Archiv für Innere Sicherheit / Terrorismus

Protest Policing und Polizeiforschung

Hier ist ein Bericht vom Workshop des Arbeitskreises „Soziale Bewegungen und Polizei“ im Institut für Protest- und Bewegungsforschung (ipb) zum Thema:

“Selektivität im Protest Policing: Gruppen, Situationen, Kontexte”.

Autor: Roman Thurn (IfS, LMU München)

Nach dem G20-Gipfel in Hamburg stieg das öffentliche Interesse am Umgang der Polizei mit Protesten und Protestierenden stark an. Auch wenn die Geschehnisse gut drei Monate später deutlich aus dem medialen Fokus gerückt waren, harrten einige Fragen weiterhin einer Antwort: Erlebten wir in Hamburg tatsächlich eine Art von Bürgerkrieg, wie ihn manche Medien beschrieben? War das häufig sehr harte Eingreifen der Polizei entsprechend legitim – oder steigerte es vielmehr das Eskalationspotential?

 

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Power and space in the drone age

Special issue zu: Power and space in the drone age. Herausgegeben von den werten Kollegen Benedikt Korf and Fransisco Klauser.

Das ist ein fette Veröffentlichung zum Thema. Es lohnt sich ein Blick auf die 12 Beiträge. Und die Ausgabe ist open access.

Forschungsbericht zu Dronen

Professional Drone Usage in Switzerland: Results of a quanitative Survey of Public and Private Drone Users, a working paper by: Francisco Klauser, Dennis Pauschinger, Silvana Pedrozo, Lea Stuber and Rahel Placi?.

In recent years, drones have become much more accessible as professional tools for public and private actors. The technology has been integrated into everyday working routines and has created new professional fields. […] Addressing this research lacuna, this paper summarizes the main findings of a quantitative survey of public and private drone users in Switzerland. […] The paper thus informs citizens, public agencies and the private sector of the various dimensions and effects of current evolutions in the field of drone utilization, raises awareness of the advantages and problems of the technology and, ultimately, favours critical democratic debate.

Hamburg nach G20

Die gescheiterte Sicherheitstrategie zum G20-Gipfel in Hamburg hatte bisher erstaunlich wenig Konsequenzen. Kein Rücktritt, kein Fehlereingeständnis seitens der Polizei oder der Innenpolitik – stattdessen Exkulpation und ein Sonderausschuss mit unklarem Impact, der gleich zu Beginn v.a. mit geschwärzten Dokumenten konfrontiert war.

Von Seiten zivilgesellschaftlicher Gruppen, bspw. der Protestierenden und der Forschung gibt es jedoch den erklärten Willen zur Aufarbeitung der Geschehnisse.

Die Rosa-Luxemburg-Stiftung Hamburg und die GEW Hamburg laden für Freitag, den 22.9.2017 zu einer Diskussion:

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Beton, Kontrollen, Kameras

SWR2 Forum: Beton, Kontrollen, Kameras – Wie verändert der Terror unsere Städte? Sendung am Dienstag 15. August 2017 um 17.05 Uhr (und danach online als podcast)

mit Prof. Dr. Norbert Gebbeken, Bauingenieur, Universität der Bundeswehr, München – Adrian Lobe, Publizist, Heidelberg – Dr. Nils Zurawski, Stadtforscher, Universität Hamburg; Moderator: Jürgen Heilig

The color of Surveillance

Dazu passend ist auch der Artikel aus The Atlantic (21.6.2017) “Deportation Is Going High-Tech Under Trump” von Alvaro M. Bedoya (der u.a. auch im Video spricht)

Die Tagung ist Teil der Reihe The Color of Surveillance, von denen es auch andere Videos bereits gab.

Was ist Zivilcourage?

Der Frage geht die Journalistin Daniela Remus in ihrer sehr interessanten und gut recherchierten Reportage “Zivilcourage. Der Mut des Bürgers” nach. BR2, 16.3.2017.

Darin stellt sie implizit auch die Frage, ob Zivilcourage nicht manchmal auch in Überwachung abdriften kann, auf der anderen Seite aber durchaus ein Heldentum fördert, dass den Kampf gegen Ungerechtigkeit auf sich nimmt.

Überwachung in Schleswig-Holstein

Die Arbeit von freiheitsfoo wurde hier im Zusammenhang mit den BodyCam-Anhörungen in Niedersachsen schon mal angesprochen. Nun hat die Gruppe auf ihrem Wiki die Antworten der Parteien auf die Wahlprüfsteine der Bürgerrechtsinitiative zur Landtagswahl veröffentlicht, aus denen, so die Piratenpartei im Bundesland, hervor geht, dass nach der Landtagswahl eine verstärkte Überwachung in Schleswig-Holstein geplant ist.

Einen Blick ist diese Arbeit auf jeden Fall wert. Die Idee von Transparenz und Offenheit ist zu begrüßen und passend für diesen Blog.

Kritik an der Forschung für mehr Sicherheit

Sicherheitsforschung sollte man nicht erst seit heute kritisch bewerten, es scheint aber, dass auch die Presse sich endlich des Themas in ungewohter Art und mit neuer Aufmerksamkeit widmet. Auch wenn es nicht wirklich neu ist, nutze ich die Gelegenheit der jüngsten Medienaufmerksamkeit auf die aktuellen und bereits gemachten Erkenntnisse hinzuweisen.

So gibt es bei Deutschlandfunk einen hörenswerten, wenn auch nicht so kritischen Beitrag unter der Überschrift: Wie uns Forscher vor Anschlägen schützen wollen (Deutschlandfunk, 8.3.2017). Der Beitrag ist der Start einer neuen Serie mit dem klangvollen Namen: “Technik gegen Terror” (der Rubrik widme ich mich mal gesondert mit einer Rezension)

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16. Workshop Netzwerk Terrorismusforschung

16. Workshop des Netzwerks Terrorismusforschungam

22. und 23. März in Berlin

Referentinnen, Referenten, Anmeldung

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Terror und Kameras

Der Anschlag war kaum geschehen, der Weihnachtsmarkt noch nicht ganz aufgeräumt, da ging die Debatte aus dem Stand los: Mehr Videoüberwachung, weniger? Die üblichen Positionen wurden ausgetauscht. Es finden sich seit letzter Woche von ganz unterschiedlichen Seiten Forderungen und Gegenpositionen, manche vermittelnd, manche irritierend entschlossen – aber alles in allem ein Bild, dass wir seit Jahren kennen.

Ich selbst habe auch nicht den Überblick, aber ein paar interessante Beiträge hier als Ausschnitt aufgeführt:

Dazu zwei der üblichen Positionen pro Kameras, beide aus der Zeit, hätten aber überall stehen können.

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Unsere Freiheiten…

Bei Tagesschau.de (21.12.2016): Mehr Überwachung auf allen Kanälen:

Einfachere Überwachung von Telefonaten, Kontrolle von Diensten wie WhatsApp, schärfere Gesetze für Flüchtlinge sowie eine Verzahnung von Geheimdienst und Polizei: Innenminister der Union fordern nach dem Anschlag in Berlin einen neuen Kurs in der Sicherheits- und Flüchtlingspolitik.

Wie kann da noch irgendein Politiker behaupten, wir lassen uns unsere Freiheiten nicht von den Terroristen verderben, unseren Lebensstil von ihnen einschränken. Es passiert seit mind. 15 Jahren (9/11), und wir sollten uns endlich damit offen beschäftigen, statt mantrahaft Durchhalteparolen zu wiederholen.