Category: Kultur/Kunst

Dokumentarfilm zu 5Eyes

ISpy with my 5 Eyes – ein Dokumentarfilm zum Spionagenetzwerk 5Eyes. Sehr aufwändig gemacht mit einer schicken Webseite.

….. is an interactive think-piece about the Five Eyes alliance and contemporary surveillance issues that features prominent scholars, activists, privacy advocates, intelligence agency officials, hackers and whistleblowers from around the world. The film explores the tensions between governments, intelligence agencies and individuals as data collection grows and personal privacy is eroded.

Diskussion: Surveillance Studies und Bildgeschichte

»Surveillance Studies« und Bildgeschichte

Die Paneldiskussion im Museum für Fotografie Berlin fragt nach der Geschichte der Überwachung und ihrer Bilder. Wie trägt die Bildgeschichte dazu bei, Überwachungspraktiken vorheriger Epochen zu beleuchten? Wie kann das historische Wissen der Bilder fruchtbar eingesetzt werden, um aktuelle Entwicklungen zur Überwachung klarer zu fassen? Eingeladen sind alle Interessierten, die sich direkt oder indirekt mit der Bildgeschichte der Überwachung befassen.

Mit Dr. Andreas Bienert, Dr. Ulrike Boskamp, Dr. Dietmar Kammerer und Dr. Michalis Valaouris (Moderation).

Freitag, 14. Oktober 2016, 16–17.30 Uhr
Museum für Fotografie Berlin, Jebensstr. 2, 10623 Berlin

cfp: Konferenz “Surveillance, Form, Affect”

An der Education University Hong Kong findet im Dezember 2016 (7.-9. Dezember 2016) eine Konferenz mit dem Titel “Surveillance, Form, Affect” statt. Dr. Jeffrey Clapp, der Organisator, bat mich, die Veranstaltung auch in der hiesigen Surveillance Studies Community bekannt zu machen, was ich natürlich gerne tue.

Alle weiteren Informationen und der CfP sind unter folgendem Link zu finden:

http://www.surveillance-form-affect.com/

Das Spiel zum Panopticon

Ohne viele Worte – schaut selbst!

Prison Architect – das Spiel

Inhalt: Baue und verwalte ein Hochsicherheitsgefängnis. Die Uhr läuft, sobald die ersten Strahlen der Morgensonne auf das schöne Stückchen Land fallen. Du musst eine Zelle für die Hochsicherheitsgefangenen bauen, die in ihrem gelben Bus auf dem Weg zu deinem zukünftigen Gefängnis sind. Kaum haben deine Bauarbeiter den letzten Ziegel gelegt, musst du sie auch schon wieder antreiben, damit sie mit dem ersten richtigen Zellblock für die nächste Ladung Inhaftierte anfangen.

Ausstellung: Public, Private, Secret

Im International Center of Photography in New York gibt es ab Juni 2016 eine interessante Ausstellung mit dem Titel Public, Private, Secret. Mit dabei sind auch Fotografien von Kurt Caveziel, dessen Arbeit zum Weltüberwachungsbüro ich hier im Blog schon mal vorgestellt habe.

Public, Private, Secret is the premiere exhibition at the new ICP Museum, [……], the debut show and events program explore the concept of privacy in today’s society and studies how contemporary self-identity is tied to public visibility.

Über Kurz Caveziel gibt es außerdem einen Artikel bei Wired: This guy peers through people’s webcams to create art (6. Mai 2016)

Kann ich mal in ihr Telefon schauen?

Netter kleiner Film einer Guerilla-Attacke auf die persönlichen Daten der Mitbürger – die nur dann beunruhigt sind, wenn sie den Übergriff persönlich merken, obwohl der Staat (hier: UK) und Unternehmen ständig nichts anderes machen. Hier könnten sich interessante Fragen nach Anonymität, Privatsphäre und ihrer Wahrnehmung und Konstitution anschließen. (Die Fragerin ist herrlich in ihrer gespielten naien Dreistigkeit!!)

Buchneuerscheinung: Der asymmetrische Blick

Als Ergänzung zu diesem Posting, ein Hinweis auf eine Neuerscheinung:

Martin Blumenthal-Barby: Der asymmetrische Blick. Film und Überwachung. Paderborn: Fink 2016.

Martin Blumenthal-Barby interpretiert Filme, die Überwachung auf so verschiedenen Gebieten wie dem städtischen Leben, der militärischen Kriegsführung, der Erziehungspraxis und der religiösen Lehre behandeln. Doch sind es nicht allein diese thematischen Diskurse, die die behandelten Filme für eine Sondierung des Themas Überwachung prädestinieren. Überwachung stellt sich nicht als bloßes Thema dar, das von einer sicheren Betrachterposition aus zu erörtern wäre, sondern als Sichtweise, die wir selbst einnehmen, als Erfahrung, die wir selbst machen.

Weltüberwachungsbüro

Kurt Caviezel, Selfportrait (38)Nicht nur die NSA überwacht die Welt, sondern ein Künstler und Fotograf.

Das Weltüberwachungsbüro von Kurt Caviezel überwacht fotografisch – an einem von Ihnen gewählten Datum – die Welt während 24 Stunden.

Man kann die Arbeit von Kurt Caviezel auch als eine Art des Mapping begreifen. Ein Mapping der Transparenz gegen die heimliche Macht der Kameras.

Foto: ©Kurt Caviezel

Die Kontrolle zurück erobern…

Vleugel-B-gevangenis-Wolvenplein-1024x1024Eine Ausstellung gegen Überwachung und vor allem dazu, wie man die Kontrolle möglicherweise zurück erlangt. In Utrecht, in einem alten Knast, Hacking Habitat.

Der Deutschlandfunk hat einen Bericht dazu: Auflehnung gegen digitale Kontrolle (4.3.2016).

 

The good news is: we’re taking control back into our own hands. The international art exhibition HACKING HABITAT will open on February 26th in a former prison, the perfect place to experience what control feels like. Socially engaged and critical, but also humorous and optimistic.