Archiv für Satelliten/Space/GPS

‘Occupy spy base’

US ‘intelligence war’ triggers ‘Occupy spy base’ in UK. Ich hatte schon über Ähnliches berichtet und einen Link gepostet. Offensichtlich geht die Geschichte weiter – nun regt sich in England Protest dagegen.

Das Zentrum der Spione

Ich liebe Verschwörungen und ihre Theorien – das hier hat das Zeug dazu und ist wohl doch so echt, wie wir alle befürchten.

NSA Utah ‘Data Center’: Biggest-ever domestic spying lab? (Ich kann die Quelle http://rt.com/ nicht bewerten, ist mir neu…)

The biggest-ever data complex, to be completed in Utah in 2013, may take American citizens into a completely new reality where their emails, phone calls, online shopping lists and virtually entire lives will be stored and reviewed.

Der Blick von oben

Der britischen Geographen Martin Dodge und Chris Perkinns haben eine thematische Ausgabe der Zeitschrift Geoforum zum Thema Satellitenbilder und ihre kulturellen und sozialen Konsequenzen herausgegeben. Das zwar bereits 2009, aber dennoch ist es immer noch hoch aktuell, auch und gerade für das Thema Überwachung und Kontrolle.

The ‘view from nowhere’? Spatial politics and cultural significance of high-resolution satellite imagery

Leider sind die Artikel elektronisch nicht frei zugänglich – zumindest nicht in Hamburg – dort gibt es sie in print. Wer Interesse hat, der kann mir auch eine Mail schicken.

Ãœberveillance, mal wieder

Von den australischen Kollegen, die uns den diskussionswürdigen Begriff “Ãœberveillance” gebracht haben, gibt es auf deren Blog ein paar interessante Videos von des ISTAS-Syposiums der IEEE in Australien vom Juni 2010. Dort werden durchaus interessante Fragen diskutiert. Der Knaller ist das erste Video – mit dem Titel “Birth of a Word” – welches eine Form der Selbstüberwachung dokumentiert, mit dem Ziel die eigene Erinnerung festzuhalten und jederzeit abrufen zu können. Ich frage mich, ob die Leute nie Gäste haben, oder ob letzteren bewusst war, dass sie Teil einer Privatobsession waren, die ich befremdlich finde …. aber es geht noch weit darüber hinaus…

Überwachung für den guten Zweck

Die von euch, die die Klatsch- und Promipresse verfolgen wissen es schon länger – George Clooney engagiert sich für den Sudan, für Dafur, für die Flüchtlinge. Nun auch zusammen mit Google, der UNO und anderen sein Projekt Not on Our Watch in Betrieb genommen – beim ORF bin ich u.a. fündig geworden “„Die Welt schaut zu“.  Ob dadurch, wie Clooney meint, tatsächlich Frieden in den Sudan kommen wird, z.B. bei CNN ‘Real excitement’ for peace in Sudan – weiß ich nicht. Ich finde auch die Kombination mit Google alles andere als beruhigend, nicht für den Sudan, aber für die Möglichkeiten, die damit geschaffen bzw. ausgeweitet werden. Ohne das Engagement schmälern zu wollen, sollte man auch darüber nachdenken, welche Grenzen damit ausgehebelt werden könnten – die UNO ist da vielleicht noch ein Garant für ein ethisches Verhalten.

Was diese kleine Meldung und die durchaus bedeutende Aktion aber auf jeden Fall hervor ruft ist die Frage: Kann man  von guter und schlechter Ãœberwachung sprechen – und wann ist es die eine oder andere Seite?

Bleibt zu hoffen, das auch andere Konflikte und problematische Gebiete so von der Weltgemeinschaft und Google beobachtet werden – damit die Welt ein bisschen besser wird – und dort nicht andere Interessen solche Maßnahmen verhindern….

Eine Vollsimulation mit Schwedens Bevölkerung

Ich glaube man kann geteilter Meinung zu diesem Experiment sein, welches eine Menge Daten nutzt um Simulationen durchzuführen, die auch der Basis der gesamten schwedischen Bevölkerung basiert, sofern sie statistisch erfasst ist. MicroSim: Modeling the Swedish Population. (zum runterladen)

Es gibt dazu einen Koimmentar in einem Blog der wohl wohl zu dem Archiv an der Cornell University gehört, wo der Artikel erschienen ist, der sich eher kritisch zu dem Verfahren und der Idee insgesamt äußert. Die Frage ist, wie so ein Steuerungsinstrument noch genutzt werden kann und auf welche Ideen man mit diesen und anderen Daten noch kommt. Und wann die Simulation der Wirklichkeit vorausgreift bzw. diese dann zum Standard erhoben wird – social engeneering einmal anders und viel perfekter.

How I Got Through Airport Security with No I.D.

Ein Hinweis des Kollegen Gary T. Marx auf der anglophonen Surveillance-Mailing Liste war dieser Artikel von Anita Allen in The Daily Beast:  How I Got Through Airport Security with No I.D.

Er geht der Frage nach, wieso die Kenntnis der Farbe des eigenen Hauses heute schon ausreichend ist, um einen fehlenden Ausweis zu ersetzen:

I was really happy to get on that plane that day. But I wasn’t thrilled to learn that instant access to satellite images is a government tool of airport identification.

Da stellen sich doch eine ganze Menge Fragen – vor allem ob wir immer nach den richtigen Dingen schauen, wenn wir gegen Kameras und andere Maßnahmen protestieren. Wir haben die Tiefe der Anwendungsmöglichkeiten und die Dynamik der Vernetzungen noch nicht hinreichend begriffen. Das hier ist nur ein kleiner Hinweis.

Handfesseln für (alle) Flugpassagiere

Dieser Artikel aus der Washington Post ist lesenswert. Es geht um Armbänder, die allen Passagieren umgelegt werden sollen und die außer den Daten der Passagiere – wer wundert sich darüber schon noch? – auch die Funktion haben sollen, Menschen kampfunfähig zu machen bzw. sie auszuschalten – “Want some torture with your peanuts?”

Noch sind diese Dinger nicht in Gebrauch, aber sie werden entwickelt und wahrscheinlich auch von der Homeland Security Behörde bestellt werden

Danke an Kai für den Hinweis.

RFID und GIS

Da tun sich ganz neue Perspektiven auf – eine Studie des Center for Geoinformation (CEGI) im Auftrag des Forschungsinstituts für Telekommunikation (FTK):

So führt die Untersuchung die Anwendungskompetenzen der beiden Querschnittstechnologien in Nordrhein-Westfalen auf und zeigt anhand von Best-Practise-Beispielen wie im Umfeld der Gefahrgutverfolgung oder des “Kiddy-Trackings” in Vergnügungsparks, dass verschiedene verbindende Wertschöpfungsketten denkbar sind. In einer Expertenbefragung unter vierzig Vertretern beider Branchen eruiert die Studie, wie weit Vorteile aus einer Kombination beider Technologien bekannt sind und welche Potentiale sich für zukünftige Anwendungen daraus ergeben.

Und wenn es um RFID im Konsumbereich geht, scheinen sich viele Kunden gar nicht so genau damit auszukennen und auch noch skeptisch zu sein, was ihre Daten angeht, so eine Studie der RWTH Aachen.

Bildbearbeitung, kollektives Gedächtnis und Überwachung

Dieser kleine Film zeigt, was alles möglich sein kann – die Vorstellung wie diese Technologie mit Ãœberwachungskameras genutzt werden kann ist eindrucksvoll und beängstigend zugleich. Da bleibt dann nichts mehr ungesehen – für niemanden mehr. Die Vorstellung einer übergeordneten Kontrollinstanz gehört dann endgültig der Vergangenheit an, denn diese Technologie verbindet die “kollektive Erinnerung” von Photos und Filmen um sie allen zur Verfügung zu stellen… die Konsequenzen müssen noch diskutiert werden…
Film:
Photosynth Prototype
What a horrible time to be blind

.. und hier gibt es mehr Informationen zu der Software – bei Microsoft – Microsoft Research Lab – wen wundert es?!

Das omnipotente Auge aus dem All

In Scheuklappen fürs fliegende Auge berichtet die Zeit über eine neues Gesetz, dass dem freien Verkauf von Satellitenbildern an jedermann einschränken will – offiziell wohl, da es sich hier um sicherheitsrelevante Informationen handelt. Wahrscheinlicher scheint wohl aber eher, das hier eine Technologie geschützt werden soll.

Ganz abgesehen von diesen Gründen, stellt die Verfügbarkeit dieser Bilder und die Möglichkeiten diese auf dem Computer zu bearbeiten das eigentlich interessante Thema da und bewegt mich zur Frage: Ist diese Verfügbarkeit eine Demokratisierung von Überwachung dar, im Sinne einer transparenten Gesellschaft (David Brin) oder eine weitere Erodierung von privatem Raum und damit einer Beschneidung unserer Bewegungsfreiheit. Letzteres auch durch die Beobachtung durch den ComputerMob und die unreflektierte Neugier der Nerds?

Nachtrag zu den fliegenden Kameras

Ein Bericht aus The Register über Liverpool police get mini-Black Helicopter sowie eine Ausgabe von Police Aviation News mit noch mehr Material zum Thema der fliegenden Augen in England und sonstwo. Das Kino war schneller, aber wurde dann doch eingeholt.

The era of Robocop – and perhaps of the surveillance society – came a step nearer today with the announcement that Merseyside plods have started trialling a flying police robot.
The scally sky-patrolman, unlike military kill-bots such as the US Reaper, isn’t intended for any active role. It is purely an observation platform, mounting CCTV with a range of imaging options. (The Register)