Verschiedenes zu Kundenkarten…

Ich habe in letzter Zeit ein paar verstreute Meldungen zu Kundenkarten gefunden, die ich hier einmal zusammenfassend kommentieren möchte:

Unter dem Titel “es gibt kein Versteck mehr” kommentiert eine Wiener Kollegin den Fall eines Kunden, der mti seinen Kundendaten konfrontiert wurde, als er sich über abgelaufene Ware beschweren wollte. Das ist doch endlich mal ein Fall wie wir ihn alle immer herausbeschwören und wie er in der schönen neuen Konsumwelt in Zukunft bestimmt öfter haben werden. Ob es hier nur um besonders naßforsche Filialleiter geht oder ein generelles Problem bzw. einen Trend zu mehr Neugier und kategorisierender Kontrolle, muss zunächst offen bleiben.

Kundenkarten sind im Trend – in Deuschland ist allerdings nach durchschnittlich 4 Karten Schluss im Portemonnaie – weswegen die Unternehmen auf die mobile Technik setzen.

Das Smartphone ersetzt dann die Plastikkarten. Was das für den Umgang mit der Karte bedeutet, die ja auch ein Artefakt ist, welches wie unsere Studie gezeigt als solches einen Wert hat und eine Beziehung symbolisier, ist unklar. Das aus Überwachungsstudien-Sicht interessante Stichwort ist dann mal wieder das Internet der Dinge (bei DW-World) und die Probleme des Datenschutzes.  Aber es sollte dann nicht vergessen werden, wie die Nutzer mit den Dingen umgehen, was die Dinge tun, bedeuten, wie sie eventuell sich entwickeln im Zusammenwirken mit ihren Nutzern.

Denn bereits Kundenkarten sind nicht nur Schnäppchenkarten, auch wenn es mitterweile einen Selbstversuch gibt wie der Kunde auf die Marketingtricks reinfallen. Nicola Holzapfels “die Leiden einer Schnäppchenjägerin” fokussiert hier vielleicht etwas falsch, wenn sie nichts anderes sieht. Und ich glaube fast, das der Selbstversuch bereits zeigt, dass Kundenkarten vor allem eines sind – Karten, die eine Beziebung zu einem Unternehmen besiegeln, eher als begründen. Und da sind rationale Ãœberlegungen über die Höhe der Rabatte sinnlos bzw. nicht Teil der Beziehung. Und hier liegt ja das Problem bzw. der Schlüssel zum Erfolg der Karten aus Unternehmessicht. Die Tricks zu entarnen ist banal – interessanter ist zu zeigen, wieso die Tricks nicht als solche wahrgenommen werden und wie sie an das Soziale an sich ansetzen. Es ist keine höhre Verschwörung am Werke, sondern zutiefst menschliches Verhalten soziale Beziehungen einzugehen. Das diese nun zu einem Unternehmen eingegangen werden, ist die eigentliche Crux der Karten.

 

 

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