Surveillance Studies Preise: Ausschreibungen 2017

Die aktuellen Ausschreibungen für die vom Surveillance Studies Forschungsnetzwerk ausgelobten Preise sind nun online. In diesem Jahr sind es wieder zwei: einen für Journalisten (jährlich) und einen für Nachwuchswissenschaftler (alle 2 Jahre).

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Zu Sicherheit und Überwachung in Rio

Brasiliens Sicherheitsmaßnahmen – Folge 272 mit Dennis Pauschinger

Dennis ist Doktorand am Hamburger Institut für kriminologische Sozialforschung und des DCGC-Programms.

Rezension: Sport und Kriminalität

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Eine Doppelrezension, passend zu den Spielen in Rio, aber nicht nur da …

  • Nic Groombridge: Sports Criminology. A critical criminology of sports and games. 2016, Bristol, Policy Press.
  • Roger Pielke: The Edge. The War Against Cheating and Corruption in the Cutthroat World of Elite Sports. 2016, Berkeley, Roaring Forties Press.

von Nils Zurawski, Hamburg

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Überwachung aus feministischer Sicht

Eine interessante Einlassung von Nicole Shephard, in der sie eine stärkere feministische Perspektive in der Forschung zu Überwachung einfordert.

Surveillance is woven into our everyday lives. While this in itself is not new, what we experience today differs in scale from, say, covert surveillance photos of suffragettes, tabs on unions and protesters during the Cold War era, or even the practices of the GDR’s Stasi.

While feminist work on surveillance is emerging academically as well as in activist circles, all too often feminist issues on the one hand, and discussions around privacy and surveillance on the other still feel like separate domains. What follows is my attempt at emphasising that thinking them together makes a lot of sense. (see: Nicole Shephard: 5 reasons why surveillance is a feminist issue)

Rezension: Dark Matters

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Simone Browne: Dark Matters. On the Surveillance of Blackness, Durham: Duke University Press, 2015.

Von Meropi Tzanetakis, Wien

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Bericht zur Überwachungsindustrie

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Privacy International hat einen Bericht und Index zur Surveillance Industry online gestellt. Die Karte ist vielsagend: Da geht das Geld hin, gekauft wird das Zeug wohl rund um die Welt, oder haben nur wir so viel Angst? Eher nicht.

Race and Surveillance

Da sich der Begriff race nicht ganz passend mit Rasse übersetzen lässt (zumindest nicht in der Verwendung), bleibe ich beim Englischen. Die Zusammenhänge zu Überwachung sind vielfältig, aber immer noch eher ein Seitenaspekt der surveillance studies.

Oft geht es dabei um die diskriminierende Beobachtung bestimmter ethnischer Bevölkerungsgruppen, insbesondere der afro-amerikanischen in den USA. Dort ist genau dieses Verhältnis auch viel diskutiert, wie eine Konferenz im April 2016 nahelegt: Government Surveillance and Race. (Pressemitteilung zur Konferenz; Videos von der Tagung). Hier geht es vor allem um Themen wie Polizei(gewalt), Strafjustizsystem, Überwachung von Aktivisten usw.

Siehe auch die Besprechung von Simone Brownes Dark Matters

Die Diskussion über die Probleme bei der digitalen Identifizierung bestimmter ethnischer Gruppen, vor allem aufgrund der Hautfarbe sind nicht neu, aber immer wieder ein Thema: Machine Bias. There’s software used across the country to predict future criminals. And it’s biased against blacks.

Zu Künstlicher Intelligenz und den latent diskriminierenden Eigenschaften der Algorithmen berichtet auch der Artikel Artificial Intelligence’s White Guy Problem. (NYT 25.6.2016)

Die Zusammenhänge sind aber nicht nur willkürlich und allein rassistisch, sondern haben ihre Ursprünge in den historischen Strukturen der Gesellschaft, zu denen auch eine räumliche Dimension gehört…..

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Rezension: Mit dem IS verhandeln?

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Rezension: Mit dem IS verhandeln? Neue Lösungen für Syrien und den Terrorismus

Sicherheit und Überwachung

Gestoßen bin ich auf die Webseite über diesen Artikel des französischen Kollegen Didier Bigo: The Möbius strip of national and world security, 21.6.2016.

Die Selbstbeschreibung des Blogs verortet es so:

MappingSecurity.net aims at establishing an innovative interdisciplinary web-based platform for researchers engaged in the critical analysis of the practices and discourses of the actors involved in security issues

Und fündig wurde dort auch in anderer Hinsicht: After Snowden: Rethinking the Impact of Surveillance (Autoren: Bauman, Bigo, et al.). Zu diesem Artikel hat Florent Lieto bei MappingSecurity eine Rezension geschrieben:

Bauman, Z. Bigo, D. et al. 2014. ‘After Snowden: Rethinking the Impact of Surveillance’, International Political Sociology

Da ich finde, dass Didier Bigo immer für eine gute Analyse steht und auch mal ungewöhnliche Gedanken, lohnt sich ein Blick auf jeden Fall.

Rezension: Gewalt und Mimikry

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Andreas Prokop: Gewalt und Mimikry – Vom frühen Trauma zum Amoklauf. Springer, 2016.

Eine Rezension in Form eines Autorengespräches zwischen Christian Wickert und dem Autor.

Film zu Massenüberwachung

Wieder ein schönes Video von Privacy International, dieses Mal zu Massenüberwachung der Kommunikation.

Zum Tod von Hans Jürgen Krysmanski

Hans Jürgen Krysmanski (1935-2016) ist vor Kurzem in Hamburg verstorben. Er war neben Christian Sigrist, der bereits letztes Jahr verstarb, mein Mentor und Doktorvater sowie ein Freund. Beide waren Professoren am Institut für Soziologie in Münster und über die Promotion hinaus meine Wegbegleiter.

Auf meiner ersten von mir veranstalteten Tagung 2005 zu Überwachung hat er den Einführungsvortrag gehalten, den ich aus diesem Anlass hier noch einmal ins Gedächtnis rufen möchte.

…. und wer überwacht die Herrschenden?, H.J. Krysmanski 2005

Veröffentlicht wie so vieles andere auch auf seiner außerordentlichen Webseite der Netzsuche und der soziologischen Vernetzungen.

Die Nachricht von seinem Tod hat mich sehr betrübt. Einen sehr ausführlichen Nachruf auf ihn gibt es hier von Rainer Rilling, seinem Freund und langjährigen Wegbegleiter.

Außerdem noch ein Nachruf auf der Seite des Insitutes für Soziologie der Uni Münster.

cfp: Konferenz “Surveillance, Form, Affect”

An der Education University Hong Kong findet im Dezember 2016 (7.-9. Dezember 2016) eine Konferenz mit dem Titel “Surveillance, Form, Affect” statt. Dr. Jeffrey Clapp, der Organisator, bat mich, die Veranstaltung auch in der hiesigen Surveillance Studies Community bekannt zu machen, was ich natürlich gerne tue.

Alle weiteren Informationen und der CfP sind unter folgendem Link zu finden:

http://www.surveillance-form-affect.com/