Satelliten-Ãœberwachung gegen Genozid

Überwachung für eine gute Sache? Offensichtlich lässt sich moderne Satellitentechnologie nicht nur für das Ausspionieren von Menschen nutzen, sondern ebenso, um andere Menschen zu schützen.

Heute wird Amnesty International unter der Adresse www.eyesondarfur.org eine Webseite starten, auf der die aktuellsten Luftaufnahmen aus der Region zu sehen sein werden. Die Organisation rief Internetnutzer weltweit dazu auf, ein Auge auf die Vorgänge in der Konfliktregion zu haben. (Spiegel Online 6.7.2007)

Das Internet als kollektives Kontrollinstrument – eine gute Idee in einer oft tatenlos zusehenden Welt, in der Darfur nur dann ein Thema ist, wenn es wieder über alle Maßen aus dem Ruder läuft. Ob es tatsächlich etwas bringt, die Verantwortlichen so unter Druck zu setzen und ob es helfen wird auf der anderen Seite mehr echte Hilfe für echte Lösungen zu erreichen bleibt dahin gestellt. Was alles möglich ist und auf welchen Gebieten diese Art der Ãœberwachung noch stattfinden wird, wird sich zeigen – erste Beispiele gibt es aber bereits, wie zum Beispiel bei der Kontrolle von Migrationsbewegungen in Afrika oder zur Ãœberwachung des Drogenanbaus. Die Grenze von “guter” und auspionierener Ãœberwachung wird immer wackeliger, ganz abgesehen davon, welche Interpretationen aus diesen Bildern und Karten gezogen werden können.

Siehe auch: Computerwache, Telepolis, 6.6.2007:

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