Videoüberwachung kartiert!

Unter dem Namen „Surveillance under Surveillance“  kartiert die das Projekt Videokameras. Nun hat das kürzlich bedrohte Projekt der CCC übernommen und es bleibt weiterhin erhalten. So kann man auch für Hamburg sehen, wo Kameras stehen und einen “beobachten”. Warum die Gänsefüßchen?

Die Karte gibt relativ genau Auskunft über die Kameras, Typ und Beobachtungswinkel, aber wenig über wer kontrolliert, welchem Zweck sie dienen, ob sie Räume von Menschen beobachten oder, wie auch an Bahnhöfen, die Gleise, also der Sicherheit dienen, dem Betriebsablauf u.ä. – zumindest ist es für mich nicht erkennbar gewesen. Das macht so eine Karte nicht weniger wert, mir aber fehlt dabei etwas, auch weil damit der Umstand der Kamera allein zum Problem wird, was ich so nicht immer teile. Kameras, die Eingänge überwachen, zur Zutrittskontrolle von Unbefugten, würde ich kategorisch unter eine andere Art von Überwachung einsortieren, als solche, die auf öffentliche Plätze gerichtet sind und möglicherweise mit weiteren Technologien, KI oder Verhaltenserkennung, kombiniert ganz andere Zwecke verfolgen und somit auch ander invasiv in Rechte oder Möglichkeiten und die Beschaffung des öffentlichen Raums eingreifen.

Dennoch: Eine tolle Karte, hinter der ganz schön viel Arbeit steckt und die so oder so ein wichtiges Mittel ist, um Überwachung transparenter zu machen.