Peter Schaar kritisiert Videoüberwachungsdiskussionen

“Der Datenschützer kritisierte auch die aktuelle Debatte über Video-Ãœberwachung nach dem Anschlag auf den Marathonlauf in Boston. Es gebe bereits jetzt ein hohes Niveau an Videoüberwachung und entsprechende gesetzliche Voraussetzungen dafür. An welchen Orten die Videoüberwachung bei Anwesenheit vieler Menschen zum Einsatz komme, sei eine Frage der Polizeitaktik. “Eine flächendeckende Videoüberwachung sollte es nicht geben”, so Schaar, weil diese in das informationelle Selbstbestimmungsrecht eingreife.”

(Quelle)

Also eher mehr Qualität als Quantität? Grundsätzlich wünschenswert, aber vor allem technisch nicht gerade einfach zu realisieren. Die geringe präventive Wirkung von Videoüberwachung dürfte inzwischen allgemein bekannt sein, so daß sich die Frage der Qualitätsverbesserung hier vorrangig kaum stellen dürfte, wenn die gesamte Maßnahme strittig ist. Und auch bei der Fahndung gibt es durchaus noch Potential, um es mal vorsichtig zu formulieren:

“Now it seems that blockages and miscommunications between and within those agencies caused them to miss the Boston marathon bomb plot last week that killed three people and wounded 176, lawmakers said Tuesday. (…) The FBI does have a facial recognition database of 12 million mug shots but they have yet to confirm or deny that they ran the images of the Tsarnaev brothers through that database before releasing them on Thursday, asking for the public’s help to identify them.”

(Quelle)

Da dürfte der eine oder andere letztlich wohl doch wieder dem alten Sprichwort “Viel hilft viel” verfallen und einfach eine Ausweitung von Videoüberwachung fordern. Vielleicht liegt deshalb die Zukunft ja auch in einem Rollenwandel?

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