Medienpädagogische Perspektiven auf Überwachung

Schon 2014 erschienen, jetzt erst entdeckt: Das medienpädagogische Open-Access-Journal Medienimpulse hat einen Schwerpunkt zu Überwachung veröffentlicht:

Steuerung, Kontrolle, Disziplin. Medienpädagogische Perspektiven auf Medien und/der Überwachung (4/2014)

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RAND-Studie zu Predictive Policing in Chicago

Predictive policing: “funktioniert nicht”? Das ist noch nicht einmal die wichtigste Erkenntnis der RAND-Studie zu der “Strategic Subject List” der Chicagoer Polizei. Sondern, wozu und in welcher Weise das Instrument, entgegen den Ankündigungen, tatsächlich eingesetzt worden ist:

  • “It unnecessarily targets people for police attention”;
  • “CPD was using it as a way to target people for arrest”;
  • “The list essentially served as a way to find suspects after the fact”.

wie THE VERGE die Studie kommentiert: Chicago’s predictive policing tool just failed a major test. Da hilft auch die Rechtfertigung der CPD wenig, dass die Software, die der Evaluation zugrunde lag, mittlerweile auf Version 5 hochgeschraubt worden sei.

 

Rezension: Überwachung und Snowden

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  • David Lyon: Surveillance after Snowden. 2015, polity press, &
  • David P. Fidler: The Snowden Reader. 2015, Indiana Univ. Press

von Ida Roscher, Hamburg

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Ideengeschichte und Datenschutz

Christiane Schulzki-Haddouti hat auf dem Datenschutzblog die Ideengeschichte des Privacy of Design zusammengefasst. Lesenswert, auch weil Geschichte immer wichtig ist um die Gegenwart zu verstehen, 4-teilig und kurzweilig.

Ideengeschichte des Privacy by Design – Teil 1: Die Hand im Bienenstock

Eine bessere Debatte zu Überwachung?

Die Debatte, die der Wissenschaftler Paul Bernal hier neu aufrollen möchte, ist so neu nicht, aber es schadet nichts, von Zeit zu Zeit mal eine Standortbestimmung vorzunehmen. Die Frage, was als Überwachung zählt und ob erst dort oder bereits vorher Schaden für Einzelne oder Kollektive entstehen ist wichtig.

In seinem Blogbeitrag

A better debate on surveillance?

stellt er den Artikel vor, der in dem Journal nur eingeschränkt zugänglich ist:

 “Data gathering, surveillance and human rights: recasting the debate”, in Journal of Cyber Policy.

Neue Ausgabe von Surveillance & Society

Die Themenausgabe zu Surveillance and Performance des Journals Surveillance & Society ist gerade erschienen. Herausgegeben von Rachel Hall, Torin Monahan and Joshua Reeves, Vol 14, No 2 (2016)

Darin auch meine Rezension des Buches Histories of State Surveillance von
Kees Boersma, Rosamunde van Brakel, Chiara Fonio and Pieter Wagenaar. 2014.

Rezension: Experiencing Imprisonment

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Rezension: Experiencing Imprisonment. Research on the experience of living and working in carceral institutions

von Sebastian Scheerer (Hamburg)

Diskussion: Surveillance Studies und Bildgeschichte

»Surveillance Studies« und Bildgeschichte

Die Paneldiskussion im Museum für Fotografie Berlin fragt nach der Geschichte der Überwachung und ihrer Bilder. Wie trägt die Bildgeschichte dazu bei, Überwachungspraktiken vorheriger Epochen zu beleuchten? Wie kann das historische Wissen der Bilder fruchtbar eingesetzt werden, um aktuelle Entwicklungen zur Überwachung klarer zu fassen? Eingeladen sind alle Interessierten, die sich direkt oder indirekt mit der Bildgeschichte der Überwachung befassen.

Mit Dr. Andreas Bienert, Dr. Ulrike Boskamp, Dr. Dietmar Kammerer und Dr. Michalis Valaouris (Moderation).

Freitag, 14. Oktober 2016, 16–17.30 Uhr
Museum für Fotografie Berlin, Jebensstr. 2, 10623 Berlin

Rezension: Film und Überwachung

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  • Sebastian Léfait: Surveillance on screen: Monitoring contemporary films and television programs. Lanham: The Scarecrow Press 2013
  • Martin Blumenthal-Barby: Der asymmetrische Blick. Film und Überwachung. Paderborn: Wilhelm Fink 2015
  • Garrett Stewart: Closed circuits. Screening narrative surveillance. Chicago, London: University of Chicago Press 2015
  • Catherine Zimmer: Surveillance Cinema. New York: New York UP 2015

Von Dietmar Kammerer, Marburg

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Zu Sicherheit und Überwachung in Rio

Brasiliens Sicherheitsmaßnahmen – Folge 272 mit Dennis Pauschinger

Dennis ist Doktorand am Hamburger Institut für kriminologische Sozialforschung und des DCGC-Programms.

Rezension: Sport und Kriminalität

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Eine Doppelrezension, passend zu den Spielen in Rio, aber nicht nur da …

  • Nic Groombridge: Sports Criminology. A critical criminology of sports and games. 2016, Bristol, Policy Press.
  • Roger Pielke: The Edge. The War Against Cheating and Corruption in the Cutthroat World of Elite Sports. 2016, Berkeley, Roaring Forties Press.

von Nils Zurawski, Hamburg

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Überwachung aus feministischer Sicht

Eine interessante Einlassung von Nicole Shephard, in der sie eine stärkere feministische Perspektive in der Forschung zu Überwachung einfordert.

Surveillance is woven into our everyday lives. While this in itself is not new, what we experience today differs in scale from, say, covert surveillance photos of suffragettes, tabs on unions and protesters during the Cold War era, or even the practices of the GDR’s Stasi.

While feminist work on surveillance is emerging academically as well as in activist circles, all too often feminist issues on the one hand, and discussions around privacy and surveillance on the other still feel like separate domains. What follows is my attempt at emphasising that thinking them together makes a lot of sense. (see: Nicole Shephard: 5 reasons why surveillance is a feminist issue)