Archiv für Kultur/Kunst

Adrian Lobe erhält Datenschutzpreis

Der Gewinner des Surveillance-Studies-Journalistenpreises von 2016 erhält jetzt den Journalistenpreis der Stiftung Datenschutz, der in Kooperation mit der Deutschen Fachpresse erstmals vergeben wird.

Foto aus der Pressemitteilung, © Stiftung Datenschutz, Adrian Lobe, 2 v.r.

Prämierter Artikel: Wir haben sehr wohl etwas zu verbergen! In “Die Zeit”, 28.11.2016.

Wir gratulieren ganz herzlich!

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Film: Nothing to hide

Gut gemachter Film, mit der leider so bekannten Konzentration auf das Wer-was-von-mir-wissen-kann-Narrativ und wie man sich besser schützt in der digitalen Welt. Als wenn diese ein extra zu uns und unseren Gesellschaften ist und nicht ein Teil davon, verwoben mit allem (zumindest vielem), was wir tun und wie wir Soziales und Politisches organisieren.

Publikumswirksam und -tauglich, informativ, aber für eine akademische Debatte wenig neue Ideen und Gedanken. Es treten in dem Film aber mal andere Gesichter und Denker auf, das ist in der Tat erfrischend.

Aber die 90 Minuten ist es auf jeden Fall wert.

Trailer: Pre-Crime

Da, wo der Film CITIZENFOUR aufhört, geht PRE-CRIME einen Schritt weiter. Die Regisseure Monika Hielscher und Matthias Heeder stellen einige der brennendsten Fragen unserer Zeit: Wie viel Freiheit sind wir bereit aufzugeben für das Versprechen absoluter Sicherheit? Und können wir uns auf das Urteil von Computern und Algorithmen wirklich verlassen?

Ja, aber …

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Orwell und die Überwachungsangst

Am 27.8.2017 hat Hannes Stein in der Welt am Sonntag einen, man kann sagen, flapsigen Kommentar gegen die Überwachungsskeptiker geschrieben. Man könnte auch durchaus sagen, er hat all diejenigen, die sich um Bürgerrechte, bürgerliche Freiheiten, Demokratie und einen allzu neugierigen Staat sorgen und dessen Neugiert eindämmen wollen, lustig und diese lächerlich gemacht.

Der Titel des Glosse: Überwachungsstaat? Deutsche verstehen George Orwells „1984“ falsch. Der Untertitel: Das Lieblingsbuch aller U-Bahn-Schubser, Vergewaltiger, Heroindealer, Terror-Planer, Grapscher, Taschendiebe, Goldmünzenräuber, Schläger und Hooligans.

Der Untertitel verhöhnt eine kritische Auseinandersetzung und folgt dem alten, aber nicht richtigen Argument: Datenschutz ist Täterschutz. Stein versucht sich an einer Argumentation gegen die Kritiker anhand des Orwells “1984”, verhebt sich aber dabei. Warum?

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Die Daten-Gesellschaft

Die Wiener Journalistin Sarah Kriesche hat im ORF ein Radiokolleg über 4 Folgen produziert, was vom 26.-29. Juni läuft. Titel: Die Daten-Gesellschaft.

Auf internationalen Konferenzen, in der Politik, in der Literatur oder in den Medien: Immer wieder ist vom “Geschäft mit unseren Daten” und “neuen Daten-Gesellschaftsformen” die Rede. Utopie und Dystopie scheinen diesen Gesellschaftsweg Hand in Hand entlang zu schreiten.

Sarah Kriesche beleuchtet den Einfluss von Daten auf die Wirtschaft, Verbrechen, Krieg und Demokratie.

Black Code – ein Film

Toronto-based documentary filmmaker and cinematographer Nicholas De Pencier (…) examines the complex global impact that the internet has had on matters of free speech, privacy and activism.

Was wäre wenn schlaue Geräte Zeugen wären?

Der Künstler Luke Munn spielt mit der Idee, was wäre wenn Alexa oder ein ähnliches Ding tatsächlich als Zeuge für Geschehnisse zugelassen wäre, ein Blick in unsere digitale Zukunft des “guten Leben” wie es sich die Nerds aus dem Silicon Valley vorstellen. http://lukemunn.com/monitor/

© Luke Munn, Work: Monitor

Recently police in Arkansas issued a warrant for Amazon Alexa data in connection with a suspected homicide. Though the request was denied, this artwork acts as if it was accepted, using ‘smart home’ notifications to extrapolate from the evening’s events: a few friends, a few drinks, a floating body. In doing so, it explores the data these objects might possess and anticipates some of the ways it might be both used and abused.

Kleidung gegen Überwachung

Mode kann Trendsetter sein, aber auch eine Reaktion auf die gesellschaftlichen Verhältnisse. Die Beispiele in der Geschichte der Bekleidung sind vielfältig, vom Minirock, zur Krawatte, zu den Baggy-Jeans der Hiphopper (und der kleinen Jungs, die fast immer damit stolpern…). Also warum nicht auch Kleidung gegen die omnipräsente öffentliche Überwachung. Bei der BBC gab es dazu einen schönen kleinen Bericht mit Beispielen: How what you wear can help you avoid surveillance (21.4.2017).

The HyperFace print range features patterns suggesting eyes, noses and mouths to confuse facial recognition algorithms (Credit: Adam Harvey)

 

 

 

 

 

 

 

 

Tattoos als Datenspeicher?

Ich bin mir nicht sicher, ob die das toll finden oder hier eine kritische Betrachtung gemacht wird. Der Satz, “in the future, their potential use is virtually limitless” beunruhigt mich.

Video von Watched!

Künstler, Kuratoren, Kunstwerke erzählen von der Überwachung.

Bericht zu Watched!

Der RBB hat einen kleinen Bericht zur Ausstellung Watched! in Berlin gebracht.

Fotos von der Eröffnung gibt es bei Flickr.

Und zum Anhören gibt es ein Audio beim RBB Kulturradio.

Ausstellungen zu Kunst, Fotografie & Überwachung in München

Noch mehr Ausstellungen und Veranstaltungen zu Überwachung, diesmal in München:

No secrets! – Bilder der Überwachung
Eröffnung Donnerstag, 23. März 2017

Ort: Stadtmuseum München, St.-Jakobs-Platz 1, 80331 München

Die Ausstellung wird begleitet von Vorträgen sowie einer Filmreihe im Stadtmuseum (24.3.-12.4.2017)

NO SECRETS! Reiz und Gefahr digitaler Selbstüberwachung
Eröffnung Mittwoch, 22. März 2017, 19 Uhr

Ort: ERES Stiftung, Römerstr. 15, 80801 München

Künstler: Hasan Elahi, Ed Fornieles, Rafael Lozano-Hemmer, Manu Luksch/Martin Reinhart/Thomas Tode, Susan Morris, Matthias Oostrik, Trevor Paglen, Tactical Technology Collective, Unfit Bits