Ich weiß noch nicht genau was ich davon halten soll, aber immerhin ist es mal ein psychologisches Forschungsprojekt, was zu diesem Thema bislang gefehlt hat. Ich selbst musste zu der Frage nach den psychologischen Auswirkungen von Videoüberwachung bisher immer verneinen, wusste aber auch niemanden, der dazu etwas gemacht hat – nun kümmern sich ein paar Kollegen darum. Der Kontext der Forschung allerdings ist interessant – handelt es sich doch um ein Verbundprojekt, was auch die Verbesserung von Videoüberwachung zum Ziel hat.
Vier Universitäten forschen im Verbund zu Video-Tracking und Mustererkennung und stellen sich dabei u.a. die folgenden Fragen:
Unter welchen Voraussetzungen sind die neuen Techniken sinnvoll? Welche Chancen und Risiken bergen sie? Mit diesen Fragen befassen sich Sozialpsychologen, Soziologen, Ethiker und Rechtswissenschaftler von den Universitäten Würzburg, Freiburg, Potsdam und Tübingen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das Verbundprojekt MuViT (Mustererkennung und Video-Tracking), und zwar im Rahmen des Programms „Forschung für die zivile Sicherheit“, das von der Bundesregierung aufgelegt wurde.
Dabei forscht ein Projekt explizit zu den Auswirkungen der Technik auf die Menschen – nämlich die die sozialpsychologische Arbeitsgruppe um Professor Fritz Strack und Dr. Petra Markel, die sich auf die Auswirkungen der neuen Techniken auf Wahrnehmung, Erleben und Sozialverhalten der Beobachteten konzentrieren. Ob das tatsächlich die relevanten Fragen im Hinblick auf das System Videoüberwachung sind, muss offen bleiben. Beim idw gibt es aber für alle, die mehr wissen wollen, zusätzliche Informationen.
In der Londoner Tate Modern beginnt am 28. Mai (bis 3. October 2010) eine für dieses Blog interessante Ausstellung. Wer also nach London kommt, sollte sich das auf keinen Fall entgehen lassen – ganz abgesehen davon, dass die Tate Modern allein schon einen Besuch wert ist.
Exposed offers a fascinating look at pictures made on the sly, without the explicit permission of the people depicted. With photographs from the late nineteenth century to present day, the pictures present a shocking, illuminating and witty perspective on iconic and taboo subjects.
Ab sofort gibt es das aktuelle White Paper der Electronic Frontier Foundation (EFF) zum Thema Browser Uniqueness. Das Ergebnis in aller Kürze:
EFF UNVEILED RESULTS FROM THE “PANOPTICLICK” BROWSER
PRIVACY PROJECT, which demonstrated that more than
8 in 10 people use browsers with unique, trackable
signatures. Having a distinct browser signature means your
individual movements on the web may be easier to track,
and several companies are already selling products that
claim to use browser fingerprinting to help websites
identify users and their online activities.
Goethe University Frankfurt am Main, 2-3 July 2010
Registration is free, but places are limited; please contact Barbara Prainsack at prainsack@soz.uni-frankfurt.de by 15 June 2010 at the latest.
Forensic uses of DNA technologies have become crucial elements of national systems of criminal justice. In addition, as a result of growing transnational mobility and the global use of information and communication technologies crime and crime prevention issues are increasingly addressed by agencies and policy actors beyond the national state. In the European context, the so-called Prüm regime obliges law enforcement authorities in all EU countries to render their forensic DNA databases searchable for other member states by 2011 (at a match/no match basis). This also means that countries which do not yet have centralized forensic DNA databases need to establish them by that date. In sum, the importance of forensic DNA databasing will continue to increase in the political and public arenas across Europe.
Die 4 Nerds in dem Video haben eine interessante Idee, die die Aufmerksamkeit der Surveillance Forscher sicherlich verdient. Ob das Ergebnis wirklich das kann und tut, was die Jungs sich vorstellen, weiß ich nicht. Schaut’s euch an.
(Ein für mich interessanter Aspekt ist die Bemerkung, dass “sharing” ein Aspekt des Sozialen sei – die Implikationen dieser Aussage müsste man angesicht der sozialen Netzwerke einmal genauer nachgehen. Die Gabe von Marcel Mauss und eine in diese Richtung gehende anthropologische Perspektive wäre dafür durchaus brauchbar)
Gesprächsrunde mit Jens Lehmann (Rechtsanwalt, Dresden)
Moderation: Peter Ullrich, Gina-Rosa Wollinger
Dienstag, 18. Mai 2010, 19:00 Moritzbastei, Universitätsstraße 9, 04109 Leipzig
Die Versammlungsfreiheit, das Recht, öffentlich und kollektiv seine Meinung kundzutun und seinen Protest zu demonstrieren, gehört zu den wichtigsten Grundrechten einer Demokratie und ist die Basis politischer Mitgestaltung vieler – ob Friedensmarsch, Arbeitskampf oder Antifa-Engagement. Bereits die aktuelle Praxis intensiven Einsatzes von mobiler Videoüberwachung auf Demonstrationen bedeutet eine erhebliche Einschränkung von Grundrechten.
Schwarz, stark, tödlich
Krimipremiere und Kaffee-Kultur
von und mit Norman Hild
in der Speicherstadt-Kaffeerösterei
Kehrwieder 5
Dienstag, 25. Mai, 20:30 Uhr, 5€
Kaffee ist Kaffee nach Öl das zweitwichtigste Welthandelsprodukt. Weltweit sind rund 25 Millionen Menschen direkt mit Kultivierung, Transport, Verarbeitung und Vertrieb von Kaffee beschäftigt. Vom Kaffee hängen ganze Volkswirtschaften ab. – Der Kaffeemarkt ist entsprechend hart umkämpft, insbesondere der deutsche: Deutschland ist nach den USA das zweitwichtigste Kaffeeimportland der Erde. Denn Kaffee, nicht etwa Bier ist das deutsche „Volksgetränk Nr. 1“. Weiterlesen »
Im schwedischen Radio habe ich ein Interview zu Facebook, Privatsphäre usw. gegeben. Das Interview ist in deutsch und wurde mit “voiceovers” gesendet. Sollte jemand also schwedisch sprechen – hier findet ihr es: ”Inga coola ungdomar bryr sig om det privata”. (Für alle die spreche kein schwedisch sprechen, so wie ich, zum Hören müsst ihr auf den Lautsprecher drücken, “Lyssna” steht dahinter).
Leider schon vorbei: Die Ausstellung “Reality TV”, 24. Feb bis 27. März im Royal Exchange Theatre in Manchester. Gezeigt wurden Fotografien von David Dunnico.
When no one was looking, we became the most watched country on Earth. Reality TV is about CCTV in Britain. David Dunnico has documented these ‘hoodies’ of the ’surveillance society’ including the organisations who operate it, companies who sell it and people who oppose it. The exhibition mixes strong graphic, urban images with humour and reaches a surprising conclusion that Big Brother probably isn’t watching you – but your supermarket definitely is.