Archiv für Videoüberwachung / CCTV

Terror und Kameras

Der Anschlag war kaum geschehen, der Weihnachtsmarkt noch nicht ganz aufgeräumt, da ging die Debatte aus dem Stand los: Mehr Videoüberwachung, weniger? Die üblichen Positionen wurden ausgetauscht. Es finden sich seit letzter Woche von ganz unterschiedlichen Seiten Forderungen und Gegenpositionen, manche vermittelnd, manche irritierend entschlossen – aber alles in allem ein Bild, dass wir seit Jahren kennen.

Ich selbst habe auch nicht den Überblick, aber ein paar interessante Beiträge hier als Ausschnitt aufgeführt:

Dazu zwei der üblichen Positionen pro Kameras, beide aus der Zeit, hätten aber überall stehen können.

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Kameras als Kunst

Mehr Infos bei Rocco und seinen Brüdern, Texte und Bilder

Kameras und Prävention

Wenn man erstmal ein Thema hat, dann wird man es nicht immer so leicht los. Bei mir sind es die Videokameras. Hier zwei Interviews bzw. Texte, in denen ich zum Thema befragt worden bin.

BodyCams und keine Ende

Nun hat auch der niedersächsische Landtag, bzw. der Innenausschuss dort, über BodyCams beraten. Die sehr umtriebigen Macher von freiheitsfoo.de haben den gesamten Prozess dokumentiert. Lesenwert.

Dazu ein kürzliche erschienener Artikel, der einen guten Durchschnitt zeigt, wie das Thema diskutiert wird im allgemeinen, mit allen Floskeln und Ungenauigkeiten. Mit Kameras gegen Gewalt, Bayernkurier 2.11.2016

Und dann noch eine ganz neue Studie zu den BodyCams. Wer keinen Zugang zu der über einen Link verbundenn Studie hat, soll mir schreiben, ich komm da ran. Body-worn cameras associated with increased assaults against police, and increase in use-of-force if officers choose when to activate cameras.

BodyCams und Videoüberwachung

Das Thema wird nie langweilig, auch wenn es mir schon etwas abgegriffen erscheint. Aber nun, da bekannt ist, dass die NSA Hintertüren in verschiedene Videoüberwachungssyteme hat, z.B. am Frankfurter Flughaben (Die NSA schaut durch die Hintertür zu, Zeit Online). Das wäre ein Ort, wo selbst ich bisher gesagt hätte, dass dort Videoüberwachung eher sinnvoll wäre, als zum Vergleich an öffentlichen Plätzen oder ähnlichen Orten.

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BodyCams in der Debatte

BodyCams, die von PolizistInnen am Körper, meist auf der Schulter, getragenen Kameras, sind die neueste Reinkarnation zum Thema Videoüberwachung und sozialer Kontrolle. Eingebettet in einer Debatte über Gewalt gegen Polizei (hierzulande) oder umgekehrt (USA, GB) gibt es mittlerweile auch in Deutschland Bestrebungen die BeamtInnen damit auszustatten. Erstaunlicherweise mit relative wenigen Kameras – es scheint als wenn es vor allem um das “Haben” selbst, weniger um ein tatsächliche strategische Überlegung dabei geht. Wie auch immer.

In Schleswig-Holstein kann man die Argumente dafür und dagegen in Form der Gutachter-Stellungnahmen einsehen (Stellungnahmen Landesdatenschutzzentrum und anderer Sachverständiger). Das ist in sich selbst interessantes Material, das noch der Auswertung harrt. Ansonsten vor allem informativ.

Bei Surveillance & Society gibt es in der neuen Ausgabe ebenfalls eine wissenschaftliche Debatte zum Thema BodyCams (Vol 14, No 1, 2016)

Mehr Kameras in Frankfurt/Main

Die Polizei in Frankfurt/M hat im städtischen Sicherheitsausschuss dafür geworben, an vier weiteren Standorten in der Innenstadt Videokameras aufzustellen. Unter anderem nennt sie Terroranschläge, Drogendealer, Trickdiebe und Obdachlose als Gründe der Ausweitung.

Berichterstattung hier, hier und hier. Die Hessenschau hat zudem eine detaillierte Übersicht zu Kamerastandorten in ganz Hessen.

Videoüberwachung in Berlin

hat für netzpolitik.org die Debatte um die geplante Änderung des Berliner Allgemeinen Sicherheits- und Ordnungsgesetzes (ASOG Bln) und die fehlende Evaluaierung der Videoüberwachung aufgeschrieben.

Der Text verlinkt zudem auf zwei aktuelle Anfragen von Christoph Lauer (PIRATEN) zur Videoüberwachung in der S-Bahn und zu den aktuellen Änderungsvorhaben im ASOG.

Wie komme ich an meine Daten?

Vor knapp zwei Wochen hat der Zeit-Autor Christian Fuchs versucht herauszufinden, was der Verfassungsschutz über ihn weiß und musste dabei feststellen, dass es a. nicht einfach ist und b. zu noch mehr Paranoia anregen kann. Agent in eigener Sache (Zeitmagazin NR. 46/2015 12. Nov. 2015).

Solche subject access request waren auch Teil des EU-Projektes IRiSS (WP5, exercising democratic rights), worüber hier auch schon berichtet wurde. Dazu gehörte auch die Frage ob es möglich ist, Bilder einzusehen, die CCTV-Kameras von einem gemacht haben. Was in Deutschland schwierig ist, weil die Einsicht auch die Rechte darauf befindlicher dritter Personen betreffen könnten, ist in England möglich, aber nicht immer unproblematisch.

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Watching Jeremy….

Jeremy-Day-09_01-300x188Watching Jeremy, Watching Me, Watching Jeremy ist ein Projekt des Brasilianers Rodrigo Jose Firmino, einem Soziologen, der mit der Idee des Panopticons und der Figur von Jeremy Bentham spielt – und mit dem was von ihm übrig blieb… schaut selbst, oder macht mit und schickt Sätze für die Kamera.

Automatic Number Plate Recognition in GB

Einer der besten journalistischen Artikel über Automatic Number Plate Recognition (ANPR) in Großbritannien, den ich kenne, stammt von James Bridle, der sich als Journalist, Publizist, Künstler und Fotograf seit Jahren auf höchst interessante Weise mit Videoüberwachung und verwandten Technologien auseinandersetzt. (Hier eine Liste seiner Projekte).

Kunstprojekt: Videoüberwachung als urbane Infektion

Wie ein ansteckende Hautkrankheit breiten sich Videokameras an Hauswänden, unter Brücken, an Parkhäusern und sogar am Meer aus: Unter dem Projektnamen “Nest” installiert der tschechische Künstler Jakub Geltner Kameras an öffentlichen Orten.