Author: Nils Zurawski

Dr. habil. Nils Zurawski, ist Soziologe und Ethnologe und Initiator des Forschungs-Netzwerkes Surveillance-Studies. Er arbeitet als Wissenschaftler am Institut für kriminologische Sozialforschung an der Universität Hamburg sowie als freier Mediator/Moderator/Konfliktberater. Hier gibt es mehr Informationen zu seiner Arbeit: https://www.surveillance-studies.org/zurawski

Plattformen und die zukünftigen Gesellschaften

Fahrdienste mit oder irgendwann mal ohne Fahrer sind ja gerade der letzte Schrei. Ich nehme mal den kurzen Nachrichten-Beitrag von NDR Info als Anlass um über ein paar Dinge nachzudenken, inbsbesondere den Grund, warum es möglicherweise lohnt einen kritischen Blick zu riskieren.

Interview zu Big Data Policing

Interview mit Andrew Ferguson, Autor von The Rise of Big Data Policing: Surveillance, Race, and the Future of Law Enforcement (hier eine Rezension in diesem Blog).

Chris Richardson spricht mit Ferguson über sein Buch und das Thema Predictive Policing in einem Wissenschaftspodcast “This is not a Pipe Podcast.”

28.3.2019

Secrecy and the U.S. Security State

Secrecy and the U.S. Security State

Secrecy is a fundamental aspect of the U.S. security state. According to Joseph Masco, the logics and dynamics of official secrecy do more than prevent the release of information; they also have profound effects on U.S. society. What Masco calls the security/threat matrix can be traced back to the effort to withhold information about the about the atomic bomb.

Überwachung und Klima, Forts.

Gewissermaßen als Fortsetzung des Beitrages zu Überwachung und Klimaschutz (Pol. Feuill. bei Dradio), hat Adrian Lobe jetzt eine Antwort darauf in seiner Kolumne Lobes Digitalfabrik geschrieben (Spektrum der Wissenschaft, 13.3.2019):

Mit Überwachung das Klima retten?

Und er hat ein gewichtiges Argument, dass die Lösung Digitalisierung wohlmöglich in ein anderes Licht setzt – an dem wir aber auch nicht vorbeikommen:

Big Data verbraucht selbst jede Menge Energie. Laut einem Bericht von »Climate Home News« könnte die Datenproduktion bis 2025 20 Prozent des weltweiten Strombedarfs ausmachen. Bis 2040 könnte die Kommunikations- und Informationstechnologie sogar für 14 Prozent der globalen Emissionen verantwortlich sein

Die digitale Zukunft und mit ihr die Überwachungsfantasien der Smart Cities und anderer Pläne wären somit auch schädlich fürs Klima – die alleinige Lösung scheint das also nicht zu sein, wie aber dann?

An den Grenzen…

Überwachung hat auch (nicht immer) mit Grenzen zu tun, Grenzen fast immer mit ihrer Kontrolle auf die eine oder andere Weise. Im Guardian fand ich dieses großartige Bild, welches auch zeigt, warum Überwachung stattfindet und welche Auswirkungen sie haben kann.

US aerial view of the US-Mexico border fence seen from Tijuana. Photograph: Guillermo Arias/AFP/Getty Images

The Guardian,15.1.2019: What is life really like in border country, where Trump wants his wall?

The Guardian travelled to five locations on the US-Mexico border to discover how Trump’s rhetoric jars with the reality on the ground

Überwachung im Comic

Dass das Thema Überwachung auch in Comic-Form bearbeitet wird, ist nicht so überraschend, hier aber in grafisch sehr schöner Form, wie ich finde.

© Sarah Maloney

Bei Kickstarter gibt es weitere Infos zu dem Projekt, dessen Kurzbeschreibung diese hier ist:

We Watches Us, a 66 page graphic novel about four artists living in a dystopian world inundated with ads and voyeuristic corporations.

Daten, Klima und Überwachung

Ein politisches Feuilleton zum Thema Notwendigkeit von Überwachung (möglicherweise) mit dem Titel: Big Data fürs Gemeinwohl Her mit der Daten-Genossenschaft! bei Deutschlandfunk Kultur (20.2.2019)

Es geht um mögliche Dilemmata zwischen Daten, Überwachung und wie diese in die Entwicklung einer nachhaltigen Zukunft mit reinspielen können.

Feminismus und Überwachung

Die Heinrich-Böll-Stiftung hat ein Dossier zum Thema “Feminismus und Überwachung. Intersektionale Perspektiven” herausgegeben.

Auch Frauen*, Schwarze Menschen oder Menschen of Color müssen mit stärkeren Eingriffen in die (körperliche) Privatsphäre rechnen. Sei es beim Recht auf sexuelle und reproduktive Selbstbestimmung oder hinsichtlich der Bewegungsfreiheit, Stichwort Racial Profiling. Überwachung, ob staatlich oder privatwirtschaftlich, betrifft großflächig uns alle, wenn auch nicht im gleichen Maße. Trotzdem scheint sich kaum jemand betroffen, eingeschränkt oder gar eingeschüchtert zu fühlen. Woran liegt das?

Dass sie auch ein (pinkes) Kamerabild zur Illustration genommen haben, war wohl nicht zu vermeiden, auch wenn diese mit dem Thema wenig zu tun haben…. auf jeden Fall aber lesenswert!