Drei Überwachungsfilm-Klassiker im Vergleich

Als “Überwachen” noch bedeutete, sich hinter Büschen zu verstecken, um spazierenden Pärchen mit Mikrofonen und Fotoapparaten nachzustellen: “Blow Up” (Michelangelo Antonioni 1966); “The Conversation” (Francis Ford Coppola 1974) und “Blow Out” (Brian de Palma 1981) sind drei Klassiker des Paranoia-Thrillers. Der Filmwissenschaftler Drew Morton hat alle drei Filme in einem sehenswerten Video-Essay zusammengebracht: CROSS-CUT.

Better no letter!

Die NSA taugt inzwischen sogar zur Werbung – hier bei der Österreichischen Post.

mehr bei better-no-letter.org

Wir lieben Überwachung

Mit Ironie und Humor gemacht – manchmal etwas einfach in der Argumentation, aber sehenswert!

Wir lieben Überwachung

Imaginäre Geografie und Sicherheit

Heft 3.2014 der kritischen berichte bieten eine Ausgabe zum Thema Karten. Die Aufsätze sind sehr verschieden, aber wenn Kartierung auch immer eine Form der Überwachung ist, dann passen die Beiträge hier wunderbar.

Mapping – an den Rändern von Ordnung und Wissen

  • Nils Güttler    Konjunkturen des Kartenwissens. Zur vermeintlichen Bildaffinität von Pflanzengeographie und Humboldtian Science
  • Andreas Christoph    Blicke auf den Planiglob – Kartographische Korrekturen und thematische Notationen
  • Christopher Rollen    Two Current Projects with Cartographic Interests
  • Kirsten Wagner    Karten des corps social. Zum grafischen Wissen von der Bevölkerung
  • Nils Zurawski    Kartographien des Risikos. Das Unbekannte und die imaginären Geografien der Sicherheit

Kameras, Schulen und Kunst

Das hier ist eine herrliche Geschichte, passend zu anderen Berichten zu Kameras in Schulen:

Wenn die Kamera auch in der Pausenhalle läuft, Augsburger Allgemeine, 3. 12.2014.

2. Fachtagung des Netzwerk Terrorismusforschung

Endlich ist es soweit! Am 5. Februar 2015 wird sie nun stattfinden, unsere zweite Fachtagung. Nachdem der erste Versuch einer Erweiterung des NTF-Workshop-Modells in Form einer Fachtagung im Oktober 2013 mit über 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmern gleich ein voller Erfolg war, gehen wir nun einen Schritt weiter und richten die zweite Fachtagung mit einem starken Partner aus: der Bund deutscher Kriminalbeamter (BdK) bot nicht nur tatkräftige Unterstützung an, sondern fand die Idee einer gemeinsamen Veranstaltung so gut, daß die Fachtagung nun de facto eine Erweiterung der Berliner Sicherheitsgespräche ist. Diese Veranstaltung zählt zu den wichtigsten Sicherheitskonferenzen im deutschsprachigen Raum und es macht uns außerordentlich stolz, hier erstmals in der Geschichte dieser Konferenz einen “zweiten Tag” gestalten zu können.

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Adventskalender zur digitalen Selbstverteidigung

dc-adventstuerchen-tag2Eine sehr charmante Idee!

Tag für Tag digitale Mündigkeit – Der Digitalcourage Adventskalender:

Digitalcourage hat sich zur Adventszeit etwas Besonderes ausgedacht – den Adventskalender zur digitalen Selbstverteidigung. Vom ersten bis zum 24. Dezember öffnet sich jeden morgen ein Türchen: Statt Schokolade finden sich dort Tipps zur “digitalen Selbstverteidigung”.

Rezension: The Wire

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Martin Urschel: The Wire. Netzwerke der Gewalt, Nomos, 2013, Reihe: Filmstudien | 67

von Christian Wickert, Hamburg

zur Rezension bei criminologia.de

Wachroboter sollen Securitys ersetzen oder helfen

Technology Review berichtet über unbewaffnete Wachroboter die bereits bei Microsoft im Einsatz sind. Die 1,5 Meter großen, 75 Kilo schweren K5 Wachroboter von dem Startup Knightscope sind mit allerhand Sensorik ausgerüstet und fahren ihre Patrouillen, nachdem man ihnen ein Gebiet gezeigt hat, selbstständig ab. Sie sollen verdächtiges Verhalten erkennen und dann an den entsprechenden Sicherheitsdienst oder eine Sicherheitsfirma melden.

Um die Arbeit zu übernehmen, die normalerweise menschliches Wachpersonal erledigt, haben die K5s Kameras, Sensoren, Navigationstechnik und Elektromotoren eingebaut – zusammen mit einer großen Batterie und einer Recheneinheit verpackt in den kuppelförmigen Körper. Es gibt vier hochauflösende Kameras (eine an jeder Seite), eine Kamera speziell zur Kennzeichenerkennung, vier Mikrofone und einen Wettersensor (der aussieht wie ein DVD-Schlitz), der Luftdruck, Kohlendioxidniveau und Temperatur misst. Über WLAN oder ein anderes drahtloses Datennetz kommunizieren die Roboter untereinander und mit menschlichen Bedienern, die Kameras, Mikrofone und andere Datenquellen auf Entfernung nutzen können.

Im ersten Halbjahr 2015 sollen die Roboter in verschiedenen Firmen zum Einsatz kommen.

Diskussion zur überwachten Welt

Auf der Plattform Publixphere gibt es auch eine Diskussion (oder viele) zu Überwachung. Da findet sich ein bunter Mix aus Diskussionssträngen wie staatliche Überwachung, kommerzielle, NSA, BND, Zensur oder Big Data. Dazu Videos, die erklären, Dokus oder Interviews. Das ist alles nicht so tiefschürfend und geht oft nicht über die üblichen Themen hinaus, aber eine weitere Plattform, die sich des Themas annimmt, was auch dabei helfen mag, das Thema am Leben zu erhalten.

The programmable city

Das Forschungprojekt des irischen Geographen Rob Kitchin “The programmable city” läuft zwar erst kurz und deshalb ist noch relativ wenig Output zu finden, aber ein Blick auf die Webseite lohnt sich dennoch, könnten hier doch wichtige Antworten zu finden sein, die auch in der Forschung zu und über Überwachung virulent sind – die schlaue Stadt, Software, Algorithmen usw..

Software is essential to the functioning of cities. It is deeply and pervasively embedded into the systems and infrastructure of the built environment and in the management and governance of urban societies. Software-enabled technologies and services augment and facilitate how we understand and plan cities, how we manage urban services and utilities, and how we live urban lives.

Ein Aufsatz dazu findet ihr hier: Rob Kichin: From a Single Line of Code to an Entire City: Reframing Thinking on Code and the City, 2014

Rezension: Surveillance Schools

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Emmeline Taylor: Surveillance Schools. Security, Discipline and Control in Contemporary Education. Milton-Keynes. Palgrave MacMillan. 2013.

von Kendra Briken, Glasgow

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