Archiv für die Kategorie ‘Hamburg’

Wieviel Sicherheit vertragen Bürgerrechte und Demokratie?

taz Salon: Gewalt von Rechten und Linken, Islamisten und Polizisten, öffentliche Videoüberwachung und Brechmittel: Der frühere SPD-Innensenator Hartmuth Wrocklage, jetzt Vorstandsmitglied der Humanistischen Union Hamburg, im Gespräch mit Sven-Michael Veit (taz nord hamburg) und dem Publikum über die neue Innere Unsicherheit im Lande.

Termin: Donnerstag, 8. Februar, 20 Uhr
Ort: Kulturhaus 73, Schulterblatt 73, 20357 Hamburg
Eintritt frei

Adding comment 7. February 2007 - 10:18

Simulation und Kontrolle: Hamburg in 3D

“Schaut auf diese ideale Stadt” titelt die taz am 31.1. und meint die neue 3D Ansicht von Hamburg, die in Kürze im Internet zu sehen und zu gestalten sein wird. Wer dort, was machen kann ist dabei noch nicht raus - wohl aber sicher dürfte sein, dass es eine schöne und saubere Stadt sein wird - eben ein Idealbild, welches Investoren anlocken soll. Der Schmutz darf dann nicht mehr stattfinden. Die Autorin fragt sich zurecht was passiert wenn die Wirklichkeit in die Simulation einbrechen wird:

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4 Comments 1. February 2007 - 16:14

Noch was zu Campus-Kameras

Wie ein eifriger und vor allem gewitzter Blogger und Freund jetzt bemerkt hat, sind die Filme vom Vortag doch auf den Seiten der Kameras - versteckt hinter einem kaum wahrnehmbaren “-”! Das nenne ich Chuzpe. Mal sehen was der Datenschutz und die Uni dazu sagen.

Adding comment 1. February 2007 - 09:29

Nachtrag: Kameras über dem Campus

Nachdem auf Nachfrage die Kameras, die den Campus an der Hamburg Universität beobachteten, vom Netz genommen worden sind, scheinen sie jetzt wieder da zu sein. Was fehlt ist der link zu dem ganzen Film, mit dem sich der jeweils vorherige Tag in komplett anschauen ließ. Nun können wir eine jede Minute aktualisiertes Bild vom Allende-Platz bzw. vom von-Melle-Park ansehen. Ob damit dem Datenschutz genüge getan ist, wage ich zu bezweifeln, da ein Hinweis auf die Kameras nach wie vor fehlt. Ich werde nochmal nachfragen und berichten.

1 Comment 30. January 2007 - 14:35

Keine Bilder mehr vom Uni Campus

Da hatten die Verantwortlichen des Medienzentrums der Pädagogen eine prima Idee gleich in die Tat umgesetzt: Webcams für den Uni-Campus und den Allende-Platz - alle 60 Sekunden ein Bild auf der Webseite und wer wissen will was gestern so los war, der ganze Vortag in einem Film zum runterladen.
allendeplatz_webcam450.jpg

Man konnte nicht alles genau erkennen, keine Menschen, keine Gesichter, aber mit etwas Mühe vielleicht die Kennzeichen, es ließen sich Profile und Bewegungen nachvollziehen, denn die Daten waren ja gepeichert. Ich glaube nicht, dass die Verantwortlichen darüber nachgedacht haben, ob hier der Datenschutz gewährleistet wird oder ob sie sich damit dann doch vielleicht im Abseits befinden. Inzwischen wurde der link entfernt (link geht nicht) und dem Datenschutz wieder genüge getan. Schön dass es auch so einfach gehen kann und ein kleiner Fehler schnell behoben werden konnte. Das ist leider nicht immer so -> siehe die Videoüberwachung in Hamburg……Danke an die Verantwortlichen der Uni…

4 Comments 8. January 2007 - 17:31

Na endlich: mehr Videoüberwachung in Hamburg

Ich höre noch Hamburgs Innensenator Nagel sagen: Wir wollen keine Ausweitung der Videoüberwachung in Hamburg. Und als hätte ich es besser gewusst: Sie kommt nun doch. Die Welt berichtet über die neuen Pläne der Hamburger Polizei, die meiner Meinung nach dabei das bewährte Muster aus Erfahrungsberichten und bloßen Behauptungen weiterführt. Dabei kommt sie auch nicht klar mit der Problematik von Prävention und Aufklärung: Das eine macht das andere obsolet - man muss sich schon entscheiden, ansonsten wirkt es wie der Wunsch nach einer Totalüberwachung - überall und immer..

Durch Videoüberwachung habe die Polizei die Möglichkeit der Abschreckung und der Aufklärung. Einerseits könnten ganz konkret an bestimmten Punkten der Stadt Straftaten verhindert werden. “Wir haben seitens der Polizei gegen den Ausbau nichts einzuwenden. Er ist gut, und wir brauchen die Videoüberwachung, weil wir damit besser in der Lage sind, Straftaten aufzuklären. Dazu gehört auch, Täter zu ermitteln und weitere Taten durch sie zu verhindern”, sagte Jantosch. “Das ist ein wichtiger Punkt für die Anlagen, die wir haben und die wir haben werden.” Für die Polizei sei Videoüberwachung ein gutes Mittel zur Verhinderung von Straftaten. “Prävention”, so Jantosch, “ist die vornehmste Aufgabe der Polizei. Wenn wir Straftaten verhindern und sie erst gar nicht aufklären müssen, soll uns das nur recht sein.”

Dabei sind sie Neuem durchaus aufgeschlossen:

Es ist schon enorm, was für Möglichkeiten die heutige Technik bietet”, sagte Jantosch. “Und die Entwicklung wird weitergehen. Wir haben ständige Marktbeobachter, Experten, die neue Entwicklungen analysieren und schauen, ob sie für unsere Arbeit geeignet sind.” So soll es beispielsweise bald den Datenzugriff aus dem Peterwagen auf zentrale Dateien geben.

Ich bin also gespannt. Unser Abschlussbericht wird demnächst erscheinen. Mal sehen, ob er zur Kenntnis genommen wird von der Polizei. Zu forschen gäbe es also auch in Zukunft noch genug. Und dann ist da ja auch noch da Urteil zu den Kameras in Hamburg…..
Hoffen wir das die neuen Kameras in Hamburgs Verkehrsbussen nicht auch noch von der Polzei angezapft werden, sondern bleiben was sie sind…

Adding comment 8. January 2007 - 06:48

Gericht beschneidet Kameraüberwachung in Hamburg

Die Welt berichtet über den Sachverhalt:

Die zwölf auf dem Kiez installierten Kameras sind ferngesteuert. Sie lassen sich aus dem Polizeipräsidium oder der Davidwache schwenken. Ebenso ist es von dort möglich, die Zoomfunktion zu bedienen. Somit lassen sich mit der Kamera ebenfalls private Bereiche erfassen. Den Richtern langt es nicht, dass der Monitor sich schwarz schaltet und die Datenspeicherung gestoppt wird, wenn die Kamera ins Private späht. Es fehle die gesetzliche Grundlage für den Eingriff in das Grundrecht der Unverletzlichkeit der Wohnung. Die Überwachung, wie sie auf der Reeperbahn möglich ist, entspricht nicht dem Gesetz. Sie sei nur zur Abwehr dringender Gefahren für die öffentliche Sicherheit zulässig. Zudem bedürfe sie einer richterlichen Anordnung. Nur in Ausnahmen, wenn Gefahr im Verzuge ist, könne der Kameraeinsatz ohne Genehmigung eines Richters erfolgen. Die Anordnung sei aber umgehend nachzuholen.

Eigentlich bedarf es keinen Kommentars - nur, dass jegliche Diskussion in der Vergangenheit zeigt, wie berechtigt die Kritik war und wie unzugänglich die Beteiligten trotz aller Beteuerungen geblieben sind. Mehr noch, ihnen schien es egal zu sein, es richtig zu machen, solange sie nur mit den Kameras einen kurzfristigen Imagegewinn erlangen konnten.

2 Comments 15. December 2006 - 09:29

Interview zu Videoüberwachung in Hamburg

In der Sendung NerdAlert beim Freien Sender Kombinat in Hamburg lief am 8.11.2006 eine Spezial-Sendung zum Thema Videoüberwachung in Hamburg. Nachzuhören ist das Ganze auf deren Webseite.

Adding comment 9. November 2006 - 10:03

Nachtrag Hamburg: Kameras am Hansaplatz

Und die Welt legt am Montag noch einmal nach… Genauere Informationen zu den geplanten Kameras am Hansaplatz. Und wieder bleiben die Gründe und die Überlegungen der Polizei im Dunkeln und bestenfalls ungenau… Das schafft - bei aller Liebe - kein Vertrauen in die Maßnahme, noch in das was die Polizei damit vielleicht wirklich bezwecken will… das Vertrauen der Bewohner von St. Georg wird sie damit nicht im Sturm erobern…

Adding comment 30. October 2006 - 00:32

Eine Stadt wird gefilmt

..unter diesem Titel gibt es heute eine gut recherchierte Geschichte bei der Welt am Sonntag über die Videoüberwachung in Hamburg. Die Aussagen der Polizei zeigen, dass die Maßnahme Videokameras vor allem die Tendenz hat zu wachsen…. Immerhin haben die Autoren auch andere Stimmen (meine) gehört… ein Kommentar spare ich mir daher.

Hamburgs “jüngster Kandidat” für Kameras ist der Hansaplatz in St. Georg. Von der Kriminalitätsbelastung kommt er auf Platz zwei nach der Reeperbahn, Stoßrichtung ist somit die Bekämpfung von Verbrechen. Fallak kündigt an, dass Mittel bereitstehen und im Frühjahr mit dem Aufbau der Kameras begonnen werden könne.

“Das wäre nicht zweckdienlich”, sagt Zurawski, “wir haben Befragungen in St. Georg durchgeführt. Die Kameras können helfen, Kriminalität zu vertreiben. Ein Ort mit Videoüberwachung ist aber kein Ort, an dem sich Menschen gern aufhalten.” Die Bürger würden die Überwachung zur Kenntnis nehmen, aber versuchen, den Platz zu meiden. “Wenn man dem Hansaplatz etwas Gutes tun will, und er soll ja wieder zum Zentrum eines lebendigen Stadtteils werden, dann lässt man ihn nicht überwachen.”

Adding comment 29. October 2006 - 18:39

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