Archiv für Polizei/Militär/Geheimdienst

GCHQ: Welche Umfrage darf es sein

(c) Greenwald

 

So langsam erschüttert eigentlich nichts mehr, was die Snowden-Enthüllungen angeht – auch nicht was die Dienste sich so einfallen lassen. Der britische GCHQ versucht es zur Abwechslung mal mit der Beeinflussung von Umfragen und falschen Infos.

Wir haben es schon immer geahnt, dem Internet kann man nicht trauen… und weil das Bild dazu so gut war, wollte ich es euch nicht vorenthalten.

Hacking Online Polls and Other Ways British Spies Seek to Control the Internet

cfp: Netzwerk Terrorismusforschung

Der Call for Papers für den 15. NTF-Workshop ist da!

Erstmals hat sich das Netzwerk Terrorismusforschung e.V. Verstärkung ins Boot geholt: der Bund Deutscher Kriminalbeamter, der gewerkschaftliche Berufsverband der deutschen Kriminalpolizei, ist diesmal unser Partner. Damit stärken wir vor allem die Transdisziplinarität und hoffen auf rege Diskussionen zwischen Wissenschaft, Behörden und Politik!

Das Schwerpunktthema diesmal:

Aktuelle Dimensionen der Terrorismusforschung: Entwicklungsformen und Grenzbereiche von Terrorismus und anderen Kriminalitätsphänomenen

Mehr dazu im CfP.

Konferenz: Technik und Protest

Zwischen Innovation, Akzeptanzmanagement und Kontrolle

An der TU Berlin findet im September (22./23.) eine Tagung zum Thema “Technik und Protest. Zwischen Innovation, Akzeptanzmanagement und Kontrolle” statt. Ein Panel befasst sich mit “Big Data, Überwachung und der Kultur der Kontrolle” (mit Beiträgen u.a. zu Videoüberwachung von Demonstrationen, Profiling und Tracking von Aktivist/innen).

Die Veranstalter/innen haben dazu einen Call for posters, media presentations and artistic interventions ausgeschrieben. Weiterlesen

Der BND zieht um

So sieht also der Geheimdienst von innen aus – die Banalität ist das eigentlich irritierende und sollte den Betrachter nicht täuschen, worum es hier im Kern immer noch geht.

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Foto: Martin Schlüter.

Die Bilder sind nicht ganz neu, aber ich war im Urlaub und daher ging das an mir vorbei. Nun hat tagesschau.de (recht spät) nachgelegt und die Bilder noch einmal veröffentlicht – zur Ausstellung in München. Ich habe ein paar Quellen gefunden, wo verschiedene Bilder dieser Arbeit des Fotografen Martin Schlüter zu sehen sind und eine Rezension von netzpolitik.org.

Ausstellung in München: Spotlights auf den BND (tagesschau.de)

Nachts schlafen die Spione (DW)

Nachts schlafen die Spione (Zeit online)

Rezension: Nachts schlafen die Spione – Letzte Ansichten des BND in Pullach (netzpolitik.org)

Webseite von Martin Schlüter

Blogparade zu Geheimdienstschnüffelei

Die Humanistische Union veranstaltet eine Blogparade mit der Überschrift “Deine Daten bei Geheimdiensten. 1. Teil: Verfassungsschutz

Welche Daten gibst du freiwillig und unfreiwillig an Geheimdienste? Und was machen die damit? Diesen Fragen wollen wir aus unterschiedlichen Perspektiven und mit dem Fokus auf verschiedene Geheimdienste in der Blogparade nachgehen.

Lesen lohnt sich bestimmt.

Pre-Policing: Vor dem Verbrechen sein

Das Feature: Präventive Polizeiarbeit – Der Traum von der heilen Welt (Teil I), welches am 5. Juni bei DeutschlandRadio Kultur lief ist durchaus hörenswert. Der Autorin Lydia Heller hat hier eine gute Zusammenfassung und Analyse eines aktuellen Themas gelungen, mit guten Beispielen und Kommentaren aus der Wissenschaft. Schön, dass das Feature mit folgendem Zitat beginnt:

“Wir haben das System der Bestrafungen und Gefängnisse erfolgreich abgeschafft. Wie wir alle wissen, haben Strafen einen Täter niemals wirklich abgeschreckt. Und für die, die getötet worden sind, waren sie wohl kaum ein Trost.” — Philip K. Dick, The Minority Report. Kurzgeschichte, 1998

Statement kanadischer Privacy-Experten

Es ist zwar weit weg, aber warum sollte es nicht interessant sein, was die anderen machen.

Canada’s leading privacy experts unite behind Ottawa Statement, offer high-level proposals to rein in mass surveillance

Over 35 leading academics and 19 organizations sign on in support of the Ottawa Statement on Mass Surveillance, which sets out what needs to be done to protect Canadians from out-of-control mass surveillance

Mehr Schulterkameras für hessische Polizei

Bereits seit einem Jahr erprobt die Polizei in Frankfurt/Main den Einsatz von Mini-Kameras, die an der Uniform befestigt sind. Mit ihrer Hilfe sollen Polizisten auf Streife insbesondere vor Übergriffen geschützt werden und ggf. Beweismaterial aufzeichnen können. Nun wird der Pilotversuch auf weitere Städte (Offenbach und Wiesbaden) ausgeweitet.

Berichterstattung auf hr-online, Süddeutsche Zeitung.

Geheimdienste im Fokus

Das aktuelle Heft von Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ) hat die Geheimdienste zum Thema und trägt den Titel “Überwachen”. Darin auch ein Artikel von mir zu Geheimdiensten und dem Konsum der Überwachung – neben anderen historischen, politischen und soziologischen Analysen.

Aktuelles Heft (18/19 2014) – auch zum Download.

Feature zu Staatstrojanern

Das ARD-Radiofeature widmet sich einem wie ich finde etwas in den Hintergrund geratenem Thema, dem Staat und seinen Trojaner.

Deutsche Politiker und Behörden sind keineswegs nur Opfer digitaler Ausspähung, sondern lassen selbst massenweise private Computer durchsuchen: vom Screenshot bis zum Telefonat. In vertraulichen und geheimen Dokumenten bezeichnet der Generalbundesanwalt das Einschleusen von „Trojanern“ als „rechtlich unzulässig“.

Sendetermine und ein Download sind auf der Webseite zu finden.

Die Kriminalität der Zukunft

Die zu kennen ist zu ihrer Verhinderung bestimmt wichtig. Wie aber schon häufiger berichtet haben Predictive Policing und andere Strategien so ihre Tücken.

Nun berichtet Marc Goodman, ein ehemaliger Polizist, bei einem TED talk, wieso die technologische Entwicklung eine Gefahr darstellt, denn auch die Bösen können sie nutzen. Mehr oder weniger unreflektiert breitet er hier ein Szenario aus, deren Argumentation mitreißend, aber letztlich lückenhaft bleibt. So hätten die Narcos in Mexiko eigene Handy-Netze – Verbrecher mit Technologie und das droht uns bald überall. Sieht man sich das spezielle Problem in Mexiko näher an, so sieht man, dass es sich hier um einen Staat im Staat handelt – und der alte Staat wohl auch bis zum Hals mit dem anderen in Personen verquickt ist, aber das ist alles nicht so wichtig hier.

Insgesamt trifft auch für diesen TED talk die Kritik zu, die ein Kolumnist des New Statesman bereits 2012 so schön formuliert hat:

In the cult of TED, everything is awesome and inspirational, and ideas aren’t supposed to be challenged, says Martin Robbins.

Gefahrengebiete verletzten Grundrechte

Der Hamburgische Datenschutzbeautragte hat ein Rechtsgutachten zu den Gefahrengebieten erstellt – und stellt wenig überraschend fest, dass hier Grundrechte verletzt worden sind.

Das Ding ist lang, aber lohnenswert.