Category: Forschung/Theorie

zum Lesen…

und vorher kaufen, da noch nicht alle Artikel online sind …
Forum Wissenschaft 2/2006 mit einem Artikel zu Forschungsperspektiven zu Kontrolle und Ãœberwachung (Nils Zurawski: Surveillance Studies). Diese Ausgabe ist ein Spezial zur WM … mit interessanten Artikeln zu Militär und Sport, Datenschutz usw…
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und immer wieder Augen….

Ein Forschungsproblem haben die Surveillance Studies beileibe nicht – wohl aber ein gestalterisches: Bücher und Artikel zum Thema Ãœberwachung, Privacy, Datenschutz usw. operieren, wenn sie denn Bilder auf dem Umschlag oder im Text (vor allem zur Bebilderung von Artikeln, die ohne konkrete Photos auskommen) fast ausschließlich mit Augen, Kameras oder ähnlichem. Konsequent oder fehlt uns die Phantasie zur besseren Bebilderung?

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Beispiele, wahllos herausgegriffen:

David Lyon – Surveillance after September 11: Augen
Simson Garfinkel – Database Nation: Ein Schlüsselloch mit einem Augenpaar
Mike McCahill – The Surveilance Web: Kameras und Computer
Norris/Armstrong – Maximum Surveillance Society: ein stilisiertes Auge
William Bogard – Simulation of Surveillance – Masken mit leeren Augen
David Brin – Transparent Society: Computer-Chips mit einem Auge dahinter
James B. Rule (1974)- Private Lives and Public Surveillance: ein Auge (Zeichnung)
Singelstein/Stolle – Sicherheitsgesellschaft: Monitore
Reg Whitaker – Ende der Privatheit: Computerplatinen, die den Anschein von Star Wars erwecken.
Christiane Schulzki-Haddouti – Im Netz der inneren Sicherheit: Auge und Fadenkreuz
Kevin Haggerty/Richard Ericson – Surveillance and Visibility: Kameras

Nicht das ich falsch verstanden werde – ich mag die Bilder, aber ich denke, dass wir auch bessere finden können, die ebenfalls daraufhinweisen können, was wir machen, worüber wir auch noch reden. Im Sinne einer erweiterten Erkenntnis können auch Bilder helfen zu zeigen das das Themenfeld Surveillance Studies mehr behandelt als Kameras. Wie, das ist die Frage? Vorschläge? Immer gern.

Gedanken zur Ãœberwachung – neu und alt

Literatur zu Ãœberwachung wird immer mehr… daher ein paar Texte zum Lesen und Wiederlesen…

James B. Rule hat bereits 1974 ein Buch mit dem Titel Private Lives and Public Surveillance geschrieben und schreibt immer noch zu dem Thema…. das Buch bekommt man über Online Antiquariate..

Anti-Surveillance von Brian Martin von 1993 (Anarchist Studies, Vol. 1, 1993, pp. 111-129.)

und dann noch und immer wieder Neues und Inspirierendes von Gary T. Marx – z.B. “Forget Big Brother and Big Corporation: What about the Personal Uses of Surveillance Technology as Seen in Cases Such as Tom I. Voire?” passend zur Diskussion um das Online Vigilantentum von hollabacknyc.com

oder: Soft Surveillance: The Growth of Mandatory Volunteerism in Collecting Personal Information—”Hey Buddy Can You Spare a DNA?”

viel spaß beim Lesen…

Die Sicherheitsgesellschaft

Im Verlag für Sozialwissenschaften ist das Buch “Die Sicherheitsgesellschaft. Soziale Kontrolle im 21. Jahrhundert” von Peer Stolle und Tobias Singelnstein zum Stand
und zur Entwicklung von Ãœberwachung, Strafe, Sicherheitspolitik und sozialer Kontrolle erschienen.

Die beiden Autoren werden auf dem Auftaktpodium des Forum “Stadt – Sicherheit” beim BUKO29 als ReferentInnen zur Verfügung stehen:

Thema Ãœberwachung in der MIT Technology Review

In der Mai Ausgabe der deutschen Version der MIT Technology Review finden sich ein paar interessante Artikel zu den Themen Biometrie, Sicherheit sowie ein Interview mit Peter Schaar, dem Bundesdatenschutzbeauftragten.

Interview mit Peter Schaar
Das Geschäft mit der Angst von Niels Boeing
mehr Artikel in der Rubrik Infotech

Surveillance Studies im Kommen…

Der Chronicle of Higher Education vom 17. März 2006 kann auch nicht daran vorbeisehen: Surveillance Studies sind ein wichtiges Forschungsfeld – auch wenn der Artikel etwas großspurig mit Watching the Watchers überschrieben ist…

“Several decades ago, you could probably fit all the surveillance researchers into a phone booth; now you would need an auditorium,” says Gary T. Marx, a professor emeritus of sociology at the Massachusetts Institute of Technology who is the doyen of such studies in the United States.

The embrace of surveillance technology by the United States and other economically developed countries is driving the growth of an interdisciplinary subfield known as surveillance studies, says David Lyon, director of the international Surveillance Project at Queen’s University, in Ontario, and the author of many books on the subject.

Vielleicht wird das ja auch einmal hierzulande zur Kenntnis genommen…