Noch ein Podcast: Systemeinstellungen

Nach Spycops scheint es mir logisch, auch auf diesen Podcast der Kolleg:innen von netzpolitik.org hinzuweisen: Systemeinstellungen

In unserem neuen Podcast „Systemeinstellungen“ erzählen wir die Geschichten von Menschen, die plötzlich ins Visier des Staates geraten.

Klicken Sie auf den unteren Button, um den Inhalt von netzpolitik.org zu laden.

Inhalt laden

Kameras und Bücher

Heute war die Vorstellung des Sammelbandes “Yes we’re open” auf der BiblioCon 2024 in Hamburg. Ich habe zu dem Band, der sich mit dem Konzept der Open Libraries beschäftigt, einen Beitrag zum Thema Kameras in Büchereien beigesteuert.

N. Zurawski: Dritte Orte und ihre Überwachung. Ein kritischer Blick auf den Einsatz von Kameras in Bibliotheken. In Sabine Wolf (Hrsg.) “Yes we’re open”. Open Libraries innovativ und praxisnah umsetzen. 2024 Wiesbaden: b.i.t. Online.

Überwachung weltweit

Im Panel Surveillance in Afrika & Afrikan Surveillance Studies, der SSN Working Group “Surveillance in the Majority World” auf der SSN 2024 Konferenz in Ljubljana gab es neben interessanten Diskussionsbeiträgen auch den Hinweis auf dieses Paper – frei zum Download.

Klicken Sie auf den unteren Button, um den Inhalt von paradigmhq.org zu laden.

Inhalt laden

Ausstellung: SSN Arts Prize

Ich sitze gerade in Ljubljana bei der SSN 2024-Konferenz und genieße Stadt, Kolleg:innen und die vielen sehr guten Vorträge.

Jetzt sitze ich der Preisverleihung bei. Zur dem so genannten SSN Arts Prize gibt es eine Ausstellung und die wollte ich euch nicht vorenthalten. Schaut vorbei, es gibt ein Video und ihr könnt die aktuellen wie auch die vergangenen Gewinner:innen und ihre Kunstwerke ansehen.

Hier die spezielle Seite für den Preis.

Außerdem die Rubrik auf der Seite von SSN

Klicken Sie auf den unteren Button, um den Inhalt von surveillance-studies.net zu laden.

Inhalt laden

Was ist eigentlich diese Digitalisierung?

Diese Recherche und Analyse von Bianca Kastl hat sie die Webseiten der Ministerien und Behörden durchforstet, die sich mit Digitalisierung auf Landes- bzw. Bundesebene befassen. Die Analyse zeigt, u.a. mit sehr anschaulichen Bildern der Bubbles (wörtlich und bildlich zu verstehen), worüber da so genau gesprochen wird. Es ist ja immerhin ein Zukunftsthema, auch wenn die Zukunft seit 25 Jahren begonnen hat (wenn man großzügig rechnet, sonst länger), aber manches in der Politik und vor allem in der Verwaltung braucht halt länger.

Die Recherche sind auch ohne großen Kommentar so gut und bemerkenswert, dass ich hier nicht auf den Hinweis verzichten wollte.

Klicken Sie auf den unteren Button, um den Inhalt von netzpolitik.org zu laden.

Inhalt laden

Wenn die KI eine KI datet …

… und für Dich die Partner:in wählt. Ernsthaft?

“There is a world where your dating concierge could go and date for you with other dating concierge … and then you don’t have to talk to 600 people,” she said during the summit.

NBC News, 10.5.2024

Damit man nicht selbst sich dem Stress des Datens oder Kennenlernen, Auswählens und des späteren Verliebens hingeben muss, kann das für einen eine KI erledigen, ein digitaler Concierge – so die Idee von Whitney Wolfe Herd, Gründerin von Bumble, einer Dating-App. Mal ganz abgesehen von der Zahl – wie datet die Frau und was meint Sie, wie das so funktioniert?

Wenn dann die KIs mit einander daten und auswählen, vielleicht stellen sie dann auch mal fest, dass sie ihre Menschen nicht mehr brauchen, die dann allein zu Hause bleiben, wenn die KIs heiraten und Zukunftspläne machen. Nicht meine Vorstellung einer neuen Welt, aber was weiß ich schon davon Wohl über die Menschheit zu bringen, um damit Geld zu verdienen – ganz im Sinn der Analyse von Eva Illouz und des Konsums der Romantik, jetzt ergänzt durch die schöne neue Welt der KI.

Verwildert das Internet!!

Man könnte sich durchaus fragen, was dieses Thema und das im Aufsatz geforderte Verwildern des Internet mit Überwachung und Kontrolle zu tun hat. Eigentlich alles. Geht es doch um die Kontrolle des Netzes durch die Kommerzialisierung, den Drang eine kommodifizierte Ordnung zu errichten, mit der die großen Tech-Firmen (Giganten?), vor allem die Marktförmigkeit und somit ihren Profit garantieren wollen. So klar ausgesprochen würden wir Internetnutzer das ja nicht wollen, daher wird es als Konsumspaß verbrämt annehmbar gemacht – wie ich ausführlich in Überwachen und Konsumieren ausgeführt habe.

Klicken Sie auf den unteren Button, um den Inhalt von netzpolitik.org zu laden.

Inhalt laden

Foucault und Flensburg

Nein, es ist kein historischer Fund, dass Foucault auch mal in Flensburg war – das wissen wir nicht. Anders als Hamburg, wo er wohl mal an der Uni eine Weile Zeit verbracht hat.

Nein, zum 50. Geburtstag von Flensburg, also der Verkehrsdatei (richtiger Name ist noch wesentlich länger) macht sich David Lauer Gedanken zu Überwachung und der Subjektivierung nach Foucault.

Deutschlandfunk Kultur (Sein und Streit) 5.5.2024: 50 Jahre Flensburg. Wenn Foucault im Auto mitfährt.

Ringvorlesung: KI und die Künste

Diese interessante Ringvorlesung ist mir gerade auf Bsky über den Weg gelaufen.

Ringvorlesung: KI und Medienumbrüche der Künste, immer montags 18.15-19.45 Uhr – allerdings in Marburg. Ob es einen Stream gibt, kann ich nicht sagen, auf der Webseite sieht es nicht so aus. Das aber soll eine Erwähnung nicht verhindern, denn die einzelnen Themen sind interessant und die Vortragenden sowieso.

Also wer in Marburg weilt oder in der Nähe, das ist bestimmt einen oder mehrere Besuche wert.

Rezension: Militarisation of Behaviours

Hier eine Rezension bei Kriminologie – Das Online-Journal (einer open access Zeitschrift)

Zurawski, N. (2024). Blazej Kaucz: The Militarisation of Behaviours. Social Control and Surveillance in Poland and Ireland. Kriminologie – Das Online-Journal | Criminology – The Online Journal1(6), 43–45. https://doi.org/10.18716/ojs/krimoj/2024.1.3

Auch wenn es nach Militär klingt, ist in dem Buch wenig zu Militär zu lesen. Warum es dennoch lesenwert ist, erörtere ich dort.