CCTV im Zoo: Pinguine in Münster und anderes
Überwachung, sehen und gesehen werden hat manchmal auch seine heiteren, absurden oder völlig belanglosen Seiten: Den Pinguinen im Münsteraner Zoo - einem sehr schönen nebenbei - kann man über das Web mit gleich drei Kameras beim rumplantschen zusehen. Der WDR macht es möglich. Ich finde das eine nette Idee, auch wenn wir nicht nach den Datenschutzrechten der kleinen Vögel gefragt haben. 
Hauptsache es bleibt bei den Pinguinen und ihren Zoogenossen - für uns Menschen liegen solche Pläne sicherlich schon vielfach in den Schubladen. Allein die Aktion mit den 22 Millionen Kreditkarten (Spiegel Online) weist schon einen Weg dahin… einen erhelleneden Kommentar habe ich dazu auch gefunden - mit nicht von der Hand zu weisenden Argumenten, warum das ganze vielleicht doch nicht hätte sein müssen.
9. January 2007 - 15:43 owl content
1 Comment Write a comment
1. Dietmar | 10. January 2007 um 10:36
Ich finde den Kommentar auf sticky-notes.org nicht ganz so überzeugend. Der Weg, den er vorschlägt (auf dem Täter-Konto nachschauen, “woher” das Geld eingetroffen ist), ist rechtlich nicht gangbar. Die Ermittlungsbeamten hätten, wenn möglich, bestimmt diese einfachere Lösung vorgezogen: die wollen sich nämlich auch Arbeit ersparen. (Weshalb sie meistens für einen Abbau des Datenschutzes sind.) Man soll auch nicht glauben, dass die Polizei Namen und Adresse des Anbieters der pornografischen Website kennen würde - der hat sich gut versteckt. Wenn ich mich recht an ein Radiointerview dazu entsinne, verliert sich seine Spur irgendwo auf einer Bank in den Philippinen; außerdem war es nicht möglich, ihn als Betreiber der Website zu ermitteln.
Was die Kreditkartenüberprüfung angeht: Die Polizei ist keineswegs selbst sämtliche Daten durchgegangen. Das hat die Kreditkartenwirtschaft freiwillig für sie erledigt, anhand eines Profils aus verschiedenen Merkmalen, das ihr die Polizei vorgegeben hat. Und dann kamen eben die 300+ Namen heraus, die den Staatsbeamten übergeben wurden. Also hat die Polizei lediglich einen kleinen Einblick bekommen und keineswegs einen Generalverdacht ausgesrpochzen (o.k., darüber könnte man sich streiten - aber solange die Polizei meine Namen nicht in den Händen hält, bin ich wohl nicht verdächtigt?) Und dass die Daten von Kreditkartenbesitzern, die der Privatwirtschfat vorliegen, von dieser täglich ungehindert durchforstet wird nach Kundenprofilen und wg. Profitmaximierung: tja, davon muss man wohl eh ausgehen. Dafür brauchen die keine polizeiliche Aufforderung.
Writing a comment
Trackback | RSS feed