Kategorie: Internet/social media

Mobilität und allgegenwärtige Überwachung

Im Rahmen der britischen JISC Initiative Living Books about Live – ist ein open access Buch zum Thema Ubiquitous Surveillance erschienen.

While not everyone in the late 90s could be characterized as a cyberutopian, the dominant mood harbored a sense that the digital network would bring with it newfound, unregulatable freedoms […..] Flash forward fifteen years and the present looks significantly different from the one envisioned in the 1990s. Instead of a future of Second Life and virtual worlds, we ended up building one that more closely resembles Minority Report. Advances in technology, an increasingly regulated and monitored digital network, and a general atmosphere of securitization have yielded a world of ubiquitous, if not always visible, surveillance.

Der Inhaltverzeichnis liest sich gut und weckt die Neugier – vor allem weil es sich um Autoren und thematische Perspektiven handelt, die nicht so oft prominent vorkommen – hauptsächlich aus einem eher technische, Computer, Mensch-Maschinen-Interface, Medien Kontext. Vor allem geht es um Mobile Anwendungen und die Folgen und Konsequenzen im Zusammenhang mit Überwachung. Es könnte sich also durchaus lohnen.

Internet und Überwachung – neues Buch

Die Kollegen Cjristian Fuchs, Kees Boersma, Anders Albrechtsl und  Marisol Sandoval haben ein Buch zum Internet und den Herausforderungen hinsichtlich der Überwachung herausgegeben:

Internet and Surveillance: The Challenges of Web 2.0 and Social Media.

2011, New York: Routledge. ISBN 978-0-415-89160-8. EU, COST Publication. 332 pages.

Here, contributors explore this changing landscape by addressing topics such as commercial data collection by advertising, consumer sites and interactive media; self-disclosure in the social web; surveillance of file-sharers; privacy in the age of the internet; civil watch-surveillance on social networking sites; and networked interactive surveillance in transnational space.

Wissenschaftler gegen Cyber-Surveillance /Online-Überwachung

Ein Video vom Surveillance Studies Centre in Kingston, Ontario in einem Video mit dem Titel: „(Un)Lawful Access: Experts Line Up Against Online Spying“. Schön die Kollegen auch mal zu sehen nicht immer nur zu lesen. On das engliche Cyber-Surveillance sich adäquat mit Online-Überwachung übersetzen lässt, sei dahingestellt, ihr wisst ungefähr was gemeint ist.

Piratenerfolg

Es wirkt fast irreal. Mit 8,9% der Stimmen ziehen die Piraten ins Berliner Abgeordnetenhaus. Die voraussichtlich 14 Mandate können sie mit ihrer 15 Personen umfassenden Liste gerade so auffüllen.
Ein Bundestrend ist das sicherlich nicht. Auffällig ist nämlich ein Spezifikum der Berliner Piratenpartei. Mehr als andere Gliederungen der Organisation in der Vergangenheit hat sie mit mehr als ihren ureigenen Themen punkten können. Es ging also nicht nur um freien Netzzugang, Gegnerschaft gegen Onlineüberwachung oder gegen Überwachung im allgemeinen. Vielmehr haben zumindest die Berliner Piraten den ersten Schritt aus der Single-Issue-Ecke gewagt und Zustimmung auch mit anderen Themen erzielt. Auch wenn sie niemand so recht ernst nimmt – besonders die anderen Parteien und diverse Medienkommentare üben sich doch in einer recht paternalistischen Attitüde – „wilderten“ sie erfolgreich mit verschiedenen Fragen im Bereich der libertären Linken. Auf ihrer Agenda standen auch Grundeinkommen, Stopp der Privatisierungspolitik, Wahlrechtsausweitung, Transparenz und Ausweitung demokratischer Mitbestimmung. Nun heißt es gespannt sein, wie sie ihre abstrakten Forderungen in konkrete politische Projekte umsetzen.

Löschanträge wirken

Netzsperren sind das Mittel der Wahl bei Kinderpornographie? Sieht wohl nicht so aus:

– Im Januar hat das BKA aufgrund von gemeldeten Websites mit Kinderpornografie insgesamt 143 Seiten Mitteilungen ins Ausland versandt. 81 Prozent der Seiten lagen bei Providern in drei Staaten (33 Prozent USA, 33 Prozent Russland, 15 Prozent in Kanada).
– Eine Woche nach Versand der ersten Mitteilung hatten die Provider 68 Prozent der beanstandeten Seiten gelöscht, nach zwei Wochen waren 93 Prozent der Seiten gelöscht.
– Nach vier Wochen und zwei weiteren Mahnungen waren 140 der im Januar gemeldeten 143 Seiten gelöscht.

(Quelle: SpOn; mit eigenen Hervorhebungen)

Der große Bruder und das digitale Utopia

Das e-Journal Digital Icons hat seine 3. Ausgabe dem Thema Überwachung gewidmet und kann online hier gelesen werden:

Between Big Brother and the Digital Utopia: e-Governance in Post-Totalitarian Space

Aus dem Editorial:

The third issue of Digital Icons explores the practice of e-participation and e-governance in post-Soviet, post-communist countries, focusing on three main geographical areas, Central Europe (Slovakia), Russia, and Central Asia. e-Governance is understood in broad terms as a multi-faceted phenomenon that encompasses (un-)regulated socio-political and cultural practices that foster public debate, facilitate community building and ensure transparency and accountability of official and alternative actors of power.

Erkennt man Sie anhand Ihres Browsers? Teil 2

Ab sofort gibt es das aktuelle White Paper der Electronic Frontier Foundation (EFF) zum Thema Browser Uniqueness. Das Ergebnis in aller Kürze:

EFF UNVEILED RESULTS FROM THE „PANOPTICLICK“ BROWSER
PRIVACY PROJECT, which demonstrated that more than
8 in 10 people use browsers with unique, trackable
signatures. Having a distinct browser signature means your
individual movements on the web may be easier to track,
and several companies are already selling products that
claim to use browser fingerprinting to help websites
identify users and their online activities.