RFID im Schulterpolster

Schwer zu sagen, ob das tatsächlich unter den Begriff der Überwachung fällt, wenn American-Football-Spieler mit rfid-Chips ausgestattet übers Feld laufen. Es ist eher eine Kontrolle oder Tracking, Monitoring. Auch ist daran zunächst nichts problematisch, nicht zuletzt weil professionelle Sportler ohnehin unter ständiger Beobachtung und Selbstbeobachtng stehen. Ob das ein Problem ist, ist ein anderes Thema.

Die NFL hat auf jeden Fall zur beginnenden Saison einige Spieler damit ausgestattet, (auch bei TechTimes) nicht allein zur Leistungskontrolle, sondern auch um den Zuschauern im Stadion und an den Geräten zu Hause, Antworten auf wichtige Fragen zu liefern – direkt vom Spieler selbst sozusagen.

How far did that player actually run to gain 4 yards? How fast? When, exactly, did he start running out of steam?
This NFL regular season, players will be equipped with tracking technology in their shoulder pads that will tell broadcasters and fans, in real time, the answers to those questions and more. (Chicago Tribune, 31.7.2014)

Was hier zur Unterhaltung der Zuschauer ein Teil des Spiels werden soll, ist bei Louis van Gaal ein Teil des Trainings, wenn es stimmt, dass er eine Videoanlage für 630.000 Euro installiert hat um seine Spieler beim Training zu beobachten um ihnen zu zeigen, was sie gut und schlecht machen.

Überwachung macht vor keinem Lebensbereich halt – ob es immer böse ist, wage ich mehr und mehr zu beweifeln. Allerdings lohnt sich der ständige Blick auf diese Entwicklungen, denn der Profi-Sport ist durchaus ein Bereich, in dem Technologien ausprobiert werden, die dann in anderer Form und mit ganz anderen Zielen möglicherweise an anderer Stelle ausprobiert werden – ob dann immer noch zur Unterhaltung bleibt abzuwarten. Die quantified-self-Bewegung geht hier schon in einer ähnliche Richtung,  noch freiwillig…

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