Category: Buch-Tipp/Veröffentlichung

Discussion Paper: Disentangling Anonymity and Privacy

Das Forschungsprojekt Reconfiguring Anonymity (VW) hat nun sein ersten discussion paper online gestellt und lädt zu Kommentaren und Feedback ein.

Anon Discussion Paper No. 1: Disentangling Anonymity and Privacy. Theoretical reflections in the light of the conceptual history of both terms.

Autorinnen: Gertraud Koch & Anna Henke, Uni Hamburg

Anonymity and privacy are subjects that are intensely debated in the public. Both have become important matters of political activity and legislation since a loss of both is experienced in particular due to digital information technologies in the context of the Internet and their capacity for processing and storing data.

Kunstprojekt zu Videoüberwachung

Ein Buch zum Projekt Visus Visere (Ausstellung und Symposion im Kunstraum München, 02.-31.07.2011.) ist im Icon-Verlag (2017) erschienen.,

Mit dabei auch ein  Interview das die Journalistin Ilka Kreutzträger dafür mit mir geführt hat.

… Videoüberwachung soll als Präventivmaßnahme zum Schutz der Bevölkerung in der Öffentlichkeit dienen; zur Überführung von Straftätern wird sie als Aufklärungsinstrument herangezogen. Plätze, Straßen, Bahnhöfe, aber auch merkantile Einrichtungen und das private Umfeld bis zur eigenen Haustür finden Eingang in die allzeit wachsamen Augen unzähliger Kameras; ob gleichzeitig ein Augenpaar am Bildschirm diese Informationen bewertet (und im Falle einer Besonderheit »entsprechende Maßnahmen« einleitet) oder die Bilder digital gespeichert (und bei Bedarf rückwirkend eingesehen) werden, hängt von Faktoren wie Gefährdungslage, Relevanz des Ortes und finanziellen Mitteln ab. … Aus dem Vorwort von Alexander Steig

Mit Beiträgen von Ilka Kreutzträger (Interview), Nils Zurawski, Patricia Drück, Simon Frisch und Slavko Kacunko (Texte)

Neue Ausgabe von Surveillance & Society

Vol 15 No 5 (2017): Open Issue

This final open issue of 2017 includes articles interrogating various forms of hidden or unanticipated surveillance. These range from the “surveillance capitalism” regimes of big data companies, to police and employment discrimination based on supposedly neutral indicators of one’s character, to anticipatory citizen filming of police violence. The issue also offers seven book reviews.

Big Data und die Polizei

Da dieser Artikel heute in der FAZ besprochen wurde, sollte er hier auch Erwähnung finden.

Sarah Brayne: Big Data Surveillance: The Case of Policing. American Sociological Review, vol 82, no 5, 2017.

Aus der Conclusion:

Focusing on the interplay between surveillance practices, law, and technology offers new insights into social control and inequality. I argued that big data participates in and reflects existing social structures. Far from eliminating human discretion and bias, big data represents a new form of capital that is both a social product and a social resource.

Interessant auf jeden Fall.

Beton, Kontrollen, Kameras

SWR2 Forum: Beton, Kontrollen, Kameras – Wie verändert der Terror unsere Städte? Sendung am Dienstag 15. August 2017 um 17.05 Uhr (und danach online als podcast)

mit Prof. Dr. Norbert Gebbeken, Bauingenieur, Universität der Bundeswehr, München – Adrian Lobe, Publizist, Heidelberg – Dr. Nils Zurawski, Stadtforscher, Universität Hamburg; Moderator: Jürgen Heilig

Neue Ausgabe: Surveillance & Society

Ein zeitgemäßes Thema:

Vol 15 No 3/4 (2017): Surveillance and the Global Turn to Authoritarianism.

This is our first ever special “Responsive Issue,” conceived of as something extra to our usual process of publication. We asked for shorter articles, written in a more punchy and accessible style, to cover specific countries which are moving in an authoritarian direction, and/or transnational issues that relate to the nexus of surveillance and authoritarianism.

Anonymität und ihre soziale Bedeutung

Das Forschungsprojekt Reconfiguring Anonymity hat erste Überlegungen zu Anonymität aus ihrer Forschung (oder Teilen davon) veröffentlicht. Im Ephemera Journal kann man das nachlesen. Auf den Seiten des Projektes kann man einen Artikel von Carolin Zieringer mit ein paar interessanten Hintergründen nachlesen.

Ephemera Special Issue on Anonymity, featuring Anon-Researchers

Wenn das Digitale in meine Welt eindringt….

Es ist eine Binsenweisheit, dass das Digitale in unsere Welt eindringt und sie vielfach übernimmt, uns zu neuen, anderen Praktiken im Alltag auffordert, gar zwingt, dass viele der Folgen noch nicht absehbar sind, wir andererseits uns aber auch begeistert auf die neuen Möglichkeiten stürzen, die geboten werden. Dass wir manchmal nur Probleme lösen, die wir ohne die Technik nicht gehabt hätten, ist dabei zweitrangig.

Zwei Artikel, die kürzlich erschienen sind, beschäftigen sich mit diesen Konsequenzen und Entwicklungen.

Von Karteikärtchen zu Code

Die Ausgabe 1/2017 des Max Planck Forschung-Magazins widmet sich in einem Schwerpunkt dem Thema Big Data.

Dabei ist insbesondere der Artikel “Daten zum Stapeln” (Autorin: Tina Heidborn, ab S. 26) lesenswert, über die Geschichte der Statistik.

Für Wissenschaftshistoriker ist Big Data kein neues Phänomen. Auch im 18. und 19. Jahrhundert sammelten Wissenschaft und staatliche Stellen enorme Datenmengen. Und schon damals war es eine Herausforderung, sie sinnvoll auszuwerten.

Algorithmen, Kommunikation und Gesellschaft

Gerade erschienen bei Kommunikation@Gesellschaft, die Themenausgabe zu “Algorithmen, Kommunikation und Gesellschaft”, herausgegeben von Jan-Hinrik Schmidt, Katharina Kinder-Kurlanda, Christian Stegbauer und Nils Zurawski.

Mit Beiträgen zur Soziologie des Algorithmus; Algorithmische Selektion im Internet; Filterblasen – Ausgangspunkte einer neuen, fremdverschuldeten Unmündigkeit?; „Online-Audiences“Zur Publikumsvermessung im Internet u.a.m.

Crowdfunding-Aufruf für Kater Demos

Die Zeitschrift Kater Demos ruft zu einer Crowdfunding-Aktion auf – Sie wollen ihr nächstes Heft zum Thema Überwachung damit bezahlen, promoten, publizieren. Gute Inhalte, so weit ich das sehen kann. Vielleicht ist der ein oder andere Euro ja wert, dort investiert zu werden.

Kater Demos schaut in seiner vierten Ausgabe zum Schwerpunktthema “Überwachung” hinter die Fassade unserer überwachten Gesellschaft, um herauszufinden, ob unsere Freiheit zukünftig noch Chancen hat. Und das im Jahr 2017, in dem ausgerechnet Orwells “1984” wieder an die Spitze der Bestsellerlisten kletterte. Seit Snowden wissen wir zwar, dass wir alle anlasslos und massenhaft von Geheimdiensten überwacht werden: Doch hat sich etwas zum Besseren verändert?