Tocqueville in Technopolis. Für seine Gegenüberstellung von offener und geschlossener Stadt wählt er das Beispiel der so genannten Smart City. Diese Städte der Zukunft werden maßgeblich von digitaler Technologie mitbestimmt, die in ihre Infrastruktur eingewoben sein wird und auf diese Weise steuern oder gar bevormundend eingreifen kann. Sennett beschreibt die Möglichkeiten zur Nutzung der Smart City als koordinierend oder vorschreibend. Die erste Variante ergänzt sich Sennett zufolge ideal mit dem Konzept einer offenen Stadt(entwicklung) und symbolisiert diese, während die zweite, vorschreibende Variante eine geschlossene Stadt nach sich zieht. Als Beispiel für Letzteres führt der Autor das Googleplex in New York an, ein geschlossener Ort, den Sennett als eine Art Ghetto bezeichnet. Innerhalb dieses Komplexes sollen die Angestellten möglichst wenig mit den Profanitäten des täglichen Lebens in Berührung kommen, sie sollen sich auf die Arbeit konzentrieren, möglichst rund um die Uhr.