Goethe University Frankfurt am Main, 2-3 July 2010
Registration is free, but places are limited; please contact Barbara Prainsack at prainsack@soz.uni-frankfurt.de by 15 June 2010 at the latest.
Forensic uses of DNA technologies have become crucial elements of national systems of criminal justice. In addition, as a result of growing transnational mobility and the global use of information and communication technologies crime and crime prevention issues are increasingly addressed by agencies and policy actors beyond the national state. In the European context, the so-called Prüm regime obliges law enforcement authorities in all EU countries to render their forensic DNA databases searchable for other member states by 2011 (at a match/no match basis). This also means that countries which do not yet have centralized forensic DNA databases need to establish them by that date. In sum, the importance of forensic DNA databasing will continue to increase in the political and public arenas across Europe.
Die 4 Nerds in dem Video haben eine interessante Idee, die die Aufmerksamkeit der Surveillance Forscher sicherlich verdient. Ob das Ergebnis wirklich das kann und tut, was die Jungs sich vorstellen, weiß ich nicht. Schaut’s euch an.
(Ein für mich interessanter Aspekt ist die Bemerkung, dass “sharing” ein Aspekt des Sozialen sei – die Implikationen dieser Aussage müsste man angesicht der sozialen Netzwerke einmal genauer nachgehen. Die Gabe von Marcel Mauss und eine in diese Richtung gehende anthropologische Perspektive wäre dafür durchaus brauchbar)
Gesprächsrunde mit Jens Lehmann (Rechtsanwalt, Dresden)
Moderation: Peter Ullrich, Gina-Rosa Wollinger
Dienstag, 18. Mai 2010, 19:00 Moritzbastei, Universitätsstraße 9, 04109 Leipzig
Die Versammlungsfreiheit, das Recht, öffentlich und kollektiv seine Meinung kundzutun und seinen Protest zu demonstrieren, gehört zu den wichtigsten Grundrechten einer Demokratie und ist die Basis politischer Mitgestaltung vieler – ob Friedensmarsch, Arbeitskampf oder Antifa-Engagement. Bereits die aktuelle Praxis intensiven Einsatzes von mobiler Videoüberwachung auf Demonstrationen bedeutet eine erhebliche Einschränkung von Grundrechten.
Schwarz, stark, tödlich
Krimipremiere und Kaffee-Kultur
von und mit Norman Hild
in der Speicherstadt-Kaffeerösterei
Kehrwieder 5
Dienstag, 25. Mai, 20:30 Uhr, 5€
Kaffee ist Kaffee nach Öl das zweitwichtigste Welthandelsprodukt. Weltweit sind rund 25 Millionen Menschen direkt mit Kultivierung, Transport, Verarbeitung und Vertrieb von Kaffee beschäftigt. Vom Kaffee hängen ganze Volkswirtschaften ab. – Der Kaffeemarkt ist entsprechend hart umkämpft, insbesondere der deutsche: Deutschland ist nach den USA das zweitwichtigste Kaffeeimportland der Erde. Denn Kaffee, nicht etwa Bier ist das deutsche „Volksgetränk Nr. 1“. Weiterlesen »
Im schwedischen Radio habe ich ein Interview zu Facebook, Privatsphäre usw. gegeben. Das Interview ist in deutsch und wurde mit “voiceovers” gesendet. Sollte jemand also schwedisch sprechen – hier findet ihr es: ”Inga coola ungdomar bryr sig om det privata”. (Für alle die spreche kein schwedisch sprechen, so wie ich, zum Hören müsst ihr auf den Lautsprecher drücken, “Lyssna” steht dahinter).
Leider schon vorbei: Die Ausstellung “Reality TV”, 24. Feb bis 27. März im Royal Exchange Theatre in Manchester. Gezeigt wurden Fotografien von David Dunnico.
When no one was looking, we became the most watched country on Earth. Reality TV is about CCTV in Britain. David Dunnico has documented these ‘hoodies’ of the ’surveillance society’ including the organisations who operate it, companies who sell it and people who oppose it. The exhibition mixes strong graphic, urban images with humour and reaches a surprising conclusion that Big Brother probably isn’t watching you – but your supermarket definitely is.
Manchmal lohnt es sich auch Informationen zu kaufen – nicht nur bei Steuer-CDs, sondern auch für Artikel der Journalistin Christiane Schulzki-Haddouti bei c’t – aktuell zur sozialen Rasterfahndung.
The International Network for Urban Research and Action (INURA) veranstaltet eine Konferenz, auf dessen call for papers auch Themen zu Überwachung und Stadt Platz gefunden haben. Grund genug die Konferenz hier zu bewerben.
“The New Metropolitan Mainstream”
The last 20 years of urban development were marked by enormous urbanisation. Asia, Africa and Latinamerica experienced a tremendous growth of their cities. Besides urban sprawl a huge range of cities and metropolitan regions experienced a reurbanisation and urban renaissance. Globalisation brought about similar developments in inner cities, similar strategies of regeneration and urban transformation, among them culturalisation, privatisation of public goods and liberalisation of housing. Many regions also experienced an ongoing polarisation of urban rich and urban poor. The New Metropolitan Mainstream is found in variations in cities around the globe. The thesis is that there are the same rules that lead to similar results. INURA’s New Metropolitan Mainstream project compares the developments of the last 20 years in more than 20 cities. This will be the framework of debates and the discussions of the 20th INURA conference.
Der call for papers ist abgelaufen, das Programm aber noch nicht online – dennoch, die Sigint 2010 des CCC ist bestimmt einen Besuch wert. Dabei geht es um nicht weniger als um folgendes:
Die Bedeutung von immateriellen Gütern nimmt immer weiter zu, während die Produktionskosten sinken. Traditionelle Märkte verlangern sich in den virtuellen Raum, die Musikindustrie verdient ihr Geld mit Handytönen und Ideen kommen direkt aus dem 3D-Drucker, während liebgewonnene soziologische Begrifflichkeiten zum World Processing wie die Arbeiterklasse komplett nach China ausgesourct werden. Identitäten werden in sozialen Netzwerken jenseits von Nationen und Geschlechtern konstruiert und trotzdem gibt es immer noch die Welt der Dinge und der Internetausdrucker als allzu gegenwärtigen Gegenpol. Es ist grade dieser Verlust von Schranken der einerseits den totalen Überwachungsstaat ermöglicht und andererseits den Individuen bisher unbekannte Möglichkeiten der Entfaltung bietet, bis zum Horizont und viel weiter.
Es geht um neue und alte Räume. In der digitalen Gentrifizierung, in der Auseinandersetzung um die Grenzen der Stadt – dort wo es das neue und das alte sich begegnen findet ein Machtkampf statt. Burn the land and boil the sea, you can’t take the Net from me: Es ist diese Frontier und ihr Spirit, die treibende Kraft hinter Fortschritt und Reaktion, die uns auf der SIGINT beschäftigt. Es geht um Verstecke und Ninjas, offene Meere und Piraten, aber besonders um die Konsolen-Cowboys, -Cowgirls und wen auch immer und um das grenzenlose Neuland, wo Signale nicht zu stoppen sind und die Sonne niemals am Monitor spiegelt.
Ich bin sehr gespannt auf die Vorträge und die Umsetzung.
Google Street View beschränkt sich nicht auf die Erfassung des sichtbaren Teils des Wellenspektrums. Wie jetzt bekannt wurde, scannen die Fahrzeuge mit dem sichtbaren Kameraturm unterwegs die Straßen auch nach WLAN-Netzen ab.
Damit erhärtet sich der Verdacht, dass die Fahrten für Google Street View in den letzten Jahren nicht nur zur Aufnahme von Straßenansichten, sondern auch zur flächendeckenden Erhebung und Speicherung gerade auch der von privaten Haushalten betriebenen WLAN-Netze genutzt wurden. Nach gegenwärtigen Erkenntnissen ist davon auszugehen, dass neben der örtlichen Erfassung, dem Verschlüsselungsstatus der Geräte, der weltweit eindeutigen MAC-Adresse auch der vom Betreiber vergebene Name (sogenannte SSID) gespeichert wurde.
Update: W-Lan-Kartografierung wird, wie auch einer unserer Blog-Leser richtig kommentiert, nicht nur von Google unternommen, wie Spiegel Online ausführlich erläutert.