RFID. Vom Ursprung einer (all)gegenwärtigen Kulturtechnologie

Bei Kadmos erschienen:

RFID. Vom Ursprung einer (all)gegenwärtigen Kulturtechnologie

Aus dem Klappentext:

RFID, Radio-Frequency-Identification, ist in aller Munde. Doch aus allen Mündern spricht’s das zweifach Gleiche: die Funkchips auf den Dingen unseres Alltags sind entweder vergötterter Hi-Tech oder aber sie sind datenschnüffelndes Teufelswerk. Dieses Buch sucht den schmalen Horizont dieser Debatte mittels einer konkret recherchierenden Medienwissenschaft zu erweitern. Was verbirgt sich hinter diesen vier Buchstaben?

Was funkt da eigentlich und woher stammt dieses Funken? Charaktere, Zeiten, Orte, Technologien – erstmalig werden hier die Ergebnisse einer medienarchäologischen Spurensuche von RFID beschrieben. Eine vermeintlich hochaktuelle Informationstechnik entpuppt sich dabei als ein 60 Jahre altes Programm elektronischer Daseins-Identifikation. Zum Einen ist diese Studie ein Ausflug in den immanent militärischen Ursprung von RFID, ein Ursprung, der sich auch durch die aktuelle Bezugnahme zum Irakkrieg offenbart. Zum Anderen bildet der so geschärfte Blick eine konkrete Basis für weiterführende Fragen nach dem Verhältniss von Objekten und deren “parasitärer” Objektcodierungen, von Natur und SigNatur, angesichts einer funkenden Allgegenwärtigkeit. Diese Fragen gibt die Studie mit auf den Weg zu einer informierteren und inspirierteren Debatte um Ist und Soll der Funkchips. Eine letzte Frage allerdings scheint derweil beantwortet: wie relevant, anschlußfähig und investigativ heutige Medienwissenschaft sein kann und darf.

Hier eine Leseprobe aus dem Buch.

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