Archiv für die Kategorie ‘Datenschutz’

Sicherheitsstaat am Ende

Kongress zur Zukunft der Bürgerrechte
23. / 24. Mai 2008 - Humboldt-Universität zu Berlin

Die Politik der “Inneren Sicherheit” forciert seit einigen Jahren den Ausbau staatlicher Befugnisse. Der Bundestag hat allein in den vergangenen sieben Jahren über 50 Gesetze verabschiedet, die tief in die Bürgerrechte eingreifen. Sie reichen von der Registrierung der Konten- und Reisebewegungen über die Speicherung biometrischer Daten bis zur Überwachung der Kommunikation. Ein Ende dieser Entwicklung ist nicht absehbar; im Sicherheitsstaat ist kein Platz für die Rechte der Bürgerinnen und Bürger

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Adding comment 30. April 2008 - 16:05

Goodbye Privacy: Grundrechte in der digitalen Welt

Nur in Kürze: Der Tagungsband zum letztjährigen Ars Electronica-Workshop ist erschienen: Reiter Michael/Wittmann-Tiwald Maria: Goodbye Privacy. Grundrechte in der digitalen Welt, Wien 2008. Hier das Vorwort und hier der Inhalt.

Adding comment 11. April 2008 - 08:38

EU-Umfrage zu RFID

Die Freunde vom Foebud rufen zur Teilnahme an den Konsultationen zum Thema RFID auf.

Aufruf zur Teilnahme an EU-Umfrage zu RFID

Erneut gibt es eine öffentliche EU-Konsultation zum Thema RFID, in der
besonders auf die Fragen der Risiken für Privatsphäre, Datenschutz und
Sicherheit eingegangen wird.

Weitere Informationen zur Umfrage und den Aktivitäten des Foebud mit reichlich Material zur letzen EU Umfrage und anderem.

Adding comment 6. April 2008 - 14:45

Vorladung wegen SMS Nachrichten

Ein amerikanischer Kollege machte mich auf diese Meldung aufmerksam: City Subpoenas Creator of Text Messaging Code

Im Prinzip geht es darum, dass die Erfinder von Massen SMS, jetzt von einem US-Gericht vorgeladen worden sind, um Daten und Kontakte sowie alle Nachrichten preiszugeben - u.a. geht es auch um SMS, die während des Parteitages der Republican Party verschickt worden sind.

Although the service, called TXTmob, was widely used by demonstrators, reporters and possibly even police officers, little was known about its inventors. Last month, however, the New York City Law Department issued a subpoena to Tad Hirsch, a doctoral candidate at the Massachusetts Institute of Technology who wrote the code that created TXTmob.

Lawyers representing the city in lawsuits filed by hundreds of people arrested during the convention asked Mr. Hirsch to hand over voluminous records revealing the content of messages exchanged on his service and identifying people who sent and received messages. Mr. Hirsch says that some of the subpoenaed material no longer exists and that he believes he has the right to keep other information secret.

Schöne Aussichten

1 Comment 30. March 2008 - 21:29

Online Seminar zu Datenschutz in Social communities

Die Friedrich Naumann Stiftung bietet ein Online Seminar zum Thema “Datenschutz in Social Communities” vom 31.3. - 12.4 an.

In diesem Zusammenhang ist auch das EU-Forschungsprojekt PrimeLife interessant, welches sich mit Privacy and Identity Management for Future Networks and Services beschäftigt.

Adding comment 28. March 2008 - 22:02

Google is watching you

Die Zeit hat im Moment mal wieder einen Lauf, was Überwachungsthemen angeht. Auf alles muss nicht hingewiesen werden, aber der Artikel zu Google lohnt sich vielleicht doch. Auch weil Peter Schaar unvermeidlich ein Interview dazu gibt.

Mehr zu Google gibt es auch im GoogleWatchBlog 

1 Comment 12. March 2008 - 15:51

Das Geschäft mit der IT-Angst

Nicht nur die Politik benutzt Angst zur Durchsetzung ihrer Überwachungs- und Kontrollfantasien - auch die IT-Branche macht sich die Unübersichtlichkeit des Feldes zu Nutze, um ihre Produkte an den Kunden zu bringen.  Das ist spektakulär, aber ob es immer auch wirklich nützlich ist, bezweifelt ein Artikel in der ZEIT: “Datendiebe gesucht”.

Adding comment 5. March 2008 - 12:05

Surveilling Europe

With “The most spied upon people in Europe” the BBC tries to give an overview of European countries and the level of surveillance their respective citizens have to cope with. Germany, Britain, France, Denmark, Greece and Italy, which to my surprise the authors claim is the most surveilled country of those six.

Italians are among the most spied upon people in the world. That’s the conclusion of the authoritative German scientific think-tank, the Max Planck Institute, which reports that Italy leads the world with 76 intercepts per 100,000 people each year.

Funny enough it was a German research institute from the Max Planck network that did the study - though they do not say which it was.

Adding comment 28. February 2008 - 09:18

Was die anderen Ländern so machen

Die Financial Times Deutschland listet passend zur Urteilssprechung des Verfassungsgerichtes mal schön auf, wie die anderen Länder so mit den Überwachungsmaßnahmen umgehen, was in Frankreich oder Skandinavien so Usus ist und zitiert Jörg Ziercke, den Chef des Bundeskriminalamtes zu den Zuständen im Vereinten Königreich.

Das Ausmaß der Videoüberwachung entspräche allerdings nicht Zierckes “Vorstellung von einem demokratischen Rechtsstaat”, hatte der BKA-Chef einmal dem Wochenmagazin “Stern” gesagt.

Zum Urteil empfehle ich die einschlägigen Quellen - Zeit - tagesschau.de - Spiegel

Dass Schäuble trotzdem so tut las wäre nichts gewesen und die Onlinedurchsuchungen jetzt doch durchsetzen will - wie vieles andere auch, überrascht nicht. Bleibt die Frage, worum es eigentlich wirklich geht? Um eine Demonstration staatlicher Macht? Um die Paranoia eines einzelnen Mannes (die allerdings auch Otto Schily bereits teilte)? Oder um die Erzeugung von Angst, mit der sich bekanntlich besser regieren lässt? Ich finde das schon lange jedes Maß in der allgemeinen Diskussion um Sicherheit, Terrorismus und die entsprechenden Gegenmaßnahmen verloren gegangen sind.

1 Comment 27. February 2008 - 15:32

RFID und GIS

Da tun sich ganz neue Perspektiven auf - eine Studie des Center for Geoinformation (CEGI) im Auftrag des Forschungsinstituts für Telekommunikation (FTK):

So führt die Untersuchung die Anwendungskompetenzen der beiden Querschnittstechnologien in Nordrhein-Westfalen auf und zeigt anhand von Best-Practise-Beispielen wie im Umfeld der Gefahrgutverfolgung oder des “Kiddy-Trackings” in Vergnügungsparks, dass verschiedene verbindende Wertschöpfungsketten denkbar sind. In einer Expertenbefragung unter vierzig Vertretern beider Branchen eruiert die Studie, wie weit Vorteile aus einer Kombination beider Technologien bekannt sind und welche Potentiale sich für zukünftige Anwendungen daraus ergeben.

Und wenn es um RFID im Konsumbereich geht, scheinen sich viele Kunden gar nicht so genau damit auszukennen und auch noch skeptisch zu sein, was ihre Daten angeht, so eine Studie der RWTH Aachen.

Adding comment 3. February 2008 - 18:50

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