Warum so wenig Widerstand?

Das Fragen sich dieser Tage viele mkit denen ich sprach - Journalisten, Aktivisten, Wissenschaftler, interessierte und beunruhigte Bürger. Jochen Bittner versucht eine Antwort in der Zeit.

Seien wir ehrlich. Es fürchtet sich niemand mehr vorm gläsernen Bürger – weil jeder glaubt (und sei es zu Unrecht, siehe oben), dass er ohnehin durchleuchtbar ist. Die Vorstellung vom Staat, der nur das vom Bürger weiß, was dieser freiwillig preisgibt, ist so passé wie ein Ostermarsch. Damit ist der Schaden, den der Datenschutz verhindern wollte, angerichtet. Wer sich überwacht fühlt, wird scheu und konform, traut sich nicht mehr aufzumucken. Und gegen Gefühle ist selbst Herr Schaar machtlos.

Ja es ist ein Glosse. Aber hat er Recht. Ist es das oder was ist es. Antworten, die mit dem üblichen “früher waren wir noch nicht so verwöhnt, träge”, oder “politisch interessierter” usw. lasse ich nicht so einfach gelten. Es muss andere Antworten für das Verhalten der Bürger geben, die nicht auf einem Fatalismus beruhen. Mit dem sich auch heute kein guter Widerstand initiieren ließe….. Mehr Infos zur Überwachung gibt es dann auch in einem Zeit-Schwerpunkt und Aktuelles bei tagesschau.de.

25. April 2007 - 16:35

1 Comment Write a comment

  • 1. MS 6950 » Blog Arch&hellip  |  27. April 2007 um 11:01

    [...] »Warum so wenig Widerstand?« Im Zusammenhang mit dem vor die Hunde gehenden Datenschutzbewusstsein und der gleichzeitig stärker und stärker werdenden Tendenz zum Überwachungsstaat stelle ich mir diese Frage auch immer öfter, gesellschaftlich und individuell. Leider hab ich in beiden Fällen bestenfalls winzige Ansätze von Antworten. Klar ist im Moment wohl nur eines: Die Themen werden im allgemeinen Bewusstsein maßlos unterschätzt. [...]

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