In der taz vom 21.6. hat Malte Engeler etwas dazu geschrieben, warum die KI vor allem das Mittelmaß unterstützt und einer emanzipatorischen Gesellschaft entgegensteht.
Künstliche Intelligenz. Denken wie das verbreitete Mittelmaß, von Malte Engeler, 21.6.2026.
Darin formuliert er auch diesen Gedanken:
Das kann sie auch deshalb, weil die gängige Kritik es nicht vermag, KI grundsätzlich infrage zu stellen. Dieses Scheitern ist Symptom dessen, was der Physiker Dan McQuillan im Magazin Vice als „KI-Realismus“ bezeichnete: der kollektiven Unfähigkeit, sich eine Welt ohne KI vorzustellen. Diese Verengung des Horizonts hat Regulierung, Open Source, ethische Einhegung und das pflichtbewusste Sichberufen auf das innovative Potenzial von KI zum Limit dessen gemacht, was progressive Stimmen an Kritik formulieren können.
Und genau darum geht es und noch viel mehr darum, dass es eine Kultur der Künstlichen Intelligenz gibt, etwas aus dem sie hervorgekommen ist, Gedankenwelten, Philosophien und religiöse Weltdeutungen.
Es geht nicht nur darum ethisch zu entscheiden, wie KI gut (was immer das dann sein kann) zu benutzen ist, sondern ob und warum überhaupt!!
Anna-Verena Nosthoff hat zu den Urpsrüngen etwas in ihrem jüngst erschienen Buch Kybernetik und Kritik geschrieben (hier die Autorin im Podcast Future Histories dazu); ich selbst etwas bereits 2021 in Überwachen und Konsumieren, insbesondere im Kapitel „Bilder II: Nadeln im Heuhaufen – KI, Algorithmen und die Produktion der Wirklichkeit“.
Über Religion, KI und die Vorstellungen einer neuen Welt schreibe ich in einem nächsten Post. Auch da gibt es gegenwärtig einiges an Gedanken.
