Zur Biographie von Edward Snowden

Für das sozialwissenschaftliche Nachrichtenportal Soziopolis habe ich unter dem Titel Public Service eine Rezension von Edward Snowdens Biographie geschrieben. Beginnen tut sie mit einem Zitat, welches ich für zentral, nicht nur für das Buch, sondern für die Betrachtung von Staat, vor allem im Zusammenhang mit Geheimdiensten, halte.

Wenn man nicht in einem solchen Milieu groß geworden ist, muss man sich Fort Meade und seine Umgebung, ja vielleicht sogar den ganzen Beltway, als eine riesige Firmenstadt vorstellen. Seine Monokultur hat viele Gemeinsamkeiten mit Orten wie dem Silicon Valley, nur ist das Produkt des Beltway nicht Technologie, sondern die Regierung selbst.“ (S. 53)

Surveillance Studies Lecture 2020

Die Surveillance Studies Lecture 2020 zur Preisverleihung des JournalistInnenpreis hat in diesem Jahr der Kollege Dr. Pak-Hang Wong gehalten. Der Vortrag wurde von Lecture2Go dokumentiert und kann hier angesehen werden. Ein Interview mit Pak werde ich demnächst in den Berichten aus Panoptopia senden. Der Titel seines Vortrages ist: Three Arguments for “Responsible Users”. AI Ethics for Ordinary People.

Ungewollt im Fernsehen

Der Filmemacher Martin Baer, Ko-Regisseur von Der illegale Film, einer Doku über die Kulturgeschichte des Fotografierens, war ungewollt im Fernsehen, wie SPIEGEL + berichtet (Paywall). Für Recherchen zum Film hatte er als Testperson am so genannten “Feldversuch” des Bundesinnenministeriums zur Gesichtserkennung am Berliner Südkreuz teilgenommen. Dann entschied Horst Seehofer, die umstrittene Passage aus dem Gesetzesentwurf streichen zu lassen, der es der Bundespolizei erlaubt hätte, Software zur Gesichtserkennung einzusetzen. In ihrem Bericht dazu (24.01.2020) zeigte die Tagesschau unter anderem das unverpixelte Porträt von Baer – obgleich den Testpersonen zugesichert worden war, dass ihre Bilder niemals an die Öffentlichkeit gelangen würden. Auf jeden normlan Zuschauer, so wird Baer zitiert, müsse es aussehen, als wäre er ein zur Fahndung ausgeschriebener Krimineller. Es wird vermutet, dass das Foto, das Baer und weitere Personen zeigt, während eines Pressetermins entstanden ist. In den Filmaufnahmen der Tagesschau vor Ort am Südkreuz sind alle Gesichter übrigens verpixelt worden.

BaP12: Science Fiction und warum man über Technik reden muss

Zum Todestag George Orwells

Heute am 21.1.2020 ist der 70ste Todestag von George Orwell. Mit dem Roman 1984 und dem “Big Brother” wurde er zum Stichwortgeber für die Warnungen vor Überwachung und mit den darüber evozierten Bildern und Ideen auch für die Forschung maßgeblich.

Was bedeuten diese Bilder heute, was liegt gegenwärtig an? Ein paar Fragen.

Surveillance Studies Journalistenpreise 2020 – die Gewinner

Das Forschungsnetzwerk surveillance-studies.org gratuliert den diesjährigen Gewinnern der Surveillance Studies-Preis 2020 für Journalist*innen.

Preisträgerin in diesem Jahr ist:

Anna Biselli für ein 3-teiliges Recherche-Projekt zur Sprach-IT des Bundesamt für Migrationund Flüchtlinge (BAMF), u.a.: „Die IT-Tools des BAMF: Fehler vorprogrammiert“ erschienen bei netzpolitik.org am 28.12.1018, weitere u.a. bei Vice.