Surveillance Studies Preis für Journalisten, 2017

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Ausschreibung

Überwachung und Kontrolle sind höchst komplexe Themen, die mehr denn je nach einer informierten, kritischen und differenzierten Berichterstattung verlangen. Längst geht es um mehr als nur um die Angst, wie gläsern der Besitzer einer Kundenkarte wird oder wie übergriffig Videoüberwachung sein kann. Es geht darum, wie Macht und Herrschaft in einer digitalen Zukunft organisiert und kontrolliert werden. Industrie 4.0, Smart Cities, Smart Homes oder wearable computing sind hier die Stichworte.

Dass kritisch und differenziert berichtet wird, ist wichtig für die Gesellschaft. Deshalb fördert der Surveillance Studies Preis für Journalisten herausragende Medienbeiträge aus diesem Themenfeld.

Preiswürdige Beiträge sollen in ihrer Darstellung neue Einsichten und Erkenntnisse präsentieren und/oder auf den aktuellen Stand der wissenschaftlichen Forschung Bezug nehmen. Die Darstellungen sollen über gängige Klischees (Big Brother, böse Datenkraken usw.) hinausgehen; sie sollen Interesse wecken für das komplexe Thema Überwachung und die darstellerischen Stärken des gewählten Mediums (Print/Online/Video/Audio) nutzen.

Der Preis wird 2017 zum fünften Mal vergeben. In der Jury urteilen Wissenschaftler und Journalisten gemeinsam über die eingereichten Wettbewerbsbeiträge, denn das Thema braucht den interdisziplinären Austausch. Der Preis soll für diese Verständigung eine Plattform bieten. Als Preisgeldstifter ist wie in den Vorjahren das Online-Magazin Telepolis mit dabei.

Teilnahmebedingungen

Formate:

Es können journalistische Beiträge aller Mediengattungen eingereicht werden:

  • TV/Film (DVD und Sendeskript),
  • Radio (mp3 und Sendeskript),
  • Online-Medien (pdf-Datei der Webseite inkl. Link; bei interaktiven Angeboten Link + Beschreibung des Angebots) sowie
  • Presse (Ausdruck und .pdf-Datei).

Allen Einsendungen ist ein Abstract des Beitrages von max. 100 Wörtern beizufügen. Alle Dateien sind auf üblichen Datenträgern (wie CD/DVD) dem Werk beizulegen

Publikationsdatum:
Der Beitrag darf bei Einsendeschluss nicht älter als 12 Monate sein, muss also nach dem 15.9.2015 erschienen sein.

Publikationsort:
Der Betrag muss in einem deutschsprachigen Medium erschienen sein.

Weitere einzureichende Unterlagen:
Kurzer Lebenslauf des/der Autor/in.

Preis:
Das Preisgeld beträgt 1.000 Euro.
Der Preis wird in einer öffentlichen Preisverleihung vergeben.

Einsendetermin für Bewerbungen ist der 15. September 2016.

Einsendungen an:

Dr. Nils Zurawski
Universität Hamburg
Institut für kriminologische Sozialforschung
Allende-Platz 1
20146 Hamburg

oder per Email an: preis@surveillance-studies.org

Das gilt auch für alle Fragen und Infos.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen!

Die Gewinnerinnen und Gewinner werden informiert, sobald die Jury getagt hat. Die Preisverleihung wird am 27. Januar 2017 in Hamburg stattfinden.

Jury

  • Annette Hillebrand, Journalistin, Dozentin, Hamburg
  • Anne Roth, Politikwissenschaftlerin, Aktivistin, Referentin der Linksfraktion im NSA-Untersuchungsausschuss des Bundestages, Berlin
  • Dr. Dietmar Kammerer, Institut für Medienwissenschaft, Marburg
  • Prof. Dr. Volker Lilienthal, Institut für Journalistik und Kommunikationswissenschaft, Rudolf-Augstein-Stiftungsprofessur für Praxis des Qualitätsjournalismus, Hamburg
  • Adrian Lobe, Journalist (u.a. FAZ, Die ZEIT, Preisträger 2016)
  • Florian Rötzer, Philosoph, Chefredakteur von Telepolis
  • Peter Schaar, Vorsitzender der Europäischen Akademie für Informationsfreiheit und Datenschutz (EAID) / Bundesbeauftragter für den Datenschutz und die Informationsfreiheit a.D.
  • Dr. habil. Nils Zurawski, Institut für Kriminologische Sozialforschung, Hamburg