Archiv für Satelliten/Space/GPS

Power and space in the drone age

Special issue zu: Power and space in the drone age. Herausgegeben von den werten Kollegen Benedikt Korf and Fransisco Klauser.

Das ist ein fette Veröffentlichung zum Thema. Es lohnt sich ein Blick auf die 12 Beiträge. Und die Ausgabe ist open access.

Forschungsbericht zu Dronen

Professional Drone Usage in Switzerland: Results of a quanitative Survey of Public and Private Drone Users, a working paper by: Francisco Klauser, Dennis Pauschinger, Silvana Pedrozo, Lea Stuber and Rahel Placi?.

In recent years, drones have become much more accessible as professional tools for public and private actors. The technology has been integrated into everyday working routines and has created new professional fields. […] Addressing this research lacuna, this paper summarizes the main findings of a quantitative survey of public and private drone users in Switzerland. […] The paper thus informs citizens, public agencies and the private sector of the various dimensions and effects of current evolutions in the field of drone utilization, raises awareness of the advantages and problems of the technology and, ultimately, favours critical democratic debate.

Counter Surveillance – Gegenüberwachung

defaultAuthPicAus aktuellem Anlass möchte ich hier einmal auf die vielleicht für einige längst bekannte Webseite Bellingcat hinweisen, die im Rahmen dieses Blogs betrachtet eine sehr anschauliche Form von Gegenüberwachung/sousveillance/counter surveillance darstellt. Die jüngsten Berichte zum Abschuss des Fluges MH17 lesen sich spanndender als jeder Thriller, wenn man etwas für diese Art der Forensik übrig hat.

Mehr als lesenswert!!

Überwachung und Simulation

Jetzt einmal zu einem anderen Aspekt von Überwachung – Überwachung im Sinne von Übersicht schaffen. Das Max-Planck-Institut für Informatik hat eine Simulation zur Verbreitung von Ebola bzw. für Epidemien insgesamt erstellt.

Ein Interview mit dem Bioinformatiker  vom MPI kann man beim DeutschlandFunk (Luftexpress für Waren, Witze, Viren, Thomas Lengauer im Gespräch mit Arndt Reuning) finden – dort werden auch die Grenzen solcher Simulationen erklärt und die Hintergründe.

Wenn Kartierungen Teil von Überwachung sind, dann ist das hier ein sehr interessantes Beispiel. Im weitesten Sinne handelt es sich hier um eine Form des cognitive mapping zur Selbst und Fremdverortung in der Welt. Ein Blick lohnt sich!

‘Occupy spy base’

US ‘intelligence war’ triggers ‘Occupy spy base’ in UK. Ich hatte schon über Ähnliches berichtet und einen Link gepostet. Offensichtlich geht die Geschichte weiter – nun regt sich in England Protest dagegen.

Das Zentrum der Spione

Ich liebe Verschwörungen und ihre Theorien – das hier hat das Zeug dazu und ist wohl doch so echt, wie wir alle befürchten.

NSA Utah ‘Data Center’: Biggest-ever domestic spying lab? (Ich kann die Quelle http://rt.com/ nicht bewerten, ist mir neu…)

The biggest-ever data complex, to be completed in Utah in 2013, may take American citizens into a completely new reality where their emails, phone calls, online shopping lists and virtually entire lives will be stored and reviewed.

Der Blick von oben

Der britischen Geographen Martin Dodge und Chris Perkinns haben eine thematische Ausgabe der Zeitschrift Geoforum zum Thema Satellitenbilder und ihre kulturellen und sozialen Konsequenzen herausgegeben. Das zwar bereits 2009, aber dennoch ist es immer noch hoch aktuell, auch und gerade für das Thema Überwachung und Kontrolle.

The ‘view from nowhere’? Spatial politics and cultural significance of high-resolution satellite imagery

Leider sind die Artikel elektronisch nicht frei zugänglich – zumindest nicht in Hamburg – dort gibt es sie in print. Wer Interesse hat, der kann mir auch eine Mail schicken.

Ãœberveillance, mal wieder

Von den australischen Kollegen, die uns den diskussionswürdigen Begriff “Ãœberveillance” gebracht haben, gibt es auf deren Blog ein paar interessante Videos von des ISTAS-Syposiums der IEEE in Australien vom Juni 2010. Dort werden durchaus interessante Fragen diskutiert. Der Knaller ist das erste Video – mit dem Titel “Birth of a Word” – welches eine Form der Selbstüberwachung dokumentiert, mit dem Ziel die eigene Erinnerung festzuhalten und jederzeit abrufen zu können. Ich frage mich, ob die Leute nie Gäste haben, oder ob letzteren bewusst war, dass sie Teil einer Privatobsession waren, die ich befremdlich finde …. aber es geht noch weit darüber hinaus…

Überwachung für den guten Zweck

Die von euch, die die Klatsch- und Promipresse verfolgen wissen es schon länger – George Clooney engagiert sich für den Sudan, für Dafur, für die Flüchtlinge. Nun auch zusammen mit Google, der UNO und anderen sein Projekt Not on Our Watch in Betrieb genommen – beim ORF bin ich u.a. fündig geworden “„Die Welt schaut zu“.  Ob dadurch, wie Clooney meint, tatsächlich Frieden in den Sudan kommen wird, z.B. bei CNN ‘Real excitement’ for peace in Sudan – weiß ich nicht. Ich finde auch die Kombination mit Google alles andere als beruhigend, nicht für den Sudan, aber für die Möglichkeiten, die damit geschaffen bzw. ausgeweitet werden. Ohne das Engagement schmälern zu wollen, sollte man auch darüber nachdenken, welche Grenzen damit ausgehebelt werden könnten – die UNO ist da vielleicht noch ein Garant für ein ethisches Verhalten.

Was diese kleine Meldung und die durchaus bedeutende Aktion aber auf jeden Fall hervor ruft ist die Frage: Kann man  von guter und schlechter Ãœberwachung sprechen – und wann ist es die eine oder andere Seite?

Bleibt zu hoffen, das auch andere Konflikte und problematische Gebiete so von der Weltgemeinschaft und Google beobachtet werden – damit die Welt ein bisschen besser wird – und dort nicht andere Interessen solche Maßnahmen verhindern….

Eine Vollsimulation mit Schwedens Bevölkerung

Ich glaube man kann geteilter Meinung zu diesem Experiment sein, welches eine Menge Daten nutzt um Simulationen durchzuführen, die auch der Basis der gesamten schwedischen Bevölkerung basiert, sofern sie statistisch erfasst ist. MicroSim: Modeling the Swedish Population. (zum runterladen)

Es gibt dazu einen Koimmentar in einem Blog der wohl wohl zu dem Archiv an der Cornell University gehört, wo der Artikel erschienen ist, der sich eher kritisch zu dem Verfahren und der Idee insgesamt äußert. Die Frage ist, wie so ein Steuerungsinstrument noch genutzt werden kann und auf welche Ideen man mit diesen und anderen Daten noch kommt. Und wann die Simulation der Wirklichkeit vorausgreift bzw. diese dann zum Standard erhoben wird – social engeneering einmal anders und viel perfekter.

How I Got Through Airport Security with No I.D.

Ein Hinweis des Kollegen Gary T. Marx auf der anglophonen Surveillance-Mailing Liste war dieser Artikel von Anita Allen in The Daily Beast:  How I Got Through Airport Security with No I.D.

Er geht der Frage nach, wieso die Kenntnis der Farbe des eigenen Hauses heute schon ausreichend ist, um einen fehlenden Ausweis zu ersetzen:

I was really happy to get on that plane that day. But I wasn’t thrilled to learn that instant access to satellite images is a government tool of airport identification.

Da stellen sich doch eine ganze Menge Fragen – vor allem ob wir immer nach den richtigen Dingen schauen, wenn wir gegen Kameras und andere Maßnahmen protestieren. Wir haben die Tiefe der Anwendungsmöglichkeiten und die Dynamik der Vernetzungen noch nicht hinreichend begriffen. Das hier ist nur ein kleiner Hinweis.

Handfesseln für (alle) Flugpassagiere

Dieser Artikel aus der Washington Post ist lesenswert. Es geht um Armbänder, die allen Passagieren umgelegt werden sollen und die außer den Daten der Passagiere – wer wundert sich darüber schon noch? – auch die Funktion haben sollen, Menschen kampfunfähig zu machen bzw. sie auszuschalten – “Want some torture with your peanuts?”

Noch sind diese Dinger nicht in Gebrauch, aber sie werden entwickelt und wahrscheinlich auch von der Homeland Security Behörde bestellt werden

Danke an Kai für den Hinweis.