Archiv für Buch-Tipp/Veröffentlichung

Surveillance, Privacy and Security

Das Buch ist quasi der Endbericht von mehreren EU-Forschungsprojekten (EU-FP7: PRISMS, SurPRISE und PACT), womit es einen guten Überblick über eine bestimmte Art der Forschung bietet, mit vielen Daten zu Sichtweisen von Bürgern, zu Ethik und Datenschutz, was immer das genau meint sowie auf einer sehr breiten Basis fußt.

Surveillance, Privacy and Security. Citizens’ Perspectives.
Edited by Michael Friedewald, J. Peter Burgess, Johann Cas, Walter Peissl and Rocco Bellanova.

Recent revelations of mass surveillance programmes clearly demonstrate the ever-increasing capabilities of surveillance technologies. The lack of serious reactions to these activities shows that the political will to implement them appears to be an unbroken trend.

This volume examines the relationship between privacy, surveillance and security, and the alleged privacy–security trade-off, focusing on the citizen’s perspective.

Das Buch ist als open access erhältlich im pdf-Format. Das lohnt sich allemal.

Überwachung neu denken!?!

Philosophy and Technology, volume 30, Issue 1, March 2017:
Rethinking surveillance: theories, discourses, structures and practices.

Issue Editors: Samantha A. Adams, Nadezhda (Nadya) Purtova.

Auf den ersten Blick in eine paar der Aufsätze (frei erhältlich), sehe ich nicht so viel neues, viel Panopticon und Diskussionszusammenfassung. Aber ein Blick mehr lohnt bestimmt.

Kameras am Körper und überall…

Was als Seitentechnologie begann, BodyCams, weitet sich immer mehr aus. Nicht überraschen, werden die meisten Leser des Blogs jetzt rufen. Nein ist es nicht. Dennoch einen Blick wert. Dazu sind mir drei Artikel über den Weg gelaufen, die sehr umfassend Problematik, Folgen und Richtung der Ausweitung aufzeigen. Themen dabei sind Kameras nicht nur bei der Polizei, sondern in diesem Fall bei Lehrern einer Schule (irre!); die Verbindung mit Gesichtserkennung (eine Frage der Zeit); sowie die komplette Ausweitung (zu erwarten).

Ava Kofman in the Intercept, 22.3.2017: “Real-time face recognition threatens to turn cops body cameras into surveillance machines.”

Peter J. Walker in the Guardian, 8.2.2017: Two UK schools trial use of police-style bodycams for teachers

The Conversation, 14.3.2017: If surveillance cameras are to be kept in line, the rules will have to keep pace with technology.

Wenn man für die Fußfessel zahlen muss…

In seinem Artikel “Homeward Bound” erzählt der Autor Luke Martinez von seinem Erfahrungen mit der elektronischen Fußfessel. Eine vielsagende, interessante, wenn auch nicht neue, so doch eine Erfahrung aus erster Hand. Der Untertitel zeigt wohin die Reise geht: “With electronic home monitoring, the prisoner pays for her cell and becomes her own prison guard.”

Ultimately, my status as a first-time offender led to a sentence they saw as lenient: 180 days in county jail. Alongside the relief of only having to give up six months to a correctional facility, I was seized by terror. But the court advised me that I was eligible for home monitoring, if I could afford it. When the price (about $400 dollars a month) came up, my parents agreed to help me. I was blissfully unaware that prison had just colonized my home and life. While I was not going to prison, the prison system was still coming to me.

The New Inquiry, 22.3.2017: https://thenewinquiry.com/essays/homeward-bound/

Informationsrechte in Europa

Gerade ist bei Springer das Buch: The Unaccountable State of Surveillance. Exercising Access Rights in Europe erschienen. Es ist im Rahmen des EU-Projektes IRiSS entstanden, an dem ich mitgewirkt habe.

The Unaccountable State of Surveillance. Exercising Access Rights in Europe, Editors: Clive Norris, Paul de Hert, Xavier L’Hoiry, Antonella Galetta, ISBN: 978-3-319-47571-4 (Print) 978-3-319-47573-8 (Online)

Wie alles bei Springer ist es sündhaft teuer, aber wenn ihr 
interessiert seit und keinen Zugang über eine Uni habt, 
sprecht mich an.

Buch: The Datafied Society

Hier habe ich ein interessantes Buch gefunden: The Datafied Society Studying Culture through Data, herausgegeben von Mirko Tobias Schäfer & Karin van Es.

Es ist online erhältlich: http://oapen.org/search?identifier=624771

Autoren sind unter anderem: Theo Röhle, Richard Rogers, Lev Manovich, Annette Markham, Evgeny Morozov u.v.a.m.

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Neue Ausgabe von Surveillance & Society

Vol 15, No 1 (2017) ist gerade erschienen: Race, Communities and Informers

Gastherausgeber: Simone Browne, Katherine Mckittrick und Ronak K. Kapadia.

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Digital Citizenship and Surveillance

International Journal of Communication, Vol 11 (2017) mit einer Special Section zu Digital Citizenship and Surveillance | Digital Citizenship and Surveillance Society.

Überwachung und Privatheit post Snowden.

Gerade ist ein kleiner Tagungsband an der Uni Rostock erschienen.

Überwachung und Privatheit in der Ära nach Snowden. Ein Dialog.
Herausgegeben von: Peter A. Berger,  Robert Brumme & Clemens H. Cap. Rostock 2016. ISBN: 978-3-86009-464-8

darin mein Beitrag: Nils Zurawski: Freiheit, Sicherheit, soziale Kontrolle und der Konsum der Überwachung. Soziologische Gedanken zum Leben in der digitalen Gesellschaft.

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Zeitschrift für Medienwissenschaft (13): Überwachung und Kontrolle

Hinweis in eigener Sache: Das von mir und Thomas Waitz herausgegebene Themenheft Überwachung und Kontrolle der Zeitschrift für Medienwissenschaft (zfm) steht mittlerweile hier als Open Access-Version online zur Zerfügung.

Inhalt

Internet et vie privée

Für alle die des Französischen mächtig sind, hier ein Tipp: Francesca Musiani: Internet et vie privée en 40 pages.

Au croisement de la sociologie des techniques et du droit, ce livre explore les récentes évolutions de la vie privée à l’ère du numérique, en dévoilant les multiples tensions dont elle fait l’objet, la diversité de ses définitions et périmètres, la recherche constante d’un équilibre entre tutelle juridique et sauvegardes techniques, surveillance et protection, modèles d’affaires et transparence, droits du consommateur et libertés citoyennes.

Wenn die Wanzen abgehört werden

Das amerikanische Magazin The Atlantic hat in der Novemberausgabe einen interessanten Artikel zum Thema verfasst: Even bugs will be bugged.

Darin sind neben den bekannten Argumenten und Szenarien auch einige neue zu finden – und auch eine Referenz an Gary T. Marx und seinen Buch Windows into the Soul (hier rezensiert).

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