Spitzel und Spione

In der Reihe die Story lief am 13.10.2014 ein Dokumentation über den Verfassungsschutz. Das Besondere daran: Mitarbeiter des Verfassungsschutzes äußerten sich offen oder verkleidet zu ihrer Arbeit und dem Dienst selbst. Ob hier eine neue Offenheit zu bestaunen ist oder nur eine verbesserte Pressearbeit ist auch nach dem Film offen.

Wenn man aber aufmerksam zuhört und das Gesagte als Material hört, dann bieten sich viele Ansatzpunkte der Kritik, der Analyse von Geheimdiensten und ihrer Mitarbeiter, die manchmal so tun als hätten sie Jobs wie andere Menschen auch. Was das grundsätzliche Problem von Geheimdiensten im Allgemeinen und des Verfassungsschutzes im Besonderen ist, wird nur zwischen den Zeilen deutlich, leider. Meine letzte Begegnung mit einem Beamten der Behörde war eher ernüchternd, was die Geisteshaltung und das Selbstverständnis angeht – auch da war es vor allem geschickte Pressearbeit. Aber vielleicht war der Film ja ein Anfang für weitere offene Kritik, die einen nicht gleich ins Visier der Schützer bringt muss…

Spitzel und Spione:
Ein Film von Egmont R. Koch und Holger Schmidt

2 comments

  1. W-Mann sagt:

    Wäre interessant wie die Begegnung mit dem Beamten verlief.

  2. Bei einer Veranstaltung, wo ich etwas zur Geschichte von Spionage und Geheimdiensten erzählt habe und der Beamte danach etwas zur Arbeit des Vfschutzes. Das Thema des Beamten war die Arbeit des Vfs bei der Wirtschaftsspionage – ein nettes, unverfängliches Thema, da es nicht um politische Einschätzungen von Radikalen ging, nciht um den NSU oder die Arbeitsweise der Behörden – sondern um Wirtschaft, um Computerkriminalität. Ein schönes Thema halt, spannend und wo jeder sagen kann: Jo, das ist doch toll. Leider gab es keine Zeit, über den Vortrag als solchen zu diskutieren. Vielleicht an anderes Mal – und wer will das wissen? illuminatus?? Verfassungsschutz?

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