Der Adventskalender

von Digitalcourage für 2017.

dc-adventstuerchen_2016-0

Zum Advent gibt es dort 24 verdauliche Häppchen zur Digitalen Selbstverteidigung.

 

Kameras als Kunst

Mehr Infos bei Rocco und seinen Brüdern, Texte und Bilder

Kameras und Prävention

Wenn man erstmal ein Thema hat, dann wird man es nicht immer so leicht los. Bei mir sind es die Videokameras. Hier zwei Interviews bzw. Texte, in denen ich zum Thema befragt worden bin.

Big Data und Überwachungs-Rhetorik

Das Projekt “Data sousveillance” beschreibt sich selbst so: An analysis of cultural and congressional surveillance rhetoric over time. Es ist eine Forschung innerhalb der Digital Humaities, die inzwischen viel mit BigData-Analysen und deren Visualisierung arbeiten.

Interessant ist es auf jeden Fall, es lohnt also einen Blick.

Analysis/Findings

Calling on texts from mainstream & alternative news sources as well as the congressional record this project uses data mining & sentiment analysis to sousveil public rhetoric surrounding surveillance in American popular media over the last 40 years.

Internet et vie privée

Für alle die des Französischen mächtig sind, hier ein Tipp: Francesca Musiani: Internet et vie privée en 40 pages.

Au croisement de la sociologie des techniques et du droit, ce livre explore les récentes évolutions de la vie privée à l’ère du numérique, en dévoilant les multiples tensions dont elle fait l’objet, la diversité de ses définitions et périmètres, la recherche constante d’un équilibre entre tutelle juridique et sauvegardes techniques, surveillance et protection, modèles d’affaires et transparence, droits du consommateur et libertés citoyennes.

BodyCams und keine Ende

Nun hat auch der niedersächsische Landtag, bzw. der Innenausschuss dort, über BodyCams beraten. Die sehr umtriebigen Macher von freiheitsfoo.de haben den gesamten Prozess dokumentiert. Lesenwert.

Dazu ein kürzliche erschienener Artikel, der einen guten Durchschnitt zeigt, wie das Thema diskutiert wird im allgemeinen, mit allen Floskeln und Ungenauigkeiten. Mit Kameras gegen Gewalt, Bayernkurier 2.11.2016

Und dann noch eine ganz neue Studie zu den BodyCams. Wer keinen Zugang zu der über einen Link verbundenn Studie hat, soll mir schreiben, ich komm da ran. Body-worn cameras associated with increased assaults against police, and increase in use-of-force if officers choose when to activate cameras.

Wenn die Wanzen abgehört werden

Das amerikanische Magazin The Atlantic hat in der Novemberausgabe einen interessanten Artikel zum Thema verfasst: Even bugs will be bugged.

Darin sind neben den bekannten Argumenten und Szenarien auch einige neue zu finden – und auch eine Referenz an Gary T. Marx und seinen Buch Windows into the Soul (hier rezensiert).

Weiterlesen

Rezension: Windows into the Soul

Rezension: zusammen mit Criminologia-LogoKopie

Gary Marx: Windows into the Soul: Surveillance and Society in an Age of High Technology. Chicago / London: University of Chicago Press, 2016.

von Hanna Reichel, Halle-Wittenberg

Weiterlesen

Bunte Brillen vs. Gesichtserkennung

Forscher der Carnegie Mellon University haben eine Methode entwickelt, automatisierte Gesichtserkennung zu umgehen, ohne sich auffällig maskieren zu müssen: Mit bunten, selbst gedruckten Brillenrahmen wird Reethe Witherspoon von den Algorithmen als Russel Crowe identifiziert (siehe Studie):

Accessorize to a Crime: Real and Stealthy Attacks on State-of-the-Art Face Recognition.

In this paper, we focus on facial biometric systems, which are widely used in surveillance and access control. We defi ne and investigate a novel class of attacks: attacks that are physically realizable and inconspicuous, and allow an attacker to evade recognition or impersonate another individual. We develop a systematic method to automatically generate such attacks, which are realized through printing a pair of eyeglass frames.

Mehr Berichterstattung hier.

Neue Folge der Ideengeschichte der Privacy

Ideengeschichte des Privacy by Design – Teil 5: Die Zurückeroberung der Nutzersouveränität

Teil 5 von 7 – es lohnt sich also dranzubleiben.

Überwachung: Wer verändert was oder wen?

The Conversation hat vor ein paar Wochen einen Artikel zum ewigen Thema “Data surveillance is all around us, and it’s going to change our behaviour” publiziert.

Aber warum die Frage nicht einmal umdrehen: Ändert unser Verhalten nicht auch die Überwachung? Sonst sind wir nur die amorphen Anhängsel technologischen Entwicklungen und das wäre zu kurz gedacht und würde auch jede Alternative, Gegenwehr oder widerständiges Verhalten obsolet werden lassen.

Gesichtserkennung in den USA: umfassend, schlecht reguliert und rassistisch

Mehr als die Hälfte aller erwachsenen US-Amerikaner sind in polizeilichen Datenbanken zur Gesichtserkennung erfasst. Die Behörden nutzen unter anderem Datenbanken, in denen Fotos von Führerscheinen und Ausweisen gespeichert sind. Afroamerikaner werden vom System besonders benachteiligt. – Das sind einige der zentralen Erkenntnisse, die das Center on Privacy & Technology  an der Georgetown Universität in einem aktuell erschienen Bericht (Autor/innen: Clare Garvie, Alvaro Bedoya, Jonathan Frankle) veröffentlicht hat: The Perpetual Line Up.

Combining FBI data with new information we obtained about state and local systems, we find that law enforcement face recognition affects over 117 million American adults. It is also unregulated. A few agencies have instituted meaningful protections to prevent the misuse of the technology. In many more cases, it is out of control.

Die Website Perpetual Line Up stellt Aufbau und Ergebnisse der Studie ausführlich vor. Weitere Berichte: The Guardian, Boing Boing.