Hamburg nach G20

Die gescheiterte Sicherheitstrategie zum G20-Gipfel in Hamburg hatte bisher erstaunlich wenig Konsequenzen. Kein Rücktritt, kein Fehlereingeständnis seitens der Polizei oder der Innenpolitik – stattdessen Exkulpation und ein Sonderausschuss mit unklarem Impact, der gleich zu Beginn v.a. mit geschwärzten Dokumenten konfrontiert war.

Von Seiten zivilgesellschaftlicher Gruppen, bspw. der Protestierenden und der Forschung gibt es jedoch den erklärten Willen zur Aufarbeitung der Geschehnisse.

Die Rosa-Luxemburg-Stiftung Hamburg und die GEW Hamburg laden für Freitag, den 22.9.2017 zu einer Diskussion:

Raum, Sicherheit und was man draus macht …

Sicher nach Hause kommen – der Wunsch eines jeden von uns, auch wenn wir nicht immer daran zuerst denken, wenn wir unterwegs sind. Für jene, die sich besonders viel Sorgen machen, gibt es (selbstverständlich) eine App, die dabei hilft: Wayguard. Der Werbespruch dazu:

„Allein unterwegs? Der WayGuard gibt dir auf dem Weg ein gutes Gefühl!“

Das Angebot ist ein Service der Versicherung Axa in Zusammenarbeit mit Polizei NRW. Überwachung? Ja, aber nichts um sich aufzuregen. Selbstgewählt, und man nutzt das GPS des Handys, nur schaut jetzt jemand dabei zu. Soweit so gut, ein Teil unseres Alltags im Konsum der Überwachung. Abgesehen von möglichem Missbrauch, ist das keine Aufreger.

Und um den Service als solchen geht es mir auch gar nicht, sondern um eine interessante Begegnung, die ich auf einer Konferenz hatte, wo ich von diesem Service erfuhr und darüber in einen Streit mit dem Publikum meines Vortrages geriet.

Trailer: Pre-Crime

Da, wo der Film CITIZENFOUR aufhört, geht PRE-CRIME einen Schritt weiter. Die Regisseure Monika Hielscher und Matthias Heeder stellen einige der brennendsten Fragen unserer Zeit: Wie viel Freiheit sind wir bereit aufzugeben für das Versprechen absoluter Sicherheit? Und können wir uns auf das Urteil von Computern und Algorithmen wirklich verlassen?

Ja, aber …

Orwell und die Überwachungsangst

Am 27.8.2017 hat Hannes Stein in der Welt am Sonntag einen, man kann sagen, flapsigen Kommentar gegen die Überwachungsskeptiker geschrieben. Man könnte auch durchaus sagen, er hat all diejenigen, die sich um Bürgerrechte, bürgerliche Freiheiten, Demokratie und einen allzu neugierigen Staat sorgen und dessen Neugiert eindämmen wollen, lustig und diese lächerlich gemacht.

Der Titel des Glosse: Überwachungsstaat? Deutsche verstehen George Orwells „1984“ falsch. Der Untertitel: Das Lieblingsbuch aller U-Bahn-Schubser, Vergewaltiger, Heroindealer, Terror-Planer, Grapscher, Taschendiebe, Goldmünzenräuber, Schläger und Hooligans.

Der Untertitel verhöhnt eine kritische Auseinandersetzung und folgt dem alten, aber nicht richtigen Argument: Datenschutz ist Täterschutz. Stein versucht sich an einer Argumentation gegen die Kritiker anhand des Orwells „1984“, verhebt sich aber dabei. Warum?

Sicher in der Stadt – ein Bericht

Das Thema Sicher in der Stadt hat die 4 Arbeitsgruppen zu interessanten Lösungen gebracht. Erfrischend wenn man über Überwachung nachdenkt, dabei aber nicht ständig davon redet, sondern das Thema mal anders angeht. Bericht aus dem Darmstädter Echo (14.8.2017)

Beton, Kontrollen, Kameras

SWR2 Forum: Beton, Kontrollen, Kameras – Wie verändert der Terror unsere Städte? Sendung am Dienstag 15. August 2017 um 17.05 Uhr (und danach online als podcast)

mit Prof. Dr. Norbert Gebbeken, Bauingenieur, Universität der Bundeswehr, München – Adrian Lobe, Publizist, Heidelberg – Dr. Nils Zurawski, Stadtforscher, Universität Hamburg; Moderator: Jürgen Heilig