DNA-Tests für Hooligans

Und es geht weiter – nach Berlin wollen nun auch Niedersachsen und Hamburg die Tests einführen. Nordrhein-Westfalen hingegen sieht keinen Bedarf.

WDR – mit WM-Special zu NRW
NDR Online – Tests in Hamburg und Niedersachsen
Mehr bei RBB Online.
WM der Sicherheit (ARD Dokumentation)

Es mag ja einigermaßen nachvollziehbar sein, von vorbestraften Hooligans im Hinblick auf die WM vorrausschauend einmal einen DNA-Fingerabdruck zu nehmen – und die Proteste bei der Bevölkerung bleiben deshalb wahrscheinlich auch aus. Ãœberhaupt scheint die ‘WM weniger ein Fußball-Fest zu sein, als vielmehr ein Sicherheitsproblem.. von mir aus müssten sie auch nicht spielen… aber da stehe ich wohl allein da…

tagesschau.de zur WM in Deutschland

Seriöse VÜ-Evaluation weiterhin Mangelware

Die ärgerliche Studie von Bücking/Kubera (Eine digitale Streifenfahrt …, 2004) wurde von Quambusch noch getoppt (in Kriminalistik 2005, 156 ff.). Eine lesenswerte Erwiderung von Markus Lang (Berlin), die mir erst jetzt aufgefallen ist, findet sich ebenfalls in der Kriminalistik (2005, 723 ff.) – sein Fazit: “Langfrsitige und wissenschaftlich zuverlässige Evaluationsstudien über Videoüberwachung bleiben in Deutschland weiterhin ein Mangel”!

Surveillance Studies im Kommen…

Der Chronicle of Higher Education vom 17. März 2006 kann auch nicht daran vorbeisehen: Surveillance Studies sind ein wichtiges Forschungsfeld – auch wenn der Artikel etwas großspurig mit Watching the Watchers überschrieben ist…

“Several decades ago, you could probably fit all the surveillance researchers into a phone booth; now you would need an auditorium,” says Gary T. Marx, a professor emeritus of sociology at the Massachusetts Institute of Technology who is the doyen of such studies in the United States.

The embrace of surveillance technology by the United States and other economically developed countries is driving the growth of an interdisciplinary subfield known as surveillance studies, says David Lyon, director of the international Surveillance Project at Queen’s University, in Ontario, and the author of many books on the subject.

Vielleicht wird das ja auch einmal hierzulande zur Kenntnis genommen…

Interessantes von der Konferenz in Sheffield

The Register hat einen Artikel (12.4.06) zu der Surveillance Konferenz in Sheffield – und da ist auch unser Hamburger Projekt erwähnt…. der Artikel ist ein scharfer Seitenhieb gegen Englands Obsession mit Kameras…

The usual suspects with the loudest voices step forward to tell councils what they think about crime prevention, which is usually a righteous haze of reports about irritating misdemeanours.
The inadequacy of this consultation may have been unearthed by Dr. Nils Zurawski at the University of Hamburg. Presenting at the same conference, Zurawski found** that the public desire for surveillance was acute in Boberg, a safe suburb of Hamburg; and insignificant in St. Georg, a poor district.

… ein kleiner Erfolg..

Münsteraner Studierende wehren sich!

Der Artikel verdient es aus dem Feed in den Mittelpunkt gehoben zu werden…. Münsteraner Studierende klagen gegen die Videoüberwachung an ihrer Uni… und das mit Erfolg…

Mancher Erfolg kommt schneller als gedacht. Kaum haben drei Studierende des Fachbereichs Jura der Universität Münster vor dem Verwaltungsgericht eine Klage gegen die Videoüberwachung an der Uni eingereicht, reagierte die Hochschulleitung. Sie ließ kürzlich einen Teil der inkriminierten Kameras auf dem Campus der Wilhelms-Universität abbauen.

aus: Telepolis, 17.4.2006

Willkommen bei surveillance-studies.org

So hier ist es – das Weblog des Forschungsnetzwerkes Surveillance-Studies. In den kommenden Tagen, Wochen und Monaten wollen wir hier ein Netzwerk aufbauen, Informationen zu aktuellen Themen und Forschung rund um die Aspekte, Ãœberwachung, Kontrolle, Technologie uvam. bereit stellen.

Wir laden alle Interessierten ein, Teil des Netzwerkes zu werden, das Weblog zu vernetzen und zu nutzen. Wir stehen gerade am Anfang….. der Inhalt und das Profil werden also von jetzt an wachsen und Moment aufnehmen… u.a. mit eurer Hilfe….

Wir freuen uns auf eine interessante Vernetzung und Austausch.

Großen Dank an Christophe Stoll für das Design.

Grüße

nilz

Fussball-Fans beobachten die Polizei

Die WM und auch vergangene Spiele haben uns aufmerksam gemacht für das was vielleicht auch von den Fans zueraren war und sein wird….. rechtsradikale Fans stören den Sport erheblich…. aber: das heißt nicht, dass alle Fans Randalierer sind. Eine Initiative aus Brandenburg hat den Spieß umgedreht und beobachtet die Poizei, die wohl auch nicht immer genau hinsieht wer da eigentlich jubelt…

http://www.fussballfans-beobachten-polizei.de/

Technik und Kundenfreundlichkeit

Die Technik nicht beherrschen aber unfreundlich zu Kunden sein… der Generalverdacht ist ausgesprochen – so scheint es – für alle Unzulänglichkeiten der Technologien sind wir als Kunden selbst verantwortlich. Ein paar schöne Geschichten dazu bei FoeBud e.V.

Leider ist das nicht nur komisch, sondern zeigt auch worauf wir uns in Zukunft beim Kauf eines Liters Milch oder einer neuen Hose einstellen können.