Neben der Diskussion um Open Access in den Wissenschaften (dazu erscheint in Kürze eine Themenausgabe des Journal kommunikation@gesellschaft) tranportierte das Internet auch immer die Idee freie Informationen, insbsondere was Nachrichten angeht. Das Feld ist lange bereits umkämpft und mit dem Beginn der Kommerzialisierung des Netzes vor 25, vielleicht sogar 30 Jahren steht diese Idee immer schon zur Disposition, wenn sie nicht in Gefahr ist. Freie Zugänge und diese Idee werden im großen Maßstab u.a. von Wikipedia oder der Wayback Machine, dem Archiv des Internet, hoch gehalten. Letzteres scheint nun in Gefahr zu sein, wie The Conversation berichtet.
News sites are locking out the Internet Archive to stop AI crawling. Is the ‘open web’ closing? (5.2.2026)
Dass die freie Zugänglichkeit nicht ganz ohne Dilemmata ist, wird in dem Artikel klar. Ob aber die kommerzielle Schließung die Lösung sein wird, die dann die „freien“ sozialen Medien mit den vermeintlichen News für alle noch mehr zu den allverfügbaren Quellen von wenn schon nicht sklavisch „obhektiver“, vor allem aber faktenbasierter Berichterstattung machen würde, ist eine genauere Betrachtung wert. Muss es sein, die Ergebnisse dessen sieht man bereits jetzt.
Sehr passend dazu findet im September die Tagung Tagung „Utopien und Dystopien der digitalen Gesellschaft: 30 Jahre Forschung zu computervermittelter Kommunikation“ zusammen mit dem Weizenbaum-Institut statt.
