Berlin: “Kick Control” – Die Fußball-WM als Einfallstor für Abschottung,
Ausgrenzung und nationalen Sicherheitswahn
Mittwoch, den 10. Mai 2006, 18.30 Uhr Audimax der Humboldt-Universität,
(Unter den Linden 6)
Bündnis “kickit!-Berlin”
Berlin: “Kick Control” – Die Fußball-WM als Einfallstor für Abschottung,
Ausgrenzung und nationalen Sicherheitswahn
Mittwoch, den 10. Mai 2006, 18.30 Uhr Audimax der Humboldt-Universität,
(Unter den Linden 6)
Bündnis “kickit!-Berlin”
Kerstin von Locquenghien:
On the Potential Social Impact of RFID-Containing Everyday Objects
erschienen im neuen Journal Science, Technology & Innovation Studies, Vol. 2 (2006), No 1, p. 57-78. http://www.sti-studies.de/articles/2006-01/locquenghien.htm
Schon lange interessieren sich Forscher und Journalisten für den Bedeutungswandel von Technologien.. oft wandelt sich ihre Nutzung weg von den ursprünglichen Intentionen… das Handy wird zu Kamera mit Telefon usw… in Kombination mit dem Internet, Blogsoftware und eben jenen Handykameras bietet nun eine New Yorker Webseite den Opfern von sexueller Belästigung eine Plattform um ihre Peiniger bloßzustellen.
Auf hollabacknyc.com können die zumeist weiblichen Opfer zurückschlagen…
Das ist nichts anderes als ein digitaler Pranger, mit welchen Folgen bleibt abzuwarten. Ob das mit Datenschutz, Persönlichkeitsrechten etc. vereinbar ist, bleibt dahingestellt – ohne die Taten oder verbalen Entgleisungen der Angeprangerten gutzuheißen…
Man kann eine solche Initiative sicherlich aus verschiedenen Perspektiven bewerten – es bleibt aber ein Nachgeschmack von Selbstjustiz, der Möglichkeit zum Missbrauch und groben Verstößen gegen das Recht auf informationelle Selbstbestimmung…
Mehr dazu im Observer. Mobile vigilantes snap sex pests in action, Observer, 30. April 2006
Videoüberwachung jetzt auch an der Uni in Leipzig… haben nicht gerade die Studierenden in Münster dieses erfolgreich verhindert…. ?
Spiegel Online, 30. April 2006
In der Mai Ausgabe der deutschen Version der MIT Technology Review finden sich ein paar interessante Artikel zu den Themen Biometrie, Sicherheit sowie ein Interview mit Peter Schaar, dem Bundesdatenschutzbeauftragten.
Interview mit Peter Schaar
Das Geschäft mit der Angst von Niels Boeing
mehr Artikel in der Rubrik Infotech
Hartware MedienKunstVerein in der PHOENIX Halle, Dortmund
Oeffentliche Vortraege, HMKV, Dortmund, in Kooperation mit RIXC, Riga
Samstag, 20. Mai 2006, 10:00 – 18:00 Uhr
– in englischer Sprache / in English –
Das NDR Medienmagazin Zapp berichtet über die Praktiken des Internet-Such- und Katalog-Giganten Yahoo, bei seinem Versuchen in China Fuß zu fassen.
Yahoo verletzt die Menschenrechte, zumindest in China. Um den lukrativen, chinesischen Markt für sich zu gewinnen, macht sich das Unternehmen Liebkind beim Regime in Peking.
26. April 2006, 23.00 Uhr
dazu: tagesschau.de, 2.3.2006
Die USA wollen ihre Rinder mit Chips versehen – zur Kontrolle von Krankheiten. Überwachung als Fürsorge. Der Artikel fragt sich aber auch, ob diese Ideen nicht dazu verleiten könnten, diese Art der Seuchenkontrolle bei Menschen einzuführen… und dann wird aus der hilfreichen Technologie zum Schutze unseres Grillguts und der Agrarökonomie ein Problem des Datenschutzes und eine Gefahr für die informationelle Selbstbestimmung – ganz abgesehen von den Möglichkeiten Gruppen von Menschen anhand von Krankheiten sichtbar zu machen und daraufhin auszuschließen, öffentlich zu stigmatisieren und zu kontrollieren…
The Guardian, 26.April 2006
“This is the biggest scheme of its kind,” said Katherine Albrecht, a consumer privacy expert. “They say it is aimed at tracking animal disease outbreaks, but I have had conversations with public health officials where they have been looking forward to a time when the spread of human diseases could also be monitored in this way.”
Da freut sich die Industrie. New York will 9 Mio. Dollar für Kameras ausgeben. Insgesamt sollen es 500 Kameras werden, die dann das öffentliche Leben beobachten…
SecuritySales.com, 24. April 2006
Peter Schaar, der Bundesbeauftragte für den Datenschutz, äußert sich in einem Interview bei Deutschlandfunk zum Schutz der biometrischen Daten in den neuen Reisepässen.
Der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar hat vor einer zentralen Verfügbarkeit biometrischer Daten gewarnt. Wenn zum Beispiel digitale Gesichtsbilder gesammelt würden, wäre es möglich, die bei einer öffentlichen Videoüberwachung aufgezeichneten Personen mit diesen Daten zu identifizieren. “So weit darf es nicht kommen”, sagte Schaar.
Die Verantwortlichen am Flughafen in San Francisco haben es auch gemerkt – Videoüberwachung ist eigentlich nichts für Menschen – auch und vor allem nicht für die, die vor den Monitoren sitzen: die Arbeit ist zu anstrengend und sehen tun sie auch nicht alles. Also haben sie jetzt automatische Kameras installiert, um jede Bewegung zu überwachen und gegebenenfalls den Alarm auszulösen.
Silicon.com, 24.April 2006
Arming Big Brother: new research reveals the true costs of Europe’s
security-industrial complex
The European Union is preparing to spend up to 1 billion Euro per year on new
‘research’ into surveillance and control technologies, according to Arming
Big Brother, a new report by the Transnational Institute (TNI) and
Statewatch.