Die Zukunft der Gesichtserkennung

Ich wollte schon längst ein paar Eindrücke von der letzten Surveillance-and-Society-Konferenz geschrieben haben, die im Juni in Lille stattgefunden hat. Ein immer wiedre sehr schönes Treffen mit tollen Kolleg:innen, die ich zum Teil schon seit über 20 Jahren kenne und vielen neuen Kolleg:innen und Wissenschaftler:innen, die vielversprechende neue Themen oder neue Perspektiven auf ältere Themen haben, wie z.B. die automatische Gesichtserkennung. Ich schaue mal, dass ich ein paar der Themen, die mich dort begeistert haben, hier nach und nach vorstelle.

Dieses Jahr lag der Schwerpunkt auf der „Planetary Surveillance“, ein weiterer Konferenztitel, der alles und nichts bedeuten kann. Ein paar Vorträge nahmen sich dem aber wirklich an, dazu später mehr.

Heute ein Artikel zum Thema Gesichtserkennung durch die Polizei. Die träumt in ganz unterschiedlichen Ländern schon lange davon und darf je nach Gesetzgebung mal mehr mal weniger als ihr lieb ist. Lachlan Urquhart und Diana Miranda haben dazu bereits 2022 diesen Artikel veröffentlicht. Sie saßen gemeinsam mit Bryce Clayton Newell, Marie Eneman, Jan Ljungberg, Tatiana Lysova im Panel „From Cameras to Infrastructures: Visual and Algorithmic Surveillance in Policing“.

Das Paper ist hier zu finden: Lachlan Urquhart & Diana Miranda (2022) Policing faces: the present and future of intelligent facial surveillance, Information & Communications Technology Law, 31:2, 194-219, DOI: 10.1080/13600834.2021.1994220