Archiv für die Kategorie ‘Datenschutz’

Online Seminar zu Datenschutz in Social communities

Die Friedrich Naumann Stiftung bietet ein Online Seminar zum Thema “Datenschutz in Social Communities” vom 31.3. - 12.4 an.

In diesem Zusammenhang ist auch das EU-Forschungsprojekt PrimeLife interessant, welches sich mit Privacy and Identity Management for Future Networks and Services beschäftigt.

Adding comment 28. March 2008 - 22:02

Google is watching you

Die Zeit hat im Moment mal wieder einen Lauf, was Überwachungsthemen angeht. Auf alles muss nicht hingewiesen werden, aber der Artikel zu Google lohnt sich vielleicht doch. Auch weil Peter Schaar unvermeidlich ein Interview dazu gibt.

Mehr zu Google gibt es auch im GoogleWatchBlog 

1 Comment 12. March 2008 - 15:51

Das Geschäft mit der IT-Angst

Nicht nur die Politik benutzt Angst zur Durchsetzung ihrer Überwachungs- und Kontrollfantasien - auch die IT-Branche macht sich die Unübersichtlichkeit des Feldes zu Nutze, um ihre Produkte an den Kunden zu bringen.  Das ist spektakulär, aber ob es immer auch wirklich nützlich ist, bezweifelt ein Artikel in der ZEIT: “Datendiebe gesucht”.

Adding comment 5. March 2008 - 12:05

Surveilling Europe

With “The most spied upon people in Europe” the BBC tries to give an overview of European countries and the level of surveillance their respective citizens have to cope with. Germany, Britain, France, Denmark, Greece and Italy, which to my surprise the authors claim is the most surveilled country of those six.

Italians are among the most spied upon people in the world. That’s the conclusion of the authoritative German scientific think-tank, the Max Planck Institute, which reports that Italy leads the world with 76 intercepts per 100,000 people each year.

Funny enough it was a German research institute from the Max Planck network that did the study - though they do not say which it was.

Adding comment 28. February 2008 - 09:18

Was die anderen Ländern so machen

Die Financial Times Deutschland listet passend zur Urteilssprechung des Verfassungsgerichtes mal schön auf, wie die anderen Länder so mit den Überwachungsmaßnahmen umgehen, was in Frankreich oder Skandinavien so Usus ist und zitiert Jörg Ziercke, den Chef des Bundeskriminalamtes zu den Zuständen im Vereinten Königreich.

Das Ausmaß der Videoüberwachung entspräche allerdings nicht Zierckes “Vorstellung von einem demokratischen Rechtsstaat”, hatte der BKA-Chef einmal dem Wochenmagazin “Stern” gesagt.

Zum Urteil empfehle ich die einschlägigen Quellen - Zeit - tagesschau.de - Spiegel

Dass Schäuble trotzdem so tut las wäre nichts gewesen und die Onlinedurchsuchungen jetzt doch durchsetzen will - wie vieles andere auch, überrascht nicht. Bleibt die Frage, worum es eigentlich wirklich geht? Um eine Demonstration staatlicher Macht? Um die Paranoia eines einzelnen Mannes (die allerdings auch Otto Schily bereits teilte)? Oder um die Erzeugung von Angst, mit der sich bekanntlich besser regieren lässt? Ich finde das schon lange jedes Maß in der allgemeinen Diskussion um Sicherheit, Terrorismus und die entsprechenden Gegenmaßnahmen verloren gegangen sind.

1 Comment 27. February 2008 - 15:32

RFID und GIS

Da tun sich ganz neue Perspektiven auf - eine Studie des Center for Geoinformation (CEGI) im Auftrag des Forschungsinstituts für Telekommunikation (FTK):

So führt die Untersuchung die Anwendungskompetenzen der beiden Querschnittstechnologien in Nordrhein-Westfalen auf und zeigt anhand von Best-Practise-Beispielen wie im Umfeld der Gefahrgutverfolgung oder des “Kiddy-Trackings” in Vergnügungsparks, dass verschiedene verbindende Wertschöpfungsketten denkbar sind. In einer Expertenbefragung unter vierzig Vertretern beider Branchen eruiert die Studie, wie weit Vorteile aus einer Kombination beider Technologien bekannt sind und welche Potentiale sich für zukünftige Anwendungen daraus ergeben.

Und wenn es um RFID im Konsumbereich geht, scheinen sich viele Kunden gar nicht so genau damit auszukennen und auch noch skeptisch zu sein, was ihre Daten angeht, so eine Studie der RWTH Aachen.

Adding comment 3. February 2008 - 18:50

Nur mal nebenbei….

Ein alter Araber lebt seit mehr als 40 Jahren in Essen. Er würde gerne in seinem Garten Kartoffeln pflanzen, aber er ist allein, alt und schwach. Deshalb schreibt er eine E-Mail an seinen Sohn, der in Paris studiert.

“Lieber Ahmed, ich bin sehr traurig weil ich in meinem Garten keine Kartoffeln pflanzen kann. Ich bin sicher, wenn du hier wärst, könntest Du mir helfen und den Garten umgraben. Dein Vater.” Prompt erhält der alte Mann eine E-Mail: “Lieber Vater, bitte rühre auf keinen Fall irgendetwas im Garten an. Dort habe ich nämlich ‘die Sache’ versteckt. Dein Sohn Ahmed.”

Keine sechs Stunden später umstellen Bundeswehr, Polizei und der Verfassungsschutz das Haus des alten Mannes. Sie nehmen den Garten Scholle für Scholle auseinander, suchen jeden Millimeter ab, finden aber nichts. Enttäuscht ziehen sie wieder ab. Am selben Tag erhält der alte Mann wieder eine E-Mail von seinem Sohn: “Lieber Vater, ich nehme an, dass der Garten jetzt komplett umgegraben ist und du Kartoffeln pflanzen kannst. Mehr konnte ich nicht für dich tun. In Liebe, Ahmed.”

1 Comment 27. January 2008 - 14:31

Gentests per Google?

Deutschlandradio Kultur hatte heute ein längeres Gespräch mit einem Mediziner zu Nutzen und Gefahren von billigen Gentests, wo die Geschäftsidee wohl er ist

einen privaten Gentest mit der Suchmaschine Google zu verbinden, sagte Gassen. Er warnte davor, dass betreffende Unternehmen die Daten an die Pharmaindustrie weitergeben könnten (Genforscher Hans-Günter Gassen)

Das würde die Transparenz von Menschen und die Möglichkeiten der Überwachung neue Wendungen geben, wenn nicht eine neue Dimension. Konsequent zu Ende gedacht, wäre erscheint eine halbwegs verschlüsselte Gesundheitskarte als ein harmloses Kinderspielzeug. Ob es tatsächlich eine “traumhafte Geschäftsidee ist” wie Gassen voller naturwisschenschaftlicher Forscherbegeisterung meint, bleibt abzuwarten. Mein Genom auf dem Internet würde mir so ziemlich jede noch vorhandene Privatspäre nehmen, die mir noch geblieben ist. Zusammen mit anderen Datenbanken, Spuren usw. ist das eine albtraumhafte Vorstellung.

Weiß jemand mehr darüber?

1 Comment 24. January 2008 - 16:09

Überwachung am Arbeitsplatz

Microsoft plant offensichtlich eine Software, mit der sich Mitarbeiter am Arbeitsplatz überwachen lassen (Spiegel Online). Es wird wohl demnächst zum Patent angemeldet und beinhaltet eine lückenlose Überwachung der Arbeit - welches bisher nur für Piloten und andere ähnliche Berufsgruppen galt, die einem besonderen Risiko ausgesetzt waren oder riskante Jobs ausfüllten (Times Online).
Wie das ganze funktioniert erklärt Times Online auf ihrer Technologie Seite.

The systems work not only through desktop or laptop computers but even through mobile phones or handheld PCs, meaning that even out of the office the employee can still be monitored. In its most advanced format, the system will monitor users’ private interests

Dazu passt auch diese Meldung, die nicht den Arbeitsplatz, aber wohl britische Schüler betrifft. Es wundert nicht das diese Idee so in Großbritannien umgesetzt werden soll. (Spiegel Online)

Wenn es piept, wird die Tasche durchsucht: Großbritanniens Innenministerin Jacqui Smith will Metalldetektoren ans Schultor stellen. Die Jugendlichen sollen vor allem ihre Messer zu Hause lassen, damit der Schulhof nicht zum Kampfplatz für Jugendgangs wird.

Als wenn eine Gang allein aus Waffen gemacht wird und nicht auch durch Angst und andere Mechanismen, die es zuerst abzuschalten gelte.

Adding comment 23. January 2008 - 23:53

Veranstaltung: Vorratsdatenspeicherung

Der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung (AK Vorrat) veranstaltet vom 08. bis 10. Februar 2008 in Kassel einen Strategiekongress.

Dort soll sowohl über die Organisationsstruktur des AK Vorrat, als auch über die weiteren Perspektiven und Strategien in der Zusammenarbeit für mehr Demokratie und den Schutz der Bürgerrechte diskutiert, sowie gemeinsame Kampagnen und Projekte geplant werden.

Dazu laden wir Sie bzw. einen Vertreter Ihrer Organisation recht herzlich nach Kassel ein.
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2 Comments 23. January 2008 - 23:22

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