Selbstüberwachung kann ein Problem werden …
… denn nicht nur die Guten wissen dann, dass man nicht zu Hause ist. Und Gelegenheit macht bekanntlich Diebe.
Adding comment 25. February 2010 - 11:11
… denn nicht nur die Guten wissen dann, dass man nicht zu Hause ist. Und Gelegenheit macht bekanntlich Diebe.
Adding comment 25. February 2010 - 11:11
Adding comment 4. February 2010 - 13:44
Das scheint eine interessante Veranstaltung zu werden – dieses Mal in Düsseldorf, NRW. Eine Veranstaltung der Grünen.
Daten- und Urheberrechtsschutz im digitalen Zeitalter
Freitag, 26. Februar 2010
15.00 bis 19.00 Uhr
Landtag NRW, Raum E 3 D 01
Adding comment 1. February 2010 - 21:34
2010 ist, was die Überwachung betrifft, wohl kein besonderes Jahr, nicht mehr und nicht weniger besonders als die Jahre vorher. Aber es haben noch zum Ende des alten Jahres eine Reihe von Prozessen begonnen, deren Folgen wir in diesem Jahr mit Spannung erwarten dürfen.
- Der “Nacktscanner” – kommt er oder kommt er nicht in Deutschland. In Großbritannien sind sie bereits beschlossen (wen wundert’s). Dazu gibt es auch ein Interview mit der Kollegin Regina Ammicht Quinn aus Tübingen in der FR. Im Spiegel (und wohl auch anderswo) bezweifeln Experten den Nutzen dieser Dinger. Wichtig in diesem Zusammenhang scheint mir zu sein, dass 9 Jahre nach 9/11 die Angst nicht nachlässt und die Sekurokraten immer noch eine Sau haben, die sie durch das Dorf treiben können. Die Geheimdienste patzen und der Scanner soll es dann richten oder der Mangel an überteuerten oder wahlweise unnützen Artikeln im Duty-free Bereich? Hier wundert mich so einiges…
- wir erwarten die Entscheidung im Verfassungsgerichtsurteil zur Vorratsdatenspeicherung und hoffen das für diese anti-liberalen Gesetze der Regierung die Leviten gelesen werden.
- Elena soll uns künftig beglücken – und dieses System ergibt angesichts der gegenwärtigen phantasielosen, aber wirkungsvollen (Un)Sozialpolitik der Regierung in Berlin viel Sinn. Wenn schon nur schlecht für alle gesorgt wird, dann muss man die potenziell Unzufriedenen auch noch besser überwachen, inklusive ihrer Krankentage, der Streiktage usw (auch wenn das nun nicht kommen wird) – der Lohnempfänger als dankbarer, aber möglichst ruhiger Zeitgenosse (von Bürgern will ich in diesem Sinn nicht mehr sprechen, denn das genau sollen sie nicht nicht sein, allenfalls bevormundete Kunden).
2 Comments 3. January 2010 - 19:27
Auch mir war das neu – aber die Kundenkarte wird 50 Jahre alt (Süddeutsche), wie andere Zeitungen auch berichteten. Es handelt sich dabei um um die Breuniger Card aus dem süddeutschen Raum, die eingeführt wurde, um die Kunden anschreiben lassen zu können. Heute funktioniert sie wie ein modernes Kundenbindungssystem, ähnlich payback oder anderen.
Rabatte und Einkaufs- und Konsumgesnossenschaften, die ähnliche Ziele verfolgten, gibt es bereits länger – aber als Kundenkarte bezeichnet ist es dann wohl die erste. Die Anbindung an das Unternehmen, ihr Erfolg und die Langlebigkeit zeigen auch das Kundenkarten und ihr Erfolg (und die Probleme hinsichtlich Datenschutz) nicht nur als Datenproblem oder Überwachung diskutiert werden können, sondern andere Perspektiven erfordern. Auch weil es die Rabatte selbst nicht sein können, die die Attraktivität der Karten ausmachen – die sind einfach zu gering.
In diesem Zusammenhang möchte ich noch einmal auf das bereits vergangene Jubiläum des Barcodes aufmerksam machen, das ich zum richtigen Zeitpunkt übersehen hatte – dafür hat Alex von Wortfeld daran gedacht.
1 Comment 11. November 2009 - 10:02
Immer Behörden speichern immer mehr Daten und verteilen diese schneller, als man nachfolgen kann. Vieles davon spielt sich derzeit nicht auf nationaler, sondern bspw. auf europäischer Ebene ab. Eine Berliner Initiative ruft daher zum Nutzen der Rechte auf Auskunft über die gespeicherten Personendaten auf. Sie verweisen auf ihrer Homepage praktischerweise gleich auf einen Generator, der nach Eingabe der persönlichen Daten (sic!) automatisch die entsprechenden Auskunftsersuchen erstellt.
Mehr hier: http://euro-data.noblogs.org/category/deutsch
Adding comment 6. October 2009 - 14:24
Im Kontext der großen Anti-Überwachungsdemonstration morgen (12.9.) und v.a. wegen der Bundestagswahl gibt es noch Wahlhilfe im Internet, der Wahl-O-Mat für Bürgerrechte findet sich unter:
http://www.buergerrechte-waehlen.de/
Adding comment 11. September 2009 - 11:15
Eine herrliche Satire bei Onion Network: Das Opt out village von Google, für den Fall, dass mal jemand wirklich mehr Privatsphäre und Datenschutz will….
Google Opt Out Feature Lets Users Protect Privacy By Moving To Remote Village
Adding comment 25. August 2009 - 07:28
Die “Leipziger Kamera. Initiative gegen Überwachung” hat vorerst ihre Arbeit eingestellt. Sechs Jahre lang haben wir Kritik an der allgegenwärtigen Ausweitung von Überwachungstechnologien und -pratiken geübt. Dabei haben wir unzählige Veranstaltungen organisiert, Vorträge gehalten, Interviews gegeben, Bündnisse unterstützt und Stadtführungen angeboten. Wir haben 2 Erich-Mielke-Gedächtnispreisverleihungen für „verdiente“ ÜberwacherInnen inszeniert, die Videokameras aus Leipzigs Innenstadt kartographiert, unsere Stadtführungen vertont, Aktionen mit den Space Hijackers, den New York City Surveillance Camera Players und dem Seminar für angewandte Unsicherheit durchgeführt und in unserem Buch KONTROLLVERLUSTE „33 Bespickungen des verrotteten, in Private-Public-Partnership gegrillten Sicherheitsbratens“ (W.D. Narr) versammelt.
Damit ist das Ziel selbstverständlich nicht erreicht, doch können wir feststellen, dass das politische Spektrum der Überwachungskritik in der Vergangenheit gewachsen ist. Nun ist es an der Zeit, dass andere das Projekt weiterführen, Überwachungskritik und Datenschutz mit linker Gesellschaftskritik, kritischem Urbanismus und respektlosem Aktivismus zu verbinden. Wir werden als Einzelpersonen auch in Zukunft in verschiedenen – auch thematisch verwandten – Gebieten aktiv sein, und versuchen auch unser Buch “Kontrollverluste. Interventionen gegen Überwachung” (Unrast-Verlag, Münster 2009, 18 EUR) zu begleiten und Buchvorstellungen zu organisieren.
Weitere Informationen und Probetexte zum Buch unter kontrollverluste.twoday.net
Adding comment 12. August 2009 - 10:01
Die EFF hat ein Dokument zur Locational Privacy veröffentlicht. Zur Erllärung, worum es geht:
Locational privacy (also known as “location privacy”) is the ability of an individual to move in public space with the expectation that under normal circumstances their location will not be systematically and secretly recorded for later use. The systems discusssed above have the potential to strip away locational privacy from individuals, making it possible for others to ask (and answer) the following sorts of questions by consulting the location databases.
Angesichts von GIS und anderen Technologien ein ziemlich wichtiger Aspekt unseres Lebens und der Verfügungsgewalt über unsere eigenen Daten, die wir in diesem Fall nicht aktiv abgeben, sondern die sozusagen durch unsere Bewegungen im Alltag produziert werden.
Literaturtipp: Mark Monmonier: Spying with Maps, 2002 Chicago (Univ. Press)
Adding comment 6. August 2009 - 16:24