Archiv für die Kategorie ‘Videoüberwachung / CCTV’

Billboards that look back.

The International Herald Tribune has an article about the latest in consumer research technology: Billboards that look back.

You thought you were looking at an advertisement, but in fact it is looking at you and scanning you for age, sex by way of biometric analysis - and race will be introduced as a feature soon

The goal, these companies say, is to tailor a digital display to the person standing in front of it - to show one advertisement to a middle-aged white woman, for example, and a different one to a teenage Asian boy.
“Everything we do is completely anonymous,” said Paolo Prandoni, the founder and chief scientific officer of Quividi, a two-year-old company based in Paris that is gearing up billboards here and abroad. Quividi and its competitors specifically target digital billboards, which tend to play short videos as advertisements

That is now, but what possibilities does that open - the Minority Report does ring a bell here.

Adding comment 18. June 2008 - 14:03

Hier kommt das Vögelchen!

“Hier kommt das Vögelchen!” - Vermutlich soll dieser Spruch an die Ähnlichkeit historischer Fotoapparate mit hölzernen Vogelhäuschen erinnern. Die Designer von FRIESLAND haben diese Redensart nun auf den technischen Stand der Überwachung gebracht und einen Nistkasten in Form einer Überwachungskamera entworfen: Das Modell “Wolfgang S.” ist das ideale Geschenk für Gartenbesitzer mit erhöhtem Sicherheitsbewusstsein. Oder für Sicherheitspolitiker, die einen Vogel haben. (Ist kein Garten vorhanden, kann man immer noch auf diese Wohnzimmerleuchte zurückgreifen.)

Und wer das ganze für eine großen subversiven Spaß hält, sollte sich erst mal das hier ansehen.

Adding comment 9. June 2008 - 17:50

From CCTV to MTV

Ein echter Öffentlichkeits-Stunt: Die britische Newcomer-Band The Get Out Clause hat sich vor Überwachungskameras gestellt und anschließend mit Hilfe des Subject Access Request von den jeweiligen Kontrollräumen die Herausgabe der Bilder eingefordert. Ergänzt um ein paar selbstgedrehte Aufnahmen, und fertig war ihr Musikvideo “Paper”. Zum selben Ansatz im Film siehe dieses Posting und den Film Faceless.

Adding comment 6. June 2008 - 12:20

Videoüberwachung in Hamburg wird überprüft

Wie NDR Online meldet, ist es tatsächlich geplant, die Videoüberwachung in Hamburg, namentlich nur die Reeperbahn, ergebnissoffen zu überprüfen. Die Schwarz-Grüne Koalition wird wohl da nicht herum kommen. Ich bin gespannt wer das wie machen soll. Lassen wir uns überraschen.

Die SPD entwickelt sich im Moment zum Verteidiger der Bürgerrechte und der größten Kritiker der Videoüberwachung, neben den Linken. Was so eine unerwartete Koalition doch alles auslösen kann. Die große Anfrage zur Kriminalität in Hamburg (7. Mai) gibt es bei der SPD zum Nachlesen. Von Videoüberwachung ist dort allerdings kein Wort zu finden.

Adding comment 30. May 2008 - 13:13

Public Domain: Vortrag zur Videotechnik

Hinweis auf eine Veranstaltung des FoeBuD:

PUBLIC DOMAIN V151.0 am Sonntag, 1.6.2008, 15 bis ca. 18 Uhr
Ingo Lütkebohle und Florian Glatzner zum aktuellen Stand der
Videoüberwachungstechnik

Die technische Entwicklung bei der Videoüberwachung ist rasant. Die
Kameras sind kleiner und leistungsfähiger. Neue Technologien wie
biometrische Gesichtserkennung, Personenverfolgung oder die Analyse
von Bewegungsmustern werden getestet und eingeführt.
“Mehr Sicherheit” lautet das Versprechen. Doch was bewirkt die
Videoüberwachung des öffentlichen Raumes tatsächlich?

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Adding comment 20. May 2008 - 13:05

Nochmal Hamburg und die Kameras

RTL Nord hatte heute einen Bericht zur Lage auf dem Kiez mit den Meinungen verschiedener Politiker und meinem bescheidenen Kommentar.

Bei NDR Online und dem Abendblatt stehen noch ein paar Hintergründe zu dem Thema und der aktuellen Diskussion.

Adding comment 15. May 2008 - 22:01

Vieles, aber nichts Neues in Hamburg!?

Der Kollege Eric Töpfer hat ja bereits vor ein paar Wochen auf die Formulierungen im Koalitionspaper zwischen der GAL und der CDU bezüglich der Videoüberwachung in Hamburg hingewiesen. Alles in allem eher schwammig.

Nun äußert sich der neue Innensenator Christoph Ahlhaus zum Thema, sieht Hamburg als vorbildlich in der Terrorbekämpfung, mit Superergebnissen bei der Kriminalitätsstatistik - weniger Verbrechen - und meint, sein Haushalt könne auf keinen Fall gekürzt werden.

“Der Etatansatz für die Innenbehörde muss sich an den Aufgaben orientieren und die Aufgaben sind nicht geringer geworden.”

Ist das schon das typische Angstmachen der Innenpolitiker - nach dem Motto: Ich weiß viel, kann aber nicht darüber reden, glaubt mir nur, dann beschütze ich euch…!!

Mal schauen wie er jetzt die gefühlte Unsicherheit, die für eine Videoüberwachung zum Standardinstallationsargument gehört, begründet - in einer Stadt, die immer weniger Kriminalität verzeichnet. Und was wird er zu den Aussagen des britischen Polizeikollegen sagen, der CCTV, vulgo: Videoüberwachung als “utter failure” bezeichnet hat?

Ich bin gespannt, was in der Hansestadt jetzt so passiert.

Adding comment 14. May 2008 - 20:36

“Ein einziges Fiasko”

Über so viel Ehrlichkeit kann man nur staunen: Deputy Chief Inspector Mick Neville von der Metropolitan Police gibt öffentlich zu, dass Videoüberwachung in Großbritannien bislang “ein einziges Fiasko” gewesen sei. Zwar habe man Milliarden (!) an Steuergeldern für teure Geräte ausgegeben, jedoch keinen einzigen Gedanken daran verschwendet, wie diese zu nutzen sind. So ist das nun mal: Die Technik alleine macht’s nicht.

Das soll sich nun natürlich ändern. Neville ist Leiter der Sondereinheit Visual Images, Identifications and Detections Office (Viido), die zur Aufgabe hat, die Auswertung von Videobildern so zu professionalisieren, wie auch Fingerabdrücke und DNA ausgewertet werden. Bislang ist der Umgang mit Bildern eher Kraut und Rüben, manche Gerichte verfügen noch immer nicht über Abspielmöglichkeiten von Videoaufnahmen. Daher haben, so Neville, die wenigsten Verbrecher Angst, von den Kameras erwischt zu werden.

Ergänzung: Der Guardian hat weitere Informationen über den Vortrag von DCI Neville.

Adding comment 6. May 2008 - 10:31

Zur Zukunft der polizeilichen Videoüberwachung in Hamburg

Die Überraschung war groß. CDU und Bündnisgrüne haben in Hamburg die erste schwarz-grüne Koalition besiegelt. Einig war man sich, dass die polizeiliche Videoüberwachung - Hamburg ist mit 17 Kameras auf der Reeperbahn und am Hansaplatz bundesweit Spitze - fortgeführt werden soll. Hierzu der Koalitionsvertrag etwas kryptisch:

An der Videoüberwachung im öffentlichen Raum an Kriminalitätsschwerpunkten wird unter besonderen Rahmenbedingungen grundsätzlich festgehalten. Zur bevorstehenden Evaluierung der praktischen Umsetzung der Videoüberwachung werden insbesondere die Empfehlungen des Datenschutzbeauftragten im schweizerischen Kanton Zürich - wie beispielsweise die Prüfung von Alternativen oder die Möglichkeiten eines nur temporären Einsatzes - als Kriterien herangezogen. Bis Ergebnisse vorliegen, wird auf die Ausweitung der Videoüberwachung an neuen Standorten verzichtet.

Was die “besonderen Rahmenbedingungen” sind, wer, wie evaluiert und warum nun trotz langjähriger Beschäftigung deutscher Datenschützer mit dem Thema und jüngerer Empfehlungen des Europarates ausgerechnet der Züricher Datenschutzbeauftrage als Kronzeuge herhalten muss … dies alles bleiben offene Fragen. Insofern dürfen wir gespannt sein, wie lange der Verzicht auf die Ausweitung anhält. Als die Grünen im Jahr 2000 zähneknirschend der Videoüberwachung in Nordrhein-Westphalen zustimmten, hieß es noch, sie seien von der SPD “erpresst” worden. Hiervon kann in Hamburg wohl keine Rede sein. Klingt eher nach einem Tauschhandel: Die Fortführung der Videoüberwachung als Zugeständnis für eine vermeintlich sozialere städtische Sicherheitspolitik. Heißt es doch einen Absatz über der Vereinbarung zur Videoüberwachung:

Im öffentlichen Raum wird es keine Verdrängung sogenannter randständiger Gruppen geben. Die bestehenden ordnungsrechtlichen Regelungen bieten eine gute Handhabe gegen Störungen im öffentlichen Raum und sollen nicht weiter ausgeweitet werden.

Angesichts der Großen Anti-Bettler-Koalition aus konservativen Leistungsmoralisten, Handelskammer, Business Improvement Districts, parternalistischer Sozialverwaltung und sozialdemokratischen Bezirkspolitikern besteht der politische Erfolg der Grünen wohl hauptsächlich darin, dass auf eine Eskalation der Anti-Armen-Politik verzichtet werden soll. Also: Business as Usual in Hamburg …

4 Comments 21. April 2008 - 09:19

One Nation under CCTV

Banksy2CCTVSPL_468x443.jpg (Source/Quelle)
Der Graffitti-Künstler Bansky hat in London eine schönes und großes Graffitti an eine Hauswand gemalt, ohne dabei von den Kameras gestört zu werden - obwohl er anscheinend beobachtet wurde. Graffiti artist Banksy pulls off most audacious stunt to date - despite being watched by CCTV

Herrlich. Bei Flickr gibt es eine ganze Bilderserie dazu.

1 Comment 16. April 2008 - 12:40

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