Art of Surveillance // Kommentar zum ‘Ãœberwachungsfilm’

1. Ein Link auf einen WIRED-Beitrag: The Art of Surveillance.

2. Eine Ergänzung zu Nilz’ Beitrag aus Sicht eines Film- und Kulturwissenschaftlers: Natürlich ist “Look” nicht der erste Film, der ausschließlich “mit Ãœberwachungskameras gedreht” wurde. Um genau zu sein (das lohnt sich immer wieder) ist es ein Film mit einem Drehbuch, der mit gewöhnlichen Kameras aus den entsprechenden Perspektiven so gedreht wurde, dass die Aufnahmen den konventionalisierten Eindruck erwecken, als entstammten sie “echten” Ãœberwachungskameras.

Ein Ãœberwachungsfilm nach Nilz’ Definition wäre Der Riese von Michael Klier aus dem Vor-Orwell-Jahr 1983, der ausschließlich aus found footage besteht, das vor allem aus Ãœberwachungskameras stammt, aber z.B. auch aus Kameras, die der Betriebsroutine dienen, wie in der Logistik eines Flughafens.

Ein weiteres Beispiel aus dieser Kategorie wäre Caught in the Act, ein Video, das 1995 in Großbritannien kurzzeitig auf den Markt kam. Das zielte allerdings, unter einer ‘aufklärerischen’ Maske (“Is Big Brother watching YOU? Only by being informed can you judge for yourself!”) unverhohlen auf die voyeuristischen Neigungen der Käufer.

Ein Beispiel für eine Kombination aus Kunstanspruch & gefundenem Material aus jüngerer Zeit schließlich wäre Faceless von Manu Luksch.

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