Category: Videoüberwachung / CCTV / BodyCams

mehr zur Videoübewachung….

Manchmal ist es schon komisch worauf man achtet, weiß man erst einmal um die Kameras, die einen beobachten sollen… bzw. den Raum, in dem man steht. Gestern waren wir mal wieder auf der Reeperbahn, um unsere Umfrage zu Videoüberwachung und Raumwahrnehmung weiterzuführen… ich hatte gerade ein Interview beendet da krachte es genau vor meinen Augen…. eine Mercedes bremste und ein kleiner VW Transporter fuhr mich Schmackes hinten drauf… ein schöner Schaden… niemand wurde verletzt. Ich blickte sofort hoch zur Kamera, die nicht auf den Unfall gerichtet war, sondern gerade an anderer Stelle etwas suchte.
Es dauerte drei Minuten dann hatte die Kameras den Unfall erfasst und ging auch nicht mehr weg davon… es dauerte allerdings weitere 25 Minuten bis eine Polizeistreife erschien – eine Wache ist ca. 1,5 Fußminuten weit weg. Am Straßenübergang waren schon den ganzen Tag die Ampeln ausgefallen – eine gefährliche Stelle für alle Fußgänger – kein Polizist weit und breit, obwohl das wohl auch zur Sicherheit der Menschen beigetragen hätte…

Die Taz berichtet heute nochmal von den Anfragen und der Kritik an der Videoüberwachung und kommentiert das politische Gezerre um fast sinnlose Zahlen, denn letztlich sind die Kameras erst einen Monat in Betrieb…
bei aller Kritik – alle Aussagen darüber sind bisher unsinnig, die Zahlen können nicht wirklich etwas aussagen… also bleibt es abzuwarten und im besten Fall eine ordentliche Evaluation in einem Jahr durchzuführen.

Mehr Straftaten trotz Videoüberwachung….

Wie NDR Online berichtet, gab es seit Einführung der Kameraüberwachung auf der Reeperbahn in Hamburg nicht weniger, sondern mehr Straftaten. Quelle für die Einschätzung ist eine Antwort des Senates auf eine Anfrage des Abgeordneten Andreas Dressel von der SPD… allerdings sind die Schwankungen nach oben und unten so gering, dass das ‘mehr’ relativ zu sehen ist…. von einer Wirksamkeit aber ebensowenig gesprochen werden kann…

Der bisherige ‘Nicht-Erfolg’ könnte zu der Annahme werleiten, dass die Videoüberwachung ausgeweitet werden müsste, um auch die Bereiche abzudeckken, in denen die Straftaten stattfanden… nämlich offensichtlich in nicht gefilmten Bereichen….

Kameras für jeden – ein Schritt zu weit?

Mehr vom Shoeditch-Projekt. Die BBC kommentiert das Projekt, in dem die Bewohner Teil der Verbrechensbekämpfung sein sollen – und gleichzeitig einer ständien (Selbst)Kontrolle unterworfen sind.

“If residents are at home watching the live stream and they spot something they immediately call the police station,” explains Digital Bridge chief executive James Morris.

Most wanted!

Was früher die grauseligen Anschläge an Polizeiwachen und anderen Orten waren, sind nun die Bilder von Ãœberwachungskameras – Sussex Police (BBC News, 7. Mai 2006) geht mit ihren Laptops in Schulen und Gefängnisse um die Bilder erkennungsdienslich einzusetzen. Die Lehrer, Schüler, Wärter und Insassen sollen dabei der Polizei helfen, den Bildern Personen zuzuordnen…. Spätestens jetzt hat die Videoüberwachung ihren präventiven Charakter verloren und dient der reinen Ãœberwachung… angesichts von Kürzungen bei der Polizei auch hier in Deutschland eine beängstigende Vorstellung…. wer da so alles falsch liegen kann… denn wer kontolliert eigentlich dieses Gebahren…

“We need the support of our communities to make Sird a success,” said Mr Asser.

…und dann überwacht bald jeder jeden… was eine Atmosphäre!!

Kameras für die Anwohner

Das Thema ist ja schon länger bekannt – in einem Wohnviertel in London sollen die Anwohner Zugang zu ihrem eigenen Kamerasystem bekommen, um ihre Nachbarschaft selbst überwachen zu können. Hier noch Mal der letzte Stand aus dem Telegraph vom 8. Mai 2006. Insgesamt sind dafür 12 Mio. Pfund bereitsgestellt worden… u.a. von der EU…

The project is funded by the Government, European Structural Funds and the private sector, and is endorsed by Hackney police. It has been produced by the Shoreditch Trust, a regeneration body managed by residents.

Schutzwesten trotz Videoüberwachung?!

Die Hamburger Hochbahn hat für ihre Fahrkartenprüfer und die Hochbahn-Wachen Schutzwesten gekauft – bei 60 Angriffen auf die Mitarbeiter allein 2005, so weit, so gut. Ãœberhaupt ist der öffentliche Nahverkehr in Hamburg sehr sicher… 0,6 Straftaten pro 1 Mio. Fahrgäste… und dabei hat auch die Videoüberwachung geholfen…..so die Hochbahn in Hamburg… nur dass es in 2004 ‘nur’ 40 Ãœberfälle auf Mitarbeiter waren und ein Jahr später 20 mehr… das scheint auch die Videoüberwachung nicht verhindert zu haben… also was denn jetzt: sicher oder unsicher… ??

NDR Online, 4. Mai 2006

Thema Ãœberwachung in der MIT Technology Review

In der Mai Ausgabe der deutschen Version der MIT Technology Review finden sich ein paar interessante Artikel zu den Themen Biometrie, Sicherheit sowie ein Interview mit Peter Schaar, dem Bundesdatenschutzbeauftragten.

Interview mit Peter Schaar
Das Geschäft mit der Angst von Niels Boeing
mehr Artikel in der Rubrik Infotech

Videokameras, die selbst Alarm schlagen

Die Verantwortlichen am Flughafen in San Francisco haben es auch gemerkt – Videoüberwachung ist eigentlich nichts für Menschen – auch und vor allem nicht für die, die vor den Monitoren sitzen: die Arbeit ist zu anstrengend und sehen tun sie auch nicht alles. Also haben sie jetzt automatische Kameras installiert, um jede Bewegung zu überwachen und gegebenenfalls den Alarm auszulösen.

Silicon.com, 24.April 2006

…for all things CCTV…

Das Global CCTV Hub will die größte Internet-Quelle für alles rund um die Videoüberwachung sein – von der Angebotsseite aus – also alles über die neueste Technologie, Angebote für Endnutzer (sind das die Aufsteller oder letztendlich die Ãœberwachten selbst…?) und die Infos für und über die Herrsteller der Kameras… Ich finde wir sollten auch diese “Gegenseite” viel besser im Blick haben als immer nur die Anwender und übereifrigen Behörden..