Solidarität mit Netzpolitik…

Was? Ich dachte ich höre nicht richtig heute morgen. Landesverrat von netzpolitik.org! (bei netzpolitik.org, auch bei tagesschau.de) Der Generalbundesanwalt ist sich nicht zu schade dafür. Dissent und journalistische Arbeit wird hier mit dem ganz großen Besteck verfolgt. Irre, angesichts der NSA-Affäre und der recht schlechten Figur der Bundesregierung dabei.

Der ewige Verdacht, das Wittern eine Verschwörung und der völlig unsouveräne Umgang mit Dissens – hier zeigt sich einmal mehr was im Innersten die Geheimdienste ausmacht und mit ihnen die Strafverfolgungsbehören. Angesichts der eigenen Leistung bei der größten Spionageaffäre, wäre etwas mehr Feingefühl und Zurückhaltung angezeigt – zumal wohl nichts erzählt wurde, was seit Snowden die Spatzen nicht von den Dächern der Republik pfeifen. Deshalb: Solidarität für Netzpolitik.org und für eine freie journalistische Berichterstattung, auch mit Whistleblowern und geheimen Quellen.

Screening Surveillance – Überwachung im Film

Screening Surveillance – An interpretive chronology by Steve Anderson, examining the depiction of surveillance in Hollywood from Charlie Chaplin to Edward Snowden

Hier ein ausführlicher Kommentar dazu. Hier ein (älterer) Text von mir. Hier und hier Listen von Überwachungsfilmen. Hier und hier zwei aktuelle Publikationen zum Thema.

Cfp: Surveillance – Society – Culture

An der Georg-August-Universität Göttingen wird vom 26. bis zum 28. Februar 2016 eine Konferenz mit dem Titel “Surveillance | Society | Culture” stattfinden, die sich mit der mit der Frage auseinandersetzt, wie sich Literatur, Kunst und andere Formen kultureller Produktion nutzbar machen lassen, um die Komplexität unserer gegenwärtigen und allumfassenden Überwachungskultur fassbar, analysierbar und damit schlussendlich auch kritisierbar zu machen.

Es ist das Ziel der Organisatoren, die Synergien eines transdisziplinären Brückenschlags zwischen der (amerikanistischen) Literatur- bzw. Kulturwissenschaft und angrenzenden Feldern wie der Medienwissenschaft, den „Surveillance Studies“ oder der Philosophie zu nutzen, um die weitreichenden kulturellen Transformationen, die die Entstehung unser gegenwärtigen „Überwachungsgesellschaften“ mit sich bringen, möglichst breit zu diskutieren.

Die Deadline für die Abstracts ist der 21. September 2015. Der Call for Papers findet sich hier: CfP Surveillance Final.

Kunstprojekt: Videoüberwachung als urbane Infektion

Wie ein ansteckende Hautkrankheit breiten sich Videokameras an Hauswänden, unter Brücken, an Parkhäusern und sogar am Meer aus: Unter dem Projektnamen “Nest” installiert der tschechische Künstler Jakub Geltner Kameras an öffentlichen Orten.

Rezension: Das Knast-Dilemma

Rezension: zusammen mit Criminologia-LogoKopie

Bernd Maelicke: Das Knast-Dilemma. Wegsperren oder resozialisieren? Eine Streitschrift. C. Bertelsmann 2015.

von Sebastian Scheerer, Hamburg

Interview mit Jacob Appelbaum

Von der Konferenz des Netzwerk Recherche gibt es dieses Interview mit dem Autoren, Hacker und Journalisten Jacob Appelbaum: „There is no safety if you want to do good work“.

Es geht um Datenschutz und die Massenüberwachung der Bürger….

In the Facebook Aquarium

The Resistible Rise of Anarcho-Capitalism, Ippolita

As users of social media we have willingly submitted to a vast social, economic and cultural experiment. By critically examining the theories of Californian right-libertarians, Ippolita show the thread connecting Facebook to the European Pirate Parties, WikiLeaks and beyond.

Rezension: ANT and Crime Studies

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Dominique Robert, Martin Dufresne (Hg.): Actor-Network Theory and Crime Studies: Explorations in Science and Technology. Farnham/Burlington: Ashgate, 2015.

von Simon Egbert, Hamburg

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Ausschreibung: Surveillance Studies Preis 2016

NeighbourHoodWatch280Auch 2016 schreibt das Forschungsnetzwerk Surveillance Studies wieder den Preis für Journalisten aus.

Ich freue mich, dass die Kooperation mit Telepolis weiter geht und wir für die Jury den ehemaligen Datenschutzbeauftragten Peter Schaar gewinnen konnten.

Alle Details und Infos findet ihr in der Ausschreibung.

Interpol und politische Fahndung

Aus aktuellem Anlass – es geht um den Fall des l-Dschasira-Journalisten Ahmed Mansur (Zeit 20.6.2015) – fiel mir eine Geschichte aus dem Süddeutschen Magazin von vor wenigen Monaten wieder ein, in dem die Problematik von Interpol ausgestellter Haftbefehle thematsiert wird: Der viel zu lange Arm des Gesetzes (SZ Magazin, 03/2015, Autorin: Lena Kampf).

Es geht dort, wie wohl auch hier um den Missbrauch von Interpol durch autoritäre Staaten, die sich des Instrumentes Int. Haftbefehl bedienen und damit auch demokratische Staaten über deren Rechtsordnung zu Mithelfern ihrer zweifelhaften Rechtspraktiken und ganz offener Verfolgung von Dissidenten oder Kritikern machen. Lesenswert, gerade in diesem Fall

Overexposed

Auch wenn ich nicht der erste bin, der auf das Projekt Overexposed von Paolo Cirio hinweist – hier sollten die Bilder auf jeden Fall eine Erwähnung haben.

Die Idee ist klasse und ich mag auch die Ästhetik der Bilder.

Studienwoche: Sport und Kriminalität

Die 36. Kriminologische Studienwoche am Institut für kriminologische Sozialforschung der Uni Hamburg beschäftigt sich mit dem Thema “Sport und Kriminalität – Wettbetrug, Korruption, Doping”, und findet vom 14. bis 18. September 2015 statt.

Das Thema hat nicht zuletzt durch das neue Anti-Doping-Gesetz als auch den Rücktritt Blatters ungeahnte Aktualität erlangt.

Die Referenten kommen von der DFL und der NADA, es sind Journalisten, ehemalige Sportler und führende Korruptionsexperten mit dabei. Noch sind Plätze frei…