Tag: Kino

Buchneuerscheinung: Der asymmetrische Blick

Als Ergänzung zu diesem Posting, ein Hinweis auf eine Neuerscheinung:

Martin Blumenthal-Barby: Der asymmetrische Blick. Film und Überwachung. Paderborn: Fink 2016.

Martin Blumenthal-Barby interpretiert Filme, die Überwachung auf so verschiedenen Gebieten wie dem städtischen Leben, der militärischen Kriegsführung, der Erziehungspraxis und der religiösen Lehre behandeln. Doch sind es nicht allein diese thematischen Diskurse, die die behandelten Filme für eine Sondierung des Themas Überwachung prädestinieren. Überwachung stellt sich nicht als bloßes Thema dar, das von einer sicheren Betrachterposition aus zu erörtern wäre, sondern als Sichtweise, die wir selbst einnehmen, als Erfahrung, die wir selbst machen.

Screening Surveillance – Überwachung im Film


Screening Surveillance – An interpretive chronology by Steve Anderson, examining the depiction of surveillance in Hollywood from Charlie Chaplin to Edward Snowden
Hier ein ausführlicher Kommentar dazu. Hier ein (älterer) Text von mir. Hier und hier Listen von Überwachungsfilmen, und zwei aktuelle Publikationen zum Thema:

Filmreihe: Kino der Geheimdienste

Vom 24.11. bis 17.12. läuft im Zeughauskino, Berlin, die Filmreihe “Kino der Geheimdienste”, kuratiert von Karin Fritzsche, Barbara Wurm und mir.

Gezeigt werden vor allem Filme aus dem Archiv der BStU, d.h. Stasi-Lehrfilme, Oberservationsmaterial, Propaganda, interne Feierstunden, u.a. Alles von lächerlich über absurd bis grausig. Außerdem werden an zwei Abenden geheimdienstliche Filme aus Ungarn und der (Tschecho-)Slowakei zu sehen sein. Viele der Filme waren nie zuvor auf einer Kinoleinwand zu sehen, manche werden überhaupt zum ersten Mal öffentlich vorgeführt.

Vergesst “Das Leben der Anderen”. Wer wissen will, wie die Stasi wirklich getickt hat, muss diese Filme gesehen haben. Ein kommentiertes Filmprogramm findet ihr hier. Vor jedem Programm gibt es eine kurze Einführung. Der Eintritt ist frei.