Ãœberwachung und Kommerz….

Is business the real Big Brother titelte die BBC bereits am 25. Mai. Ein Blick auf Ãœberwachung jenseits von Videokameras und Telekommunikation. Die Praktiken und Ãœberwachungregime im Konsumbereich sind gravierender als wir uns das in unserem alltäglichen Leben so vorstellen – und vor allem oftmals sehr versteckt.

It’s increasingly a feature of our daily lives, because businesses have found that it makes good business sense. But is corporate snooping out of control?

Take the Oyster card, for example, which millions of us use each day to pay for our journeys when travelling on London’s tubes and buses. Not only do the cards record payment, but they can also track travellers’ journeys across the city.

Was hier für Großbritannien gilt, ist auch bei uns schon längst Praxis. Die Aufregung über die noch wenigen Videokameras in Deutschland lenkt vortrefflich davon ab, dass unser tägliches Leben – mit unserem oft ausgesprochenen Einverständnis, z.B. bei Kundenkarten – protokolliert und als Datensatz verfügbar gemacht wird. Aber sind wir dabei nur passiv? Konsum als kulturelle Praxis – von der wir uns nicht einfach lossagen können – ermöglicht uns jedoch auch ein aktives Handeln – darunter würden dann auch Formen des Widerstandes fallen.
Zeit das mal genauer anzusehen.

  2 comments for “Ãœberwachung und Kommerz….

  1. Juni 3, 2006 at 2:24 pm

    Da muß auf jeden Fall noch meiner Meinung nach die Sache mit der Freiwilligkeit dazu. Noch kann ich mit Bargeld im Laden bezahlen. Und, ja, es gibt eine überreiche Auswahl an Konsum-Möglichkeiten.
    Im gleichen Atemzug gibt es aber bei der Mobilität keine Wahl mehr. Fahre ich S-Bahn, ist da eine Kamera. Fahre ich Auto, ist da eine Mautbrücke. Gehe ich zu Fuß, ist da eine Kamera (zumindest wenn ich irgendwo mal eine größere Straße erreiche). Und Mobilität ist heutzutage gefordert und zu Hause bleiben geht nicht.
    Defizite sehe ich bei der Mündigkeit der “great unwashed masses” hinsichtlich Aufklärung im Bereich Kundenkarten usw. Das wäre interessant.

  2. Tom Berger
    November 28, 2007 at 4:29 pm

    Also zur Oystercard kann ich nur sagen, dass man das selbst in der Hand hat. Ich habe zwei parallel (eher aus praktischen Gründen, denn aus datenschutzrechtlichen). Diese habe ich auch schon mal wieder zurück gegeben und eine neue beantragt. Da man diese mit Bargeld aufladen kann, weiß kein Mensch, wer hinter dieser oder jener Oystercard steckt. Wenn man sie registrieren lässt, dann ja. Muss man ja aber nicht…

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