Kategorie: Veranstaltung

Antirepressionskongress „New Roads of Solidarity“

Internationaler Antirepressionskongress in Hamburg
8. bis 10. Oktober 2010, Universität Hamburg

AUS DER EINLADUNG:

Liebe Freundinnen und Freunde, Genossinnen und Genossen, liebe Interessierte,

wir möchten Euch herzlich zu unserem Internationalen Antirepressionskongress nach Hamburg einladen. Für die Veranstaltung konnten wir kritische WissenschaftlerInnen, Medienschaffende und politische AktivistInnen (u.a. den Historiker Moshe Zuckermann, den Journalisten Will Potter, den Friedensforscher Tobias Pflüger, den Politikwissenschaftler Georg Fülberth) aus den USA, Israel, Großbritannien, Österreich, der Schweiz und BRD gewinnen. Sie werden in Vorträgen, Seminaren und einer Podiumsdiskussion den Zusammenhang zwischen Totalitarisierungstendenzen des globalisierten Kapitalismus, der sich zunehmend im autoritären Staat offenbarenden Klassenherrschaft, der wachsenden Herausbildung bellizistischer, xenophober u.a. Ideologeme und der rücksichtslosen Ausbeutung von Natur und Tieren erörtern.

Das Programm und alle anderen Informationen über den Kongress könnt Ihr unserer Internetseite entnehmen:

antirepkongresshh2010.tk

Die Veranstalter: Wissenschaftlicher Hochschulzusammenschluss zur Erforschung des Mensch-Natur-Verhältnisses

Die Schwarzen Hafen-Nächte

Die Ankündigungen haben nicht direkt mit Überwachung zu tun, aber da es um die Ausgeschlossenen der Gesellschaft geht, die die am Rand stehen wieder doch. Hier zwei Veranstaltungen in Hamburg.

1. Literatur-Café
in der Speicherstadt Kaffeerösterei. (Kehrwieder 5, 20457 Hamburg)
Donnerstag, 26. August, 20:30 Uhr, 7 €
HETA MANTSCHEFF liest aus Hans Falladas Wer einmal aus dem Blechnapf frisst

MICHAEL TÖTEBERG erzählt über Hans Fallada in Hamburg und dessen besondere Beziehung zum Rowohlt-Verlag

2. Das Programm der SCHWARZEN HAFEN-NÄCHTE in der Speicherstadt-Kaffeerösterei, jeweils 20:30 h, 5€:
Dienstag, 31. August:

BRUNO SCHREP – WAHRE GESCHICHTEN VON NEBENAN
Wie geraten Menschen an den Abgrund? Diese Frage könnte über den meisten Geschichten des SPIEGEL-Reporters stehen. Bruno Schreps Schilderungen sind kleistisch karg. Es geht darin nicht um Parteinahme, um Auslösung von Wohlgefühl im Bewusstsein moralischer Überlegenheit. Bruno Schrep erzählt Fälle als Geschichten, die so unglaublich wie spannend – und auch noch wahr sind. Eine ist unfassbarer als die andere.

Konferenz: Urban Security Work Spaces

Urban Security Work Spaces
Policing the Crisis – Policing in Crisis
Berlin, August 28-30, 2010
Rosa Luxemburg Stiftung, Großer Konferenzsaal

The 21st century is witnessing what has been called the »pluralization of policing«: Private security companies have conquered urban spaces and are developing some expertise in public policing. Current studies claim that the private security industry will grow further and take over more tasks formerly executed by state police; at the same time technologies complement and even incur human security work. State police has also undergone significant changes, including commercialization, new public management, and »police-private-partnerships« .

Diskussion: RFID-Chips: Smart Life oder Big-Brother-Gesellschaft?

– für Kurzentschlossene –

Die Diskussion findet statt am Montag, 28. Juni 2010 um 18 Uhr im Abgeordnetenhaus,
Niederkirchnerstr. 5, 10111 Berlin
Im Anschluss laden wir Sie zu Getränken, Brezeln und Fußball ein.

Befinden wir uns also auf dem Weg in einen Überwachungsstaat? Oder überwiegen die Vorteile? Darüber wollen wir in unserer Reihe „Grün vernetzt – Weitsicht statt Barrieren“ diskutieren. Wer möchte, kann seinen oder ihren neuen RFID-Reisepass mitbringen, denn wir haben ein Lesegerät vor Ort, das die Funktionsweise der Technik veranschaulicht.

Auf dem Podium: – Florian Walther, Chaos Computer Club – Rena Tangens, FoeBuD e.V (Verein zur Förderung des
öffentlichen bewegten und unbewegten Datenverkehrs) – Zorah Marie Bauer, Mobile-Art (Medienkünstlerin)
– Metro Group, Pionier-Einsatz mit ‚Future Shop‘ – Dr. Hanns-Wilhelm Heibey, Stellvertreter des Berliner
Beauftragten für Datenschutz

Begrüßung:
Volker Ratzmann, Fraktionsvorsitzender

Einführung und Moderation:
Astrid Schneider, Sprecherin für VerbraucherInnenpolitik

Zusammenfassung und Fazit:
Benedikt Lux, Sprecher für Datenschutz

14. SCHWARZE HAFEN-NACHT

in der Speicherstadt-Kaffeerösterei
Kehrwieder 5, 20457 Hamburg

Dienstag, 29. Juni, 20:30 Uhr, 5€

FRIEDRICH DÖNHOFF – DER ENGLISCHE TÄNZER

Musicalstadt Hamburg. Plakate und Zeitungen kündigen es an: Die neuste Produktion aus London mit Hits aus den achtziger Jahren, ›Tainted  entdeckt eineMitarbeiterin im Zuschauersaal einen Toten von der Theater-Kuppel hängen. Als Kommissar Fink am Tatort eintrifft, gibt es von der Leiche keine Spur mehr…. – In seinem zweiten Fall ermittelt Fink hinter den Kulissen der Musicalbranche.

www.schwarzenaechte.de

Expertisen zu Körperscannern gesucht

Im Rahmen des BMBF-geförderten Projektes THEBEN sind kurzfristig fünf Expertisen zum Thema „Der Einfluss von Sicherheitstechnik auf die Mobilität von Menschen mit Behinderungen im Kontext der Flugsicherheit am Beispiel ‚Körperscanner'“.

Weitere Informationen findet man hier: http://www.izew.uni-tuebingen.de/pdf/100531-behinderung_und_mobilitaet-call.pdf

Zudem ist für den 21. und 22. Juli 2010 ein Workshop in Tübingen zu dem Thema geplant. Für eine begrenzte Anzahl an Teilnehmer(innen) können die
Reisekosten übernommen werden. Falls Interesse an der Teilnahme besteht: Bitte melden.

Ausstellung: Exposed. Voyeurism, Surveillance and the Camera

In der Londoner Tate Modern beginnt am 28. Mai (bis 3. October 2010) eine für dieses Blog interessante Ausstellung. Wer also nach London kommt, sollte sich das auf keinen Fall entgehen lassen – ganz abgesehen davon, dass die Tate Modern allein schon einen Besuch wert ist.

Auf der dazu gehörigen Webseite findet sich folgende kurze Beschreibung:

Exposed offers a fascinating look at pictures made on the sly, without the explicit permission of the people depicted. With photographs from the late nineteenth century to present day, the pictures present a shocking, illuminating and witty perspective on iconic and taboo subjects.

Bei der BBC gibt es einen langen Artikel mit einer Bilderstrecke zu der Ausstellung. Und noch ein Artikel im New Scientist – mit drei eindrucksvollen Bildern.

Conference: Risky profiles: Societal dimensions of forensic uses of DNA analysis

Goethe University Frankfurt am Main, 2-3 July 2010

Registration is free, but places are limited; please contact Barbara Prainsack at prainsack@soz.uni-frankfurt.de by 15 June 2010 at the latest.

Forensic uses of DNA technologies have become crucial elements of national systems of criminal justice. In addition, as a result of growing transnational mobility and the global use of information and communication technologies crime and crime prevention issues are increasingly addressed by agencies and policy actors beyond the national state. In the European context, the so-called Prüm regime obliges law enforcement authorities in all EU countries to render their forensic DNA databases searchable for other member states by 2011 (at a match/no match basis). This also means that countries which do not yet have centralized forensic DNA databases need to establish them by that date. In sum, the importance of forensic DNA databasing will continue to increase in the political and public arenas across Europe.

Salon Surveillance: Das Ende des Versammlungsrechts?

Gesprächsrunde mit Jens Lehmann (Rechtsanwalt, Dresden)

Moderation: Peter Ullrich, Gina-Rosa Wollinger

Dienstag, 18. Mai 2010, 19:00
Moritzbastei, Universitätsstraße 9, 04109 Leipzig

Die Versammlungsfreiheit, das Recht, öffentlich und kollektiv seine Meinung kundzutun und seinen Protest zu demonstrieren, gehört zu den wichtigsten Grundrechten einer Demokratie und ist die Basis politischer Mitgestaltung vieler – ob Friedensmarsch, Arbeitskampf oder Antifa-Engagement. Bereits die aktuelle Praxis intensiven Einsatzes von mobiler Videoüberwachung auf Demonstrationen bedeutet eine erhebliche Einschränkung von Grundrechten.

13. Schwarze Hafen-Nacht

Schwarz, stark, tödlich
Krimipremiere und Kaffee-Kultur
von und mit Norman Hild
in der Speicherstadt-Kaffeerösterei
Kehrwieder 5

Dienstag, 25. Mai, 20:30 Uhr, 5€

Kaffee ist Kaffee nach Öl das zweitwichtigste Welthandelsprodukt.  Weltweit sind rund 25 Millionen Menschen direkt mit Kultivierung, Transport, Verarbeitung und Vertrieb von Kaffee beschäftigt. Vom Kaffee hängen ganze Volkswirtschaften ab.  – Der Kaffeemarkt ist entsprechend hart umkämpft, insbesondere der deutsche: Deutschland ist nach den USA das zweitwichtigste Kaffeeimportland der Erde. Denn Kaffee, nicht etwa Bier ist das deutsche „Volksgetränk Nr. 1“.

cfp: The New Metropolitan Mainstream

The International Network for Urban Research and Action (INURA) veranstaltet eine Konferenz, auf dessen call for papers auch Themen zu Überwachung und Stadt Platz gefunden haben. Grund genug die Konferenz hier zu bewerben.

„The New Metropolitan Mainstream“
The last 20 years of urban development were marked by enormous urbanisation. Asia, Africa and Latinamerica experienced a tremendous growth of their cities. Besides urban sprawl a huge range of cities and metropolitan regions experienced a reurbanisation and urban renaissance. Globalisation brought about similar developments in inner cities, similar strategies of regeneration and urban transformation, among them culturalisation, privatisation of public goods and liberalisation of housing. Many regions also experienced an ongoing polarisation of urban rich and urban poor. The New Metropolitan Mainstream is found in variations in cities around the globe. The thesis is that there are the same rules that lead to similar results. INURA’s New Metropolitan Mainstream project compares the developments of the last 20 years in more than 20 cities. This will be the framework of debates and the discussions of the 20th INURA conference.

SigInt 2010

Der call for papers ist abgelaufen, das Programm aber noch nicht online – dennoch, die Sigint 2010 des CCC ist bestimmt einen Besuch wert. Dabei geht es um nicht weniger als um folgendes:

Die Bedeutung von immateriellen Gütern nimmt immer weiter zu, während die Produktionskosten sinken. Traditionelle Märkte verlangern sich in den virtuellen Raum, die Musikindustrie verdient ihr Geld mit Handytönen und Ideen kommen direkt aus dem 3D-Drucker, während liebgewonnene soziologische Begrifflichkeiten zum World Processing wie die Arbeiterklasse komplett nach China ausgesourct werden. Identitäten werden in sozialen Netzwerken jenseits von Nationen und Geschlechtern konstruiert und trotzdem gibt es immer noch die Welt der Dinge und der Internetausdrucker als allzu gegenwärtigen Gegenpol. Es ist grade dieser Verlust von Schranken der einerseits den totalen Überwachungsstaat ermöglicht und andererseits den Individuen bisher unbekannte Möglichkeiten der Entfaltung bietet, bis zum Horizont und viel weiter.
Es geht um neue und alte Räume. In der digitalen Gentrifizierung, in der Auseinandersetzung um die Grenzen der Stadt – dort wo es das neue und das alte sich begegnen findet ein Machtkampf statt. Burn the land and boil the sea, you can’t take the Net from me: Es ist diese Frontier und ihr Spirit, die treibende Kraft hinter Fortschritt und Reaktion, die uns auf der SIGINT beschäftigt. Es geht um Verstecke und Ninjas, offene Meere und Piraten, aber besonders um die Konsolen-Cowboys, -Cowgirls und wen auch immer und um das grenzenlose Neuland, wo Signale nicht zu stoppen sind und die Sonne niemals am Monitor spiegelt.

Ich bin sehr gespannt auf die Vorträge und die Umsetzung.