Kategorie: Internet/social media

Vom Techniker zum Staatsfeind

Eine aktuelle Buchempfehlung: „Wiring Up The Big Brother Machine…And Fighting It“ von Mark Klein.

Whistleblower Mark Klein tells the story of the illegal government spying apparatus installed at an AT&T office by the National Security Agency, and his battle to bring it to light and protect Americans’ 4th Amendment rights.

Informationsfreiheit und ihre Umsetzung

Informationsfreiheit ist wertlos, wenn sie nicht in Anspruch genommen wird. Während die deutsche Website befreite-dokumente.de des Chaos Computer Clubs (CCC) wohl als Reinfall bezeichnet werden muss, findet man in den USA durchaus Modelle, die die unkomplizierte Suche in Dokumenten anbieten, die unter den Freedom of Information Act (FOIA) fallen. Die Electronic Frontier Foundation (EFF) hat nun ein neues Tool vorgestellt, welches die Suche in tausenden von „befreiten“ Dokumenten ermöglicht.

The big plot – Verschwörung im Internet

„The big Plot” is a romantic spy-story played on the info-sphere. It looks at the role of espionage in intrusions into people’s internet lives, the dysfunctional sociality that is being created by media communications, the political use and exploitation of social networks.

Ich würde sagen, einfach reinschauen – mir war auf Anhieb nicht klar, was da passiert, aber es sah interessant und ziemlich schräg aus.

Steter Tropfen höhlt den Stein

Selbstverständlich darf auch an dieser Stelle ein Hinweis auf die Studie „Enhancing Child Safety and Online Technologies“ der Internet Safety Technical Task Force nicht fehlen. Sie wird derzeit fleißig diskutiert, denn in Sachen Jugendschutz und Internet (bzw. Digitalisierung) gibt es erneut ein Fazit, welches Wissenschaftler freut (wenngleich auch nicht sonderlich überrascht) und zahlreiche Politiker ärgert: Technische (Zensur-)Maßnahmen allein reichen nicht. Stattdessen ist Medienkompetenz gefragt. Auch wenn wir das schon Dutzende Male in Seminaren, Vorträgen und Papers propagiert haben, so kann es nicht schaden, nochmals darauf hinzuweisen. Daß einige hartgesottene Politiker sich aufgrund solcher Studien jedoch von ihren „einfachen Lösungen“ lösen werden, darf bezweifelt werden. Aber so ist das nunmal mit der Digitalisierung: Einfache Lösungen sind selten.

CU@Berlin?

Mal ne Frage an die geneigte Leser- und Mitautorenschaft: Ist eigentlich jemand auch auf dem CCC dieses Jahr? Laut Fahrplan wird es ja wie gewohnt spannend, ich werd mich ab dem 28. auch dort sehen lassen, falls jemand aus diesem Kreise Lust auf spontane Treffen und Mate-Ausschweifungen hat, würde ich ein Treffen via Twitter-Orga vorschlagen, man liest sich via hastag #ccc.

Meine Privatsphäre ist auch deine

Die New York Times fragt in einem sehr guten Bericht nach der Kollektivität von Privatsphäre – denn was jemand über mich weiß, dass weiß er auch über andere, wann und wo, mit wem und warum ich mich dort oder hier oder anderswo aufgehalten habe – vorrausgesetzt ich geben ihm bestimmte Einblicke in meine Leben – und das meiner Freunde, Partner, Verwandten oder auch nur zufälligen Bekanntschaften und Kontakten. Manches holen sich die Data-Mining-Agenten auch selbst….

You’re Leaving a Digital Trail. What About Privacy?

Propelled by new technologies and the Internet’s steady incursion into every nook and cranny of life, collective intelligence offers powerful capabilities, from improving the efficiency of advertising to giving community groups new ways to organize.

But even its practitioners acknowledge that, if misused, collective intelligence tools could create an Orwellian future on a level Big Brother could only dream of.

(Danke an Elia Zureik für den Hinweis)

Privatsphäre in Social Networks

Eine interessante Studie des Fraunhofer-Instituts für Sichere Informationstechnologie ist erschienen: Privatsphärenschutz in Soziale-Netzwerke-Plattformen. Das Fazit aus der Sicht der Userinnen und User: ernüchternd. Ein Beispiel: Teilweise waren Daten wohl auch dann von außen einsehbar, obwohl dies so nicht von den Plattformbetreibern vorgesehen war. Der Ratgeber führt zahlreiche passende, aber auch manchmal nicht mehr ganz so neue Tipps auf. Trotzdem ist die Studie auf jeden Fall einen Download wert.

Google verkürzt die Haltedauer von IP-Daten

Statt 18 bis 24 Monaten gibts nun nur noch neun: Google verkürzt die Haltedauer der IPs bei Suchanfragen auf neun Monate. Dies ist nicht nur deshalb interessant, weil Google freilich selber Zugriff auf die Daten hat, sondern weil sie auch Unternehmen im Rahmen von Rechtsstreitigkeiten in die Finger fallen können:

In yesterday’s announcement, Google acknowledged that „privacy leaders also highlighted the risks of litigants using court-ordered discovery to gain access to logs, as in the recent Viacom suit.“

Die Verkürzung der Speicherfrist ist somit ein wichtiger Schritt in Richtung einer ausgewogenen Balance zwischen Nutzer- und Firmeninteressen.