Archiv für die Kategorie ‘RFID’

Diskussion: RFID-Chips: Smart Life oder Big-Brother-Gesellschaft?

– für Kurzentschlossene –

Die Diskussion findet statt am Montag, 28. Juni 2010 um 18 Uhr im Abgeordnetenhaus,
Niederkirchnerstr. 5, 10111 Berlin
Im Anschluss laden wir Sie zu Getränken, Brezeln und Fußball ein.

Befinden wir uns also auf dem Weg in einen Überwachungsstaat? Oder überwiegen die Vorteile? Darüber wollen wir in unserer Reihe “Grün vernetzt – Weitsicht statt Barrieren” diskutieren. Wer möchte, kann seinen oder ihren neuen RFID-Reisepass mitbringen, denn wir haben ein Lesegerät vor Ort, das die Funktionsweise der Technik veranschaulicht.

Auf dem Podium: – Florian Walther, Chaos Computer Club – Rena Tangens, FoeBuD e.V (Verein zur Förderung des
öffentlichen bewegten und unbewegten Datenverkehrs) – Zorah Marie Bauer, Mobile-Art (Medienkünstlerin)
- Metro Group, Pionier-Einsatz mit ‘Future Shop’ – Dr. Hanns-Wilhelm Heibey, Stellvertreter des Berliner
Beauftragten für Datenschutz

Begrüßung:
Volker Ratzmann, Fraktionsvorsitzender

Einführung und Moderation:
Astrid Schneider, Sprecherin für VerbraucherInnenpolitik

Zusammenfassung und Fazit:
Benedikt Lux, Sprecher für Datenschutz

Adding comment 28. June 2010 - 08:26

Überwachung und Umweltschutz

Was passiert mit gebrauchten RFID-Chips? Offentsichtlich hat sich bisher noch niemand Gedanken darüber gemacht. Erst jetzt mit der massenhaften  Verbreitung wird sich dieses Problems angenommen.

RFID: Wenn “intelligente Etiketten” im Abfall landen.

Adding comment 13. October 2009 - 11:27

Tragbare Kameras und andere nützliche Kleidung

Die Polizei in Lisburn, Nordirland hat jetzt Kameras bekommen, die am Mann bzw. der Frau getragen wird. Body-cams for Lisburn Police. Die Hoffnungen sind immer die gleichen – es bleibt die Frage, ob im Zweifel das Material nicht mal wieder “unauffindbar” wird – wenn das Aufgezeichnete kein gutes Licht auf die Polizei werfen würde

Chief Inspector Moore said that by wearing the cameras, it is hoped to deter people from committing crime in the first place but will also be an effective tool to bring the scene of an incident into the courtroom. He said courts will be able see and hear the incident through the eyes and ears of the officer at the scene to help provide an accurate account of the actions of the accused.

Davon einmal abgesehen setzt sich damit ein Trend fort, der als unbiquitous computing bereits seit einiger Zeit seine Schatten wirft. DEr Mensch nicht nur als Nutzer sondern Träger und direkter Bestandteil von Computern und ihren Netzwerken. So gibt es auf RFID-Basis eine Jacke die den Arbeiten bei ihren Tätigkeiten helfen soll (dradio.de, 18.7.2009). Die Uni Bremen ist hier mit der Entwicklung beschäftigt.

“In erster Linie geht es um die Ortung der Fahrzeuge”, erläutert Damian Mrugala vom IMSAS (…..) Die Fahrzeuge werden bereits nach der Fertigung mit passiven RFID-Tags versehen, auf denen sämtliche Fahrzeug- und Transportinformationen gespeichert sind. Am Terminal des Lagerverwaltungsgeländes werden diese mit einem RFID-Lesegerät identifiziert. Zukünftig sollen die Hafenarbeiter Jacken tragen, die mit einem Reader ausgestattet sind. Jedes Fahrzeug wird vom Personal an eine bestimmte Stellplatzfläche befördert. Über ein Kommunikationsmodul wird via GPRS-Technologie eine Datenübertragung zu einem Softwareagenten auf einer Hauptrecheneinheit ermöglicht, der Arbeitsaufträge verwaltet und der Jacke neue Aufträge mitteilt….. (RFID im Blick, 29.7.2009)

Das klingt plausibel, aber ich kann mir in beiden Fällen eine Menge offener Fragen aus gesellschaftswissenschaftlicher Sicht vorstellen…. nicht zuletzt arbeitsrechtliche Überlegungen der Überwachung am Arbeitsplatz, der Datensicherheit und im Falle der Polzei, des Rechtes am eigenen Bild, denn die Kamera filmt ja alles, was der Polizist sieht, auch was gar nicht relevant für seine Arbeit ist – allerdings ist das Verständnis dafür im Vereinigten Königreich ein anderes als hierzulande…

2 Comments 3. August 2009 - 11:18

Naturschutz mit RFID

Bienen als Umweltdetektive - ausgerüstet mit RFID-Chips, die die Umwelt nach Schadstoffen absuchen sollen. Nun sind Insekten und andere Tiere schon immer ganz gute Indikatoren für Veränderungen in der Natur – aber in diesem Fall gibt es eine neue und nicht uninteressante Verbindung von Lebewesen und Mini-Robotern.

Worum geht es in dem neuen Projekt? Vor allem wird der Fleiß der Bienen ausgenutzt. „Jedes Bienenvolk benötigt etliche Quadratkilometer Platz für sich”, erklärt Professor Tautz. Auf diesem Gebiet besuchen die Tiere jede Blüte. Auf dem Rückweg klebt Blütenstaub an ihnen. Um den abzustreifen, haben die Forscher am Einflugloch des Bienenstocks eine Röhre mit Bürsten angebracht. Der Staub wird dann automatisch auf seine Zusammensetzung analysiert. So können Hinweise auf Giftstoffe entdeckt werden – die Biene wird zum Umweltdetektiv. Doch woher weiß man, welcher Teil der großen Wiese betroffen ist?

Überwachung muss ja nicht immer nur im Kontrollwahn enden, oder welche Konsequenzen lassen sich hieraus lesen. Der Begriff Überwachung ist wie so oft zu allgemein und oft unzutreffend für die zu beschreibenden Phänomene, z.B. im Bereich von Naturüberwachung und bei solcher und ähnlcher Forschung.

Adding comment 25. March 2009 - 21:49

Die Schwächen der US Passport Card

Die US Passport Card, eine Art stark eingeschränkter Reisepassersatz für US-Bürgerinnen und -Bürger kommt, wie so viele Identifikationskärtchen und Ausweise in dieser Zeit, mit RFID daher. Und genau das kann Probleme bereiten.

(Bild: Wikipedia)

Weiterlesen »

1 Comment 17. February 2009 - 17:30

RFID. Vom Ursprung einer (all)gegenwärtigen Kulturtechnologie

Bei Kadmos erschienen:

RFID. Vom Ursprung einer (all)gegenwärtigen Kulturtechnologie

Aus dem Klappentext:

RFID, Radio-Frequency-Identification, ist in aller Munde. Doch aus allen Mündern spricht’s das zweifach Gleiche: die Funkchips auf den Dingen unseres Alltags sind entweder vergötterter Hi-Tech oder aber sie sind datenschnüffelndes Teufelswerk. Dieses Buch sucht den schmalen Horizont dieser Debatte mittels einer konkret recherchierenden Medienwissenschaft zu erweitern. Was verbirgt sich hinter diesen vier Buchstaben?

Weiterlesen »

Adding comment 9. April 2008 - 10:49

RFID – Kleine Funkchips auf Reisen!

MODERN TALKING?
RFID – Kleine Funkchips auf Reisen!

Am Donnerstag, dem 17.04.08, ab 18:00 Uhr, lädt Servus.at in Kooperation mit der Volkshochschule und der Bibliothek zur Diskussion in den Wissensturm. Die Veranstaltung beschäftigt sich mit der Funktechnologie RFID, welche unbemerkt in immer mehr Lebensbereiche vordringt.

Wann und Wo ?
17.04.08, 18:00 – 22:00 Uhr
Wissensturm Linz
Kärntnerstraße 26
Freier Eintritt

Live-Übertragung ab 18:00 Uhr auf Radio Fro 105.0 MHz
Live-Videostream: www.servus.at/rfid

Adding comment 6. April 2008 - 14:48

EU-Umfrage zu RFID

Die Freunde vom Foebud rufen zur Teilnahme an den Konsultationen zum Thema RFID auf.

Aufruf zur Teilnahme an EU-Umfrage zu RFID

Erneut gibt es eine öffentliche EU-Konsultation zum Thema RFID, in der
besonders auf die Fragen der Risiken für Privatsphäre, Datenschutz und
Sicherheit eingegangen wird.

Weitere Informationen zur Umfrage und den Aktivitäten des Foebud mit reichlich Material zur letzen EU Umfrage und anderem.

Adding comment 6. April 2008 - 14:45

RFID zum Diebe fangen

Der Artikel Companies, Agencies Use Clandestine RFID Systems to Catch Thieves aus dem RFID-Journal berichtet von neuen Anwendungen für die Technologie in Verbindung mit anderen Überwachungsmaßnahmen.

March 20, 2008—A handful of government agencies and private companies such as electronics suppliers are employing a clandestine RFID system known as NOX that allows them to use RFID interrogators hidden in walls, in conjunction with video surveillance and, in some cases, luminescent dust, to thwart theft or other unauthorized activities within their facilities.

Hier kann man sehr anschaulich verstehen, was u.a. mit dem Begriff der surveillant assemblage gemeint ist.

Adding comment 28. March 2008 - 21:39

Sicherheitslücken bei RFID als Geschäftsmodell

Dass RFID-Chip eine Menge Sicherheitslücken aufweisen ist nichts Neues. Aber man kann auch Geld damit machen. Die Firma VisuKom weist darauf hin und plädiert für eine erhöhte Aufmerksamkeit ( RFID: Die unsichtbare Überwachung) für diese Probleme. Und natürlich bietet sie auch entsprechende Lösungen an – dabei hat sie vielmehr ein schlagendes Argument gegen die Einführung diese Technologien in datensensiblen und die Privatspäre betreffenden Bereichen geliefert – ob es etwas nützt?

Als Spezialist für ICT-Sicherheit sensibilisiert VisuKom für die Auswirkungen und Gefahren, die diese Technologie mit sich bringt. Anhand von Methoden wie das Auslesen von Daten auf deutschen und internationalen Reisepässen sowie Brute-Force-Attacken – das Ausprobieren aller möglichen Zugangspasswörter – auf die sog. RFID-Tags (kleiner mit einer Antenne gekoppelter Speicherchip) beweist VisuKom, dass die Sicherheitsmechanismen gegen unerlaubten Zugriff noch in den Kinderschuhen stecken. Dabei sind die Spezialisten des ICT-Sicherheitsdienstleisters in der Lage, die Tags auszulesen, zu deaktivieren und spurenfrei zu zerstören sowie zwischen Tag und Lesegerät zu sniffen (Datenverkehr empfangen, aufzeichnen, darstellen und auswerten).

Marco Di Filippo zieht das Fazit: „Alle am Markt erhältlichen Lösungen zum Schutz der Informationen – wie etwa Schutzhüllen – verhindern das Auslesen des Chips. Leider sind diese Maßnahmen damit für Zutrittskontrollsysteme unbrauchbar. So bleibt den Herstellern nur der Weg der Verschlüsselung.“

Besuchen Sie VisuKom auf der CeBIT in Halle 9, Stand B20.

Adding comment 26. February 2008 - 16:23

Previous entry


Kategorien

RSS feeds