Archiv für Videoüberwachung / CCTV

Beton, Kontrollen, Kameras

SWR2 Forum: Beton, Kontrollen, Kameras – Wie verändert der Terror unsere Städte? Sendung am Dienstag 15. August 2017 um 17.05 Uhr (und danach online als podcast)

mit Prof. Dr. Norbert Gebbeken, Bauingenieur, Universität der Bundeswehr, München – Adrian Lobe, Publizist, Heidelberg – Dr. Nils Zurawski, Stadtforscher, Universität Hamburg; Moderator: Jürgen Heilig

Kameras überall…

Was wir tun, wenn wir überwacht werden, RBB, Die Profis, 5.8.2017

Der Anlass war der Feldversuch zur biometrischen Gesichtserkennung am Südkreuz in Berlin, das Thema ist immer das gleiche, die Fragen sind ähnlich.

Anhörung zu Videokameras

Nun hat auch Brandenburg sich Expertenmeinungen zu BodyCams und Videoüberwachung (ein Protokoll konnte ich nicht finden) eingeholt. In einem Fachgespräch am 11.5. waren 5 von ihnen geladen – einer davon ich selbst. Solche Fachgespräche sind verregelte Gespräche, keine Diskussionen, mit Fragen der Abgeordneten.

Dennoch ist hier und da Widerspruch und so was wie eine Auseinandersetzung auszumachen. Allein der Vertreter von Bosch und seine Jubelarien auf die Technik und was man alles damit verhindern kann waren einen schönen Blick auf die Szenarien, mit denen sich die Hersteller in den Markt und an die Politik und Polizei schmeißen. Die Vertreter der Polizei waren sehr moderat in diesem Gespräch. Eine Art Zusammenfassung gab es in der Märkischen Onlinezeitung vom 11.5.2017.

Das mit den Prozentzahlen und der 99% Wahrscheinlichkeit allerdings haben die Kollegen von der Presse falsch verstanden… Vor dem Hintergrund des nun erlaubten Zugriffs auf Passfotos von überall, gewinnen solche eher unwichtig scheinenden Sitzungen an Bedeutung, denn die Ausweitung der Videoüberwachung ist dann die fehlende Verbindung zu einer auch räumlich sichtbaren Überwachung mit Konsequenzen, nicht zuletzt, da es hier nicht nur um Konsum, sondern auch um die öffentliche Ordnung geht.

Überwachung in Schleswig-Holstein

Die Arbeit von freiheitsfoo wurde hier im Zusammenhang mit den BodyCam-Anhörungen in Niedersachsen schon mal angesprochen. Nun hat die Gruppe auf ihrem Wiki die Antworten der Parteien auf die Wahlprüfsteine der Bürgerrechtsinitiative zur Landtagswahl veröffentlicht, aus denen, so die Piratenpartei im Bundesland, hervor geht, dass nach der Landtagswahl eine verstärkte Überwachung in Schleswig-Holstein geplant ist.

Einen Blick ist diese Arbeit auf jeden Fall wert. Die Idee von Transparenz und Offenheit ist zu begrüßen und passend für diesen Blog.

Kameras am Körper und überall…

Was als Seitentechnologie begann, BodyCams, weitet sich immer mehr aus. Nicht überraschen, werden die meisten Leser des Blogs jetzt rufen. Nein ist es nicht. Dennoch einen Blick wert. Dazu sind mir drei Artikel über den Weg gelaufen, die sehr umfassend Problematik, Folgen und Richtung der Ausweitung aufzeigen. Themen dabei sind Kameras nicht nur bei der Polizei, sondern in diesem Fall bei Lehrern einer Schule (irre!); die Verbindung mit Gesichtserkennung (eine Frage der Zeit); sowie die komplette Ausweitung (zu erwarten).

Ava Kofman in the Intercept, 22.3.2017: “Real-time face recognition threatens to turn cops body cameras into surveillance machines.”

Peter J. Walker in the Guardian, 8.2.2017: Two UK schools trial use of police-style bodycams for teachers

The Conversation, 14.3.2017: If surveillance cameras are to be kept in line, the rules will have to keep pace with technology.

Terror und Kameras

Der Anschlag war kaum geschehen, der Weihnachtsmarkt noch nicht ganz aufgeräumt, da ging die Debatte aus dem Stand los: Mehr Videoüberwachung, weniger? Die üblichen Positionen wurden ausgetauscht. Es finden sich seit letzter Woche von ganz unterschiedlichen Seiten Forderungen und Gegenpositionen, manche vermittelnd, manche irritierend entschlossen – aber alles in allem ein Bild, dass wir seit Jahren kennen.

Ich selbst habe auch nicht den Überblick, aber ein paar interessante Beiträge hier als Ausschnitt aufgeführt:

Dazu zwei der üblichen Positionen pro Kameras, beide aus der Zeit, hätten aber überall stehen können.

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Kameras als Kunst

Mehr Infos bei Rocco und seinen Brüdern, Texte und Bilder

Kameras und Prävention

Wenn man erstmal ein Thema hat, dann wird man es nicht immer so leicht los. Bei mir sind es die Videokameras. Hier zwei Interviews bzw. Texte, in denen ich zum Thema befragt worden bin.

BodyCams und keine Ende

Nun hat auch der niedersächsische Landtag, bzw. der Innenausschuss dort, über BodyCams beraten. Die sehr umtriebigen Macher von freiheitsfoo.de haben den gesamten Prozess dokumentiert. Lesenwert.

Dazu ein kürzliche erschienener Artikel, der einen guten Durchschnitt zeigt, wie das Thema diskutiert wird im allgemeinen, mit allen Floskeln und Ungenauigkeiten. Mit Kameras gegen Gewalt, Bayernkurier 2.11.2016

Und dann noch eine ganz neue Studie zu den BodyCams. Wer keinen Zugang zu der über einen Link verbundenn Studie hat, soll mir schreiben, ich komm da ran. Body-worn cameras associated with increased assaults against police, and increase in use-of-force if officers choose when to activate cameras.

BodyCams und Videoüberwachung

Das Thema wird nie langweilig, auch wenn es mir schon etwas abgegriffen erscheint. Aber nun, da bekannt ist, dass die NSA Hintertüren in verschiedene Videoüberwachungssyteme hat, z.B. am Frankfurter Flughaben (Die NSA schaut durch die Hintertür zu, Zeit Online). Das wäre ein Ort, wo selbst ich bisher gesagt hätte, dass dort Videoüberwachung eher sinnvoll wäre, als zum Vergleich an öffentlichen Plätzen oder ähnlichen Orten.

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BodyCams in der Debatte

BodyCams, die von PolizistInnen am Körper, meist auf der Schulter, getragenen Kameras, sind die neueste Reinkarnation zum Thema Videoüberwachung und sozialer Kontrolle. Eingebettet in einer Debatte über Gewalt gegen Polizei (hierzulande) oder umgekehrt (USA, GB) gibt es mittlerweile auch in Deutschland Bestrebungen die BeamtInnen damit auszustatten. Erstaunlicherweise mit relative wenigen Kameras – es scheint als wenn es vor allem um das “Haben” selbst, weniger um ein tatsächliche strategische Überlegung dabei geht. Wie auch immer.

In Schleswig-Holstein kann man die Argumente dafür und dagegen in Form der Gutachter-Stellungnahmen einsehen (Stellungnahmen Landesdatenschutzzentrum und anderer Sachverständiger). Das ist in sich selbst interessantes Material, das noch der Auswertung harrt. Ansonsten vor allem informativ.

Bei Surveillance & Society gibt es in der neuen Ausgabe ebenfalls eine wissenschaftliche Debatte zum Thema BodyCams (Vol 14, No 1, 2016)

Mehr Kameras in Frankfurt/Main

Die Polizei in Frankfurt/M hat im städtischen Sicherheitsausschuss dafür geworben, an vier weiteren Standorten in der Innenstadt Videokameras aufzustellen. Unter anderem nennt sie Terroranschläge, Drogendealer, Trickdiebe und Obdachlose als Gründe der Ausweitung.

Berichterstattung hier, hier und hier. Die Hessenschau hat zudem eine detaillierte Übersicht zu Kamerastandorten in ganz Hessen.