Archiv für Forschung/Theorie

CfP für Sammelband “Surveillance, Race, Culture”

Liebe Kollegen,

über den Newsletter der British Association for American Studies bin ich auf folgenden Call for Papers für einen Sammelband mit dem Titel “Surveillance, Race, Culture” aufmerksam geworden. Vielleicht ist er ja für jemanden interessant:

Surveillance, Race, Culture
Call for Papers

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Habilschrift zu Raum und Überwachung online

00000972_000Meine 2014 erschienene Habilschrift Raum – Kontrolle – Weltbild. Raumvorstellungen als Grundlage gesellschaftlicher Ordnung und ihrer Überwachung ist als open access-Publikation nun online verfügbar.

Sie ist unter einer Creative Commons Lizenz erhältlich. Creative Commons Lizenzvertrag

Zu dieser Lizenz hier noch ein paar Gedanken.

 

Zygmunt Bauman 1925-2017

Der Soziologe Zygmunt Bauman ist tot.

Neben seinen Analysen der Moderne/Postmoderne hat er auch wichtige Stichworte für die Forschung und Diskussion zu Überwachung geliefert, zuletzt zusammen mit DAvid Lyon in dem Buch: Liquid Surveillance (deutsch: Daten, Drohnen, Disziplin).

Einen kurzen Abriss zu seinem Leben gibt es z.B. bei Zeit Online.

Bei bei SWR2 vom 13.11.2015 kann man einen Beitrag zu Zygmunt Baumans Kritik der Moderne hören (und lesen): In der Ego-Falle.

Hören und sehen kann man ihn auf der re:publica.

Überwachung und Privatheit post Snowden.

Gerade ist ein kleiner Tagungsband an der Uni Rostock erschienen.

Überwachung und Privatheit in der Ära nach Snowden. Ein Dialog.
Herausgegeben von: Peter A. Berger,  Robert Brumme & Clemens H. Cap. Rostock 2016. ISBN: 978-3-86009-464-8

darin mein Beitrag: Nils Zurawski: Freiheit, Sicherheit, soziale Kontrolle und der Konsum der Überwachung. Soziologische Gedanken zum Leben in der digitalen Gesellschaft.

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Big Data und Überwachungs-Rhetorik

Das Projekt “Data sousveillance” beschreibt sich selbst so: An analysis of cultural and congressional surveillance rhetoric over time. Es ist eine Forschung innerhalb der Digital Humaities, die inzwischen viel mit BigData-Analysen und deren Visualisierung arbeiten.

Interessant ist es auf jeden Fall, es lohnt also einen Blick.

Analysis/Findings

Calling on texts from mainstream & alternative news sources as well as the congressional record this project uses data mining & sentiment analysis to sousveil public rhetoric surrounding surveillance in American popular media over the last 40 years.

Bunte Brillen vs. Gesichtserkennung

Forscher der Carnegie Mellon University haben eine Methode entwickelt, automatisierte Gesichtserkennung zu umgehen, ohne sich auffällig maskieren zu müssen: Mit bunten, selbst gedruckten Brillenrahmen wird Reethe Witherspoon von den Algorithmen als Russel Crowe identifiziert (siehe Studie):

Accessorize to a Crime: Real and Stealthy Attacks on State-of-the-Art Face Recognition.

In this paper, we focus on facial biometric systems, which are widely used in surveillance and access control. We defi ne and investigate a novel class of attacks: attacks that are physically realizable and inconspicuous, and allow an attacker to evade recognition or impersonate another individual. We develop a systematic method to automatically generate such attacks, which are realized through printing a pair of eyeglass frames.

Mehr Berichterstattung hier.

Neue Folge der Ideengeschichte der Privacy

Ideengeschichte des Privacy by Design – Teil 5: Die Zurückeroberung der Nutzersouveränität

Teil 5 von 7 – es lohnt sich also dranzubleiben.

Überwachung: Wer verändert was oder wen?

The Conversation hat vor ein paar Wochen einen Artikel zum ewigen Thema “Data surveillance is all around us, and it’s going to change our behaviour” publiziert.

Aber warum die Frage nicht einmal umdrehen: Ändert unser Verhalten nicht auch die Überwachung? Sonst sind wir nur die amorphen Anhängsel technologischen Entwicklungen und das wäre zu kurz gedacht und würde auch jede Alternative, Gegenwehr oder widerständiges Verhalten obsolet werden lassen.

Gesichtserkennung in den USA: umfassend, schlecht reguliert und rassistisch

Mehr als die Hälfte aller erwachsenen US-Amerikaner sind in polizeilichen Datenbanken zur Gesichtserkennung erfasst. Die Behörden nutzen unter anderem Datenbanken, in denen Fotos von Führerscheinen und Ausweisen gespeichert sind. Afroamerikaner werden vom System besonders benachteiligt. – Das sind einige der zentralen Erkenntnisse, die das Center on Privacy & Technology  an der Georgetown Universität in einem aktuell erschienen Bericht (Autor/innen: Clare Garvie, Alvaro Bedoya, Jonathan Frankle) veröffentlicht hat: The Perpetual Line Up.

Combining FBI data with new information we obtained about state and local systems, we find that law enforcement face recognition affects over 117 million American adults. It is also unregulated. A few agencies have instituted meaningful protections to prevent the misuse of the technology. In many more cases, it is out of control.

Die Website Perpetual Line Up stellt Aufbau und Ergebnisse der Studie ausführlich vor. Weitere Berichte: The Guardian, Boing Boing.

Report: die unternehmerische Überwachung

noc322Cracked Labs, das Institut für kritische digitale Kultur, hat einen Report veröffentlich, der einen Blick lohnt.

Networks of Control. A Report on Corporate Surveillance, Digital Tracking, Big Data & Privacy by Wolfie Christl and Sarah Spiekermann.

 

Überwachung in Afrika

Die African Studies Review der African Studies Asscociation hat gerade eine Ausgabe zu Surveillance in Africa veröffentlicht.

Volume 59 – Issue 2 – September 2016

Angesichts der Dominanz westlicher Sichtweisen und westlicher Forschungsfoci, ist so ein Unterfangen mehr als überfällig. Ich habe mal den Inhalt aufgeführt.

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Ideengeschichte und Datenschutz

Christiane Schulzki-Haddouti hat auf dem Datenschutzblog die Ideengeschichte des Privacy of Design zusammengefasst. Lesenswert, auch weil Geschichte immer wichtig ist um die Gegenwart zu verstehen, wenn vollendet dann insgesamt 7-teilig und kurzweilig.

Ideengeschichte des Privacy by Design – Teil 1: Die Hand im Bienenstock