Kategorie: Veranstaltung

Kontrolle des Urbanen Raumes

Eine Tagung über Akteure, Strategien und Topographien am Institut für Europäische Ethnologie der Humboldt-Universität

29. Juni 2011 bis 1. Juli 2011
Humboldt-Universität zu Berlin, Jacob-und-Wilhelm-Grimm-Zentrum,
Geschwister-Scholl- Str. 3, 10117 Berlin

Die Konferenz thematisiert die Pluralität der Kontrollformen und Akteure des Öffentlichen Urbanen Raumes aus komparativer und interdisziplinärer Perspektive. Ziel ist dabei, neue Impulse für die weitere wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Thema zu geben.

Programm und Anmeldung :
http://raumkontrolle.wordpress.com/eine-seite
http://www.euroethno.hu-berlin.de/einblicke/aktuelles/veranstaltungen_content/tagung_kontrolle

Weitere Informationen
Dr.Eszter B.Gantner
Humboldt-Universität zu Berlin
Institut für Europäische Ethnologie
Tel.: 030 2093-3702
E-Mail: <mailto:stadtkon@hu-berlin.de>stadtkon@hu-berlin.de

10 Jahre 9/11- Menschenrechte in Zeiten des Terrors

Es nähert sich ein Jubiläum. 10 Jahre 11.September 2001. In der Sicherheitsdebatte ist mit den schrecklichen Ereignissen dieses Tages vieles erklärt worden. Manche Überwachungs- und Kontrollmaßnahme hatte damit sicher nichts weiter zu tun oder brauchte die Ereignisse bestenfalls noch als Katalysator oder Vorwand – andere gab es immer auch. Trotz allem macht es Sinn zu bilanzieren, wie sich Überwachung und Kontrolle seitdem entwickelt sowie Freiheits- und Menschenrechte (rück)entwickelt haben.

In seiner wohl vorerst letzten Ausgabe widemet sich dem Thema ein „Salon Surveillance“ in Leipzig. Zu Gast ist als Referent Rolf Gössner. Die einst von der Leipziger Kamera ins Leben gerufene Veranstaltungsreihe wird derzeit noch von wenigen Einzelpersonen getragen und vom Verein Engagierte Wissenschaft und der Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen unterstützt.

Mehr Infos gibt es hier.

Donnerstag, 26.5., 19 Uhr, Halle 14 (Spinnereistraße 7, Leipzig). Eine ähnliche Veranstaltung gibt es am Tag davor (25.5., 19 Uhr) in Meißen (Kunstverein, Marktstr. 9).

Konferenz und Projekt zu Film und Überwachung

Hier gibt es einen sehr interessanten call for papers für eine noch interessantere Konferenz – zumindest was das Thema und die Ankündigung angeht:

Gesponsort von  The Film Studies Space: The Centre for the Cultural History of the Moving Image, gibt es an der UCL (University College London) diesem Herbst vom 29 September – 1 October 2011 eine Konferenz zum Thema Film und Überwachung – und anderen verwandten Kunst-orientierten Themen.

Einsendeschluss für ein einseitiges Abstract und einer  20-minütige Presentation und ein kurzer Lebenslauf sollten bis  15. Juni an  Lee Grieveson, Rebecca Harrison, Jann Matlock, and Simon Rothon geschickt werden:  deadobjects@gmail.com

Mehr Infos gibt es hier:  http://www.autopsiesgroup.comhttp://www.autopsiesgroup.com/the-work-of-film.html and http://twitter.com/autopsiesgroup

1. Jahreskonferenz „Sicherheitskultur im Wandel“

Call for Papers zur 1. Jahreskonferenz des Forschungsprojekts „Sicherheitskultur im Wandel“

Gefährliche Zeiten!? Sicherheitskultur und sozialer Wandel – Einsendeschluss für Papers ist der 30. Januar

9.-10. Juni 2011 | Goethe-Universität Frankfurt Campus Westend – Eisenhower-Saal

Sicherheit ist zu einem zentralen Wert unserer Gesellschaft geworden. Allerdings werden ganz unterschiedliche Dinge mit dem Sicherheitsbegriff verbunden. Heute prägen Terroran-schläge und organisierte Kriminalität ebenso unser Sicherheits- und Unsicherheitsempfin-den wie Finanzkrisen und Umweltkatastrophen. Die Gefahr nuklearer Proliferation konkurriert mit der Sorge vor Pandemien, die Angst um den eigenen Arbeitsplatz mit der Sorge um die Menschenrechte in der Welt. Die klare und unmittelbare Bedrohung des Kal-ten Krieges ist unklaren und zukünftigen Risiken gewichen, denen politisch begegnet wer-den soll. Es hat ein Wandel der Sicherheitskultur stattgefunden.

Der volle Text und alle Details gibt es auf der Projektwebseite

Britain under Surveillance

Big Brother is Watching You (Again): Britain under Surveillance
Annual Conference of the Association for the Study of British Cultures
Johannes Gutenberg-Universität Mainz, 17-19 November 2011

“Datavaillance,” Facebook and CCTV – it sometimes seems that we live in a world of total observation. Whether walking the streets of London (or many other major cities) or navigating the virtual environment of the internet, most of our movements and actions are potentially open to inspection and evaluation by unknown others. Perhaps the epithets “Orwellian” and “panoptical” – habitually applied to describe our experience of the present – are not entirely unwarranted.

Mehr Infos inklusive des vollständigen cfp gibt es auf der Webseite von Brit Cultures.

Monitoring and Surveillance

Weimar, June 6 – June 10, 2011

Inaugural Weimar-Princeton Summer School for Media Studies 2011

The first international Summer School for Media Studies, a co-operation between the Bauhaus-Universität Weimar (Internationales Kolleg für Kulturtechnikforschung und Medienphilosophie, IKKM) and Princeton University (Department of German), will take place from June 6 – June 10, 2011 in Weimar, Germany. Conceived as the first in a series of annual summer schools that will be held alternately at the IKKM Weimar and at Princeton University, the 2011 program will be directed by Lorenz Engell (Weimar) and Thomas Levin (Princeton).

Vorträge auf dem CCC Kongress

Ich wurde auf zwei zu diesem Blog passende Vorträge auf dem diesjährigen CCC Kongress aufmerksam gemacht. Und da es live-streams gibt, will ich diese vielleicht interessanten Präsentationen hier nicht vorenthalten. Grundsätzlich neu hört sich das nicht an, aber eine weitere Perspektive ist immer gut. Vielleicht kann jemand berichten, der dabei war oder es gesehen hat – ich bin mir nicht sicher, ob ich es live schaffe.

2010-12-29, Saal 2, 12:30, 60′ (Vorratsdatenspeicherung)
Terrorists Win – Exploiting Telecommunications Data Retention? Telecommunications data retention (TDR) has become a reality in most  Western countries. Protagonists claim that the collection of massive amounts of data on the communication behavior of all individuals within a country would enable law enforcement agencies to exploit  patterns in the stored data to uncover connections between suspects.  (…)

2010-12-29, Saal 2, 18:30, 60′ (Videoüberwachung)
INDECT – an EU-Surveillance Project
The acronym stands for Intelligent Information System Supporting  Observation, Searching and Detection for Security of Citizens in  Urban Environment. A total of 17 partners in nine member states are  developing an infrastructure for linking existing surveillance  technologies to form one mighty instrument for controlling the people. They are laying the foundation of a European police state,  since INDECT’s results serve to increase the effectiveness of police operation on the national and European level. INDECT is funded under the European Commission’s Seventh Framework Programme (FP7), the  security-related research of which provides € 1.4 billion Euro for  more than 60 partly interlaced projects. (…)

Die Vorträge werden direkt übertragen (und zu einem unbestimmten Zeitpunkt auch als Aufnahme zur Verfügung gestellt). Die Links zu den Live-Stream finden sich in der Dokumentation:

cfp: Cultures of Control, Moral Panics, and Broken Windows?

Towards a Crime and Criminal Justice History of the Second Half of the 20th Century – Wassenaar (Netherlands) 06/11

NIAS – Netherlands Institute for Advanced Studies in the Humanities and Social Sciences; GERN – Groupe Européen de Recherche sur les
Normativités; GiwK – Gesellschaft für interdisziplinäre wissenschaftliche Kriminologie e.V.; Klaus Weinhauer (Bielefeld/Wassenaar); Herbert Reinke (Berlin/Wuppertal); Margo De
Koster (Louvain-La-Neuve/Amsterdam), Wassenaar (Netherlands) 18.06.2011, Netherlands Institute for Advanced Studies (NIAS)
Deadline: 15.02.2011

The history of crime and criminal justice has made some major strides forward in the last decades. These studies, however, have rarely
explored the 20th century. In order to give this area of research a much needed impulse, a workshop will be held on June 18, 2011 at the NIAS in
Wassenaar (Netherlands).

Mehr Infos findet ihr bei H-Soz u Kult

Vortrag: Grenzsicherung und Kontrolle

Am kommenden Montag, den 13.12.2010, wird  Wolfgang Grenz, stellvertretender Generalsekretär von Amnesty International, Deutschland, an der Uni Hamburg, im Rahmen des Seminars „Europäische Kriminal- und Sicherheitspolitik“ einen Gastvortrag zum Thema Grenzsicherung und Kontrolle unerwünschter Einwanderung in der EU halten.

Hierzu lädt das Institut für Kriminologische Sozialforschung herzlich ein.

Zeit: 12.15 – 14.00 Uhr
Ort: Raum: AP1, Raum 250

Ansichten über Wachen

In Hildesheim eröffnet in der nächsten Woche ein Ausstellung zum Thema Wachen. Alexander Steig präsentiert ab  Dienstag, 7. Dezember 2010, 19:00 Uhr im Kunstverein Via113 seine Ausstellung „Ansichten über Wachen“.

Ort:                  Kunstverein Via113 , kleine Venedig 1a / D-31134 Hildesheim / T. +49 (0)163-173 37 15
Laufzeit:            07.12.2010 – 18.01.2011
Projekttag:        dienstags, 19:00 – 21:00 Uhr und nach telefonischer Vereinbarung

Eine DVD springt an, ein Abgeordneter der Opposition hat sie mir gegeben. Auf dem Monitor ein Krankenhauszimmer: rosa Ölfarbe, Medikamente, Gummischlappen…. Die Kamera schwenkt zum Polizisten. Der Beamte ist aufgesprungen, offensichtlich weiß er nicht, was er mit diesem Medienüberfall anfangen soll. Freunde des Gefangenen im Bett haben die Tür aufgestoßen, die Kamera läuft, jemand zeigt einen Abgeordnetenausweis. Die Augen des Polizisten wandern unstet.
„Kamera aus“!, versucht er zu befehlen. Kamera läuft weiter.  Er streicht sich über die nasse Glatze, versucht Oberwasser zu gewinnen, greift nach dem Telefon, ruft jemanden an, bekommt keine Hilfe, muss sich wieder stellen.
„Mit welchem Recht sind sie da?“ fragt unerbittlich eine Stimme hinter der Kamera. Der Polizist weicht zurück: „Anordnung…Miliz…“ –
„Welche Miliz ?“
Der Polizist versucht noch einmal aufzutrumpfen: “Gehen Sie!“
Keiner geht.
Der Polizist sieht aus, als hätte er Angst.

Auch die Macht fürchtet sich.